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2 Jahre Vegetarier – 4 Monate Vegan

Veröffentlicht von um Mittwoch, 14 Dezember, 2011

Ungefähr um diese Zeit vor zwei Jahren beschloss ich Vegetarier zu werden.
Vor 4 Monaten ging ich dann einen Schritt weiter und wurde vegan.
Ich gehe seit dem ich Vegetarier bin regelmäßig zum Blut spenden. Vor ein paar Tagen war ich das vierte mal in diesem Jahr hin. Man bekommt den Eisenwert beim Blutspenden sofort gesagt, dieser ist für mich einer der Werte, die ich im Auge behalten sollte. Aber in diesen zwei Jahren ist dieser Wert immer zwischen 15,5 und 17g/dl gewesen (was gut ist). Zudem sagte der Arzt das letzte mal zu mir (mit russischem Akzent): “Sie haben Blutdruck, wie Kosmonaut”. Mein Blutdruck war 120 / 80. :D
Auch die letzte Blutuntersuchung vom DRK war in Ordnung.
Vitamin B12 supplementiere ich seit dem ich Veganer bin. Sicher ist Sicher.
Da wäre dann noch Eiweiß, aber ich esse gerne Nüsse & trinke relativ oft Sojamilch (Sojabananenmilchshake ftw!). Gelegentlich gibt es dann auch Tofu. Da sollte ich also auch genug Eiweiß bekommen.
Vitamin D ist eigentlich kein typischer Veganer Problemwert da man diesen durch die Sonne selbst produzieren kann. Gerade im Winter ist dies aber schwierig. Das könnte bei mir ein Problem geben.
Momentan geht es mir körperlich also echt gut.

Nachdem ich 2 Monate Vegan war, ist es Alltag geworden. Ich habe jetzt einen “Einkaufsstandard” und kenne genug vegane Lebensmittel.
Sobald man außer Haus ist, wird es aber kompliziert. Vegan ist zurzeit noch alles andere als Gesellschaftsfähig.
Deshalb muss man bei sowas immer einen Plan B in der Hand haben (Voressen, Salat, Obst in der Tasche). Das Thema Fastfood hat sich für mich eigentlich erledigt.

Die Reaktionen auf meine Ernährung sind gemischt.
So ganz verstehen kann meine Mutter es nicht, sie unterstützt mich aber trotzdem dabei und backt / kocht vegan für mich.
Mein Vater glaubt nicht das sowas gesund ist, aber es ist meine Entscheidung, also sagt er nicht mehr dazu.
Oma & Opa finden es gar nicht gut, meinen Opa hat es schon nicht gepasst das ich Vegetarier geworden bin (dieser berühmte Generationskonflikt).
In der Regel werden ich von anderen deswegen belächelt, oder höre Aussagen wie “Was du bist Veganer? Dann kannst du ja gar nichts mehr essen!” + Kopfschütteln.
Gelegentlich gibt es aber auch Menschen die sich dafür interessieren und nachfragen wie dies und jenes ist. Solche Gespräche machen mir dann auch Spaß.

Ich habe aufgehört bei jeder Gelegenheit zu erwähnen, dass ich Veganer bin. Ich will mich damit nicht aufdrängen.
Meiner Meinung nach sollte jeder Vegetarier werden, aber Veganer sollten nur die werden, die es wirklich wollen.
So versuche ich es auch nach außen zu tragen, wobei ich nicht zu den “Predigern” gehöre.

Alles im Allen läuft es momentan echt gut.

Ach, das wird bestimmt halb so wild.

Veröffentlicht von um Mittwoch, 16 November, 2011

Es ging darum, wer unser Projekt vorträgt – auf der Betriebsversammlung – vor den ganzen Leuten.
“Nääh, ich ganz bestimmt nicht!”
- “Ich kann das auch nicht…” - “Hm, dann stellt halt niemand von uns dreien das Projekt vor, aber das ist auch doof.” – Wieder einer dieser Momente, mit denen ich mit mir selber kämpfe. Opfere ich mich jetzt für das Projekt, oder lasse ich es bleiben. Auf einer Betriebsversammlung mit ~250 Besuchern vorzusprechen ist so gar nicht mein Ding. Aber wer macht so etwas schon gerne?
Andererseits kann die Erfahrung nicht schaden. Ach, das wird bestimmt halb so wild. -> Jetzt folgt dieser kurze Moment in dem ich innerlich so viel Mut gesammelt habe, dass ich mich für diese Aktion zur Verfügung stelle. Nachdem ich realisiere wozu ich mich da eigentlich gemeldet habe, ist es schon zu spät.

Die nächsten Tage weiche ich dem Gedanken an die Präsentation aus. Irgendwie weiß ich auch gar nicht was ich da erzählen will. Wenigstens habe ich eine akzeptable PowerPoint-Präsentation auf die Reihe bekommen.

Am Tag vorher schreibe ich mir panisch noch einen Text zusammen, aus diesem Text schreibe ich mir Stichpunkte heraus und diese schreibe ich mir auf die Hand. Sicher ist sicher. Irgendwie ist es den Ausbildern und mir noch gelungen, meine beiden Teampartnerinnen zu überreden, mich mit auf die Bühne zu begleiten. Beide versichern mir aber mehr als einmal, dass sie kein Wort sagen, nicht mal ihren Namen.

Wir betreten den Kinosaal, ich habe inzwischen aufgehört mitzuzählen wie oft mir Personen gesagt haben, dass ich das schon schaffe und dass es halb so schlimm ist. So ziemlich jeder hat einen guten Rat für mich. Ich habe bereits Schwierigkeiten meine Stichpunkte im Kopf zu behalten, wie soll es da denn mit den ganzen Ratschlägen funktionieren. Ich bin ein wahrer Profi darin mich selbst unnötig unter Druck zu setzten.

Es beginnt, meine Folie kommt irgendwann in der Mitte. Also muss ich solange nur ruhig auf dem Stuhl sitzen bleiben und warten – mal kurz umdrehen wie viele im Raum sind – Viele. 362 verschiedene Sitzpositionen später werde ich dann aufgerufen.
Mein ganzer Körper vibriert. Tunnelblick. Ich stelle mich ans Rednerpult, für die Notizhand ist es zu dunkel. Glücklicherweise habe ich auch einen Zettel mit Stichpunkten dabei. Das zittern wird immer wilder. Dann geht alles ziemlich schnell. All die tollen Worte die ich mir vorher ausgedacht habe sind weg, jedes einzelne. Ich kann mich nicht konzentrieren, so viele beobachten mich, aber ich habe gar keine Zeit sie anzuschauen. Alles was ich weiß sind die Stichpunkte auf meinen Zettel. Meine Schrift kann ich so schnell nicht ganz entziffern. In meinem Kopf geht es kreuz und quer. Ich beginne mit dem Erzählen. Nach einer etwas hakenden Einleitung werde ich dann auch noch vom PowerPoint-Wächter verwirrt (Er wollte mir sagen, dass ich die PPT Folie auf dem Notebook sehen kann und nicht auf die Leinwand schauen brauche, diese Information überfordert mich in diesem Moment total.)
Was ich dann gesagt habe weiß ich nicht mehr, irgendwie hangle ich mich gerade von Punkt zu Punkt, sortiert nach Lesbarkeit. Zwischendurch werfe ich ein, dass ich etwas nervös bin um Zeit zu gewinnen.
„Die gut aussehenden Mädels an meiner Seite und Ich“ beginne ich den nächsten Satz – der ganze Raum jubelt, neben mir werden zwei Personen gerade sehr rot und ich kann einige Sekunden Luft holen.

Ein paar Sätze später ist es dann auch schon vorbei, ich lasse mir von ein paar Ausbildern und anderen Personen ein “gut gemacht” zuwerfen und eile zu meinen Platz, den Rest um mich herum nehme ich schon gar nicht mehr wahr.
Ich sinke in meinen Sitz.

WG

Veröffentlicht von um Sonntag, 13 November, 2011

Da ich gerade mit der Umzugsplanung anfange, habe ich meine beiden Zimmer in Visio nachgebaut.

Mein ZimmerSo wie auf diesem Bild sieht es hier seit ca. 6 Monaten aus und es bleibt auch noch 2 Monate so. Dann steht ein Umzug an. Höchstwahrscheinlich in eine kleinere Wohnung. Mein momentaner Mitbewohner erwartet Nachwuchs, will deshalb auch mit seiner Freundin zusammen ziehen. Ich halte es von daher besser zu wechseln (Ich will schließlich dem Jungen Glück nicht im Weg stehen und habe keine Lust nachts vom Kindergeschrei wach zu werden). Ich habe auch schon einen neuen Mitbewohner gefunden, wir brauchen nur noch eine Wohnung.

Wenn der Umzug ansteht, gibt es dann auch noch einen neuen Schreibtisch, mein aktueller ist mir zu klein.  :D

Momentan wird aber nur ins Blaue geplant, noch kann es ganz anders kommen als geplant, deswegen erzähle ich jetzt nicht mehr dazu.

 

 

 

Filme & Serien

Veröffentlicht von um Montag, 24 Oktober, 2011

Da ich gerade für Jemanden meinen Filmgeschmack aufgelistet habe.
Hier sind meine aktuellen Lieblings Filme & Serien:

Filme

  • Oben
  • Underworld (ja ich steh auf die Vampirlady)
  • Iron Man (Robert Downey Jr ist genial)
  • Wer ist Hanna (Ich stehe auf diesen Typ Mädchen)
  • Lord of War
  • Drachenzähmen leicht gemacht
  • Rapunzel neu verföhnt
  • Scott Polgrim vs the World (Ja,die blauen Haare & Veganpower!)
  • Avatar (ist zwar total der Weltgeschmack, aber wer träumt nicht von fremden Welten? )
  • Prince of Persia (Hier finde ich den Prinzen cool)
  • Resident Evil (Milla Jovovich)
  • Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.)
  • Stolz und Vorurteil ( ich wäre auch gern so ein Gentleman)
  • Kate & Leopold ( dito )
  • Das fünfte Element (Jaha, Milla…)
  • V wie Vendetta
  • Ritter aus Leidenschaft
  • Die fabelhafte Welt der Amelie
  • Donnie Darko (der Hase!)
  • Ginger Snaps (Schlechter Horrorfilm, aber ich steh’ drauf)
  • The Butterfly Effect (das ist so der “Psycho” Filmtyp auf dem ich stehe)
  • Die Königin der Verdammten (Vampire! – Interview mit einen Vampir ist aber besser)
  • Memento (wieder einer meiner “Psycho” Filme)
  • The Gift – Die dunkel Gabe (“Psycho”)
  • The Dark Knight (Der Joker ist ja wohl genial)
  • Wall-e ( ich steh auf die Lovestory)
  • Serenity (Firefly Ende!)
  • Sin City (!)
  • Watchmen
  • Persepolis (Mein Weltbild über Iraner)
  • Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (Nerd)
  • Prestige – Meister der Magie (Geniale Schauspieler!)
  • Gothika (“Psycho”)
  • Ture Grit (das Mädchen!)
  • Tucker and Dale vs Evil (so geil!)
  • The Mechanic (ich wäre auch gerne so cool)
  • Interview mit einem Vampir (!)
  • Push (und wieder das Mädchen!)
  • Thor ( er ist einfach nur ein cooler Typ )

Serien

  • Firefly (!)
  • Stargate
  • Battlestar Galactica
  • (Dr. House – muss ich unbedingt mehr gucken)
  • Big Bang Therorie
  • My Little Pony – Friendship is Magic

Weisheitszähne

Veröffentlicht von um Dienstag, 27 September, 2011

Von meinen Weisheitszähnen ist mir nur dieses Bild geblieben:

Nachdem meine Zahnspange raus kam, bekam ich von meinen Kieferorthopäden gesagt, dass meine Weisheitszähne problematisch stehen und dass ich das mal nachschauen lassen sollte. Ich persönlich bin aber kein Freund von Zahnärzten, deshalb habe ich das etwas verdrängt. Ein halbes Jahr später bin ich dann doch mal zum Zahnarzt gegangen. Ihm war zwar sofort klar, dass die Weisheitszähne unten raus müssen, allerdings hatte er erst mal noch ganz viele andere tolle Sachen in meinen Mund gefunden, die nicht in gut waren.  6 Zahnarztbesuche später waren meine Zähne dann wieder in Ordnung. Der optimale Zeitpunkt um sich als Weisheitszahn bemerkbar zu machen.

Bei dem vorerst letzten Termin bei meinen Zahnarzt bekam ich die Kontaktdaten für einen Kieferchirurgen. Dort meldete ich mich auch gleich und bekam einen Termin für eine Beratung. Nach einer Stunde und 45 Minuten im Wartezimmer, einigten wir uns  in 5 Minuten darauf alle 4 Weisheitszähne unter Vollnarkose zu entfernen (Ich hatte reichlich Zeit – die Zeit die ich da herumsaß musste ich danach auf der Arbeit mit Überstunden ausgleichen… ).  Nicht alle hätten unbedingt raus gemusst, hätten aber wahrscheinlich später Ärger gemacht und ich hatte keine Lust auf mehr Arztbesuche als nötig in der nächsten Zeit.

Auf der Fahrt zum Krankenhaus war ich die Ruhe selbst. Mein Vater, der mich begleitete war dafür für uns beide aufgeregt. Vor dem Krankenhaus waren natürlich keine Parkplätze frei, was unseren sowieso etwas knappen Zeitplan spannend machte. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten und auch den Eingang des Krankenhauses fanden, fragten wir uns direkt zu den Fahrstühlen durch. Leider stiegen wir in unserer Hektik im falschen Stockwerk aus. Eine Krankenschwester klärte uns schließlich auf, dass wir noch ein Stockwerk höher mussten. Unsere kleine Verspätung viel bei der Anmeldung nicht weiter auf. Bei der Narkoseärztin (Mitte 50 – Körperbau einer Nonnenaufseherin) klärten wir, dass ich kerngesund bin. Ich bekam gesagt, dass ich während der OP künstlich beatmet werde (*Schluck*) und das ich nachher vielleicht ein kratzen vom Schlauch im Hals spüren könnte (*ohman*). Mein Vater erwähnte noch kurz vor Ende des Gespräches, dass ich Veganer sei und ob das irgendetwas ausmacht? “Veganer?! – also  auch keine Milch und Fleisch? Das kann doch nicht gesund sein.” – (Danke, Frau NARKOSEÄrztin für diesen sachlich gut argumentierten Rat) – Mein Vater war so nett und übernahm für mich das Nicken. Ich sagte dazu nicht wirklich was. Sie erwähnte noch, dass Betäubung mit Lachgas bei Veganern nicht geht, da das sich irgendwie (bei größeren Mengen) negativ auf den Knochenbau auswirkt oder so. Viel genauer wusste sie es selber nicht. Da ich mit der Spritze narkotisiert werden sollte, spielte dass aber keine Rolle. Zum Schluss merkte sie noch an, dass zu viel Fleisch aber auch nicht Gesund sei und reichte mir eine Schmerztablette. Mein Vater kündigte an, dass er während der OP mal kurz um den Block geht und ich sagte ihm noch er solle mir ein paar Kühlpacken kaufen. So langsam war ich doch ein wenig aufgeregt.
Danach bekam ich diese tolle grüne Kleidung zum Überziehen und wurde zum Operationssaal begleitet. Ich machte es mir auf dem Liegestuhl bequem, bekam eine Nadel in den Arm – da ich regelmäßig Blut spenden gehe habe ich mich daran fast gewöhnt. Erst guckt man zu wie die eine Ader suchen, dann wird die Stelle gereinigt. Man sieht die Nadel kommen, guckt kurz weck. PIEKS und hat das Ding im Arm stecken. Dann merkte ich noch wie mein Kopf  ”drückte” und es kam eine Krankenschwester mit einer Atemmaske. Ich atmete tief ein und…

“Wach”. Der erste Gedanke der mir durch den Kopf ging. An den Ort kann ich mich nicht erinnern, es war nicht der Aufwachraum und es war kein Papa in der Nähe. Handy raus – SMS – Papa – “Wach” – Senden.  Dann habe ich irgendwie noch in meinen total geschwollenen und betäubten Mund mit dem Finger gefühlt ob die Weisheitszähne wirklich weg sind. Mein Finger war danach blutig. Eine Krankenschwester kam wischte mir den Finger ab undsagte mir das ich das nicht machen soll. (…) Das nächste woran ich mich erinnere ist, dass ich halbwach im Aufwachraum lag und neben mir saß mein Vater. Er erzählte irgendwas und ich konnte nur irgendwas schwer verständliches zurück nuscheln. Ich bekam einen Umschlag mit dem ich beide Backen kühlte.  Kurze Zeit später saß ich schon. Ein Arzt beruhigte dann noch etwas meinen Vater, der etwas Panik hatte, weil ich aus dem Mund minimal blutete. Als ich nach meinen Weisheitszähnen fragte, sagte mir der Arzt, dass diese bereits im Müll sind und dass man sowas vorher sagen muss (Mist!). Kurz darauf bekam ich die Erlaubnis zu gehen wenn ich mich gut fühle – also bloß raus hier! Ich fühlte mich noch ziemlich wackelig auf den Beinen, aber irgendwie würde ich das schon raus schaffen. Den Kühlumschlag durfte ich nicht behalten, mein Vater hatte aber welche in der Apotheke gekauft, die jetzt einigermaßen kühl waren.

Im Auto versicherte mein Vater mir nochmal wie froh er ist, dass ich die OP hinter mir habe und dass es mir gut geht und wie sehr es nicht mag, wenn irgendjemand der ihm wichtig ist im Krankenhaus operiert wird.
An meiner Arbeitsstelle angekommen, ließ ich es mir nicht nehmen meine Krankmeldung persönlich (mit Begleitung von meinem Vater) abzugeben. So als Lebenszeichen (So wie ich in diesen Moment fühlen sich bestimmt auch angeschossene Präsidenten, wenn sie nach überstandener OP wieder vor das Folk treten – dieses “Yay, ich habe mich nicht unterkriegen lassen!”).

Die Krankmeldung für meine Krankenkasse wollte mein Vater schnell wegbringen. Er rannte allerdings mit dem Rezept für meine Schmerztabletten los. Kurze Zeit später kam er nochmal und griff sich die Krankmeldung. Danach ging es zu meinen Eltern für den Rest der Woche.

Meine Mutter hat mich danach weiter versorgt. Den ersten Tag wurde ich durchgehend zum kühlen motiviert. Am zweiten Tag ging es nochmal zur Nachuntersuchung zum Kieferchirurgen, dieser war gut mit mir zufrieden. Vor dem Rückweg holte ich mir aus der Wohnung noch schnell etwas Toast mit dem Rest Sojamilch aus der WG.  Auf der Rückfahrt löste ich den Toast mit Sojamilch in meinen Mund auf. So konnte ich das ganze auch einigermaßen essen. Zu Hause gab es die ersten Tage Sojabananenmilchshake und danach Grieß und Haferirgendwasgematsche (mit Sojamilch). Meine Mutter kann zwar nicht ganz nachvollziehen warum ich nun unbedingt Vegan leben will, aber sie unterstützt mich dabei. (Sojamilch kann ich seit dieser Woche pur trinken und finde sie dabei ganz lecker!). Die Schwellung war minimal und ich kam auch ohne Schmerztabletten aus, was für mich aber kein Grund war nicht zu jammern. Am Samstag konnte ich sogar wieder unter Menschen gehen.

Heute, eine Woche danach, wurden mir die Fäden gezogen. Der Mund ist zwar an einigen Stellen noch etwas empfindlich aber ich kann wieder einigermaßen normal essen (eben gab es Nüsse!). Damit kann ich das Kapitel “Weisheitszähne”  jetzt wohl abschließen.

Blutspende Nr. 6

Veröffentlicht von um Donnerstag, 8 September, 2011

Meine 6te Blutspende:

Ort: Ostseeschule FL

Blutdruck gut / Körpertemperatur gut

Eisenwert (Hämoglobin-Wert): 16,4  g/dl

Blutspende dieses Jahr: 3 (Yay, gratis Blutuntersuchung!)

und schon wieder das Gefühl das richtige getan zu haben.
Damit habe ich insgesamt schon 3 Liter Blut in meinen Leben gespendet und mir geht es immer noch bestens.
Das nur so am Rande…

 

Vegan – der Plan

Veröffentlicht von um Sonntag, 3 Juli, 2011

Ich habe beschlossen mich Vegan zu ernähren. Warum? Eine Vegane Ernährung ist die einzige konsequente Art der Vegetarischen Ernährung. Kühe und ganz besonders Legehennen werden alles andere als Artgerecht gehalten und außerdem geht es um die moralische Vertretbarkeit eine andere Rasse auszunutzen. Für mich ist schon, seit dem ich Vegetarier bin klar, dass ich irgendwann noch einen Schritt weiter gehen muss, irgendwann.

Jetzt (viel früher als ursprünglich angesetzt) ist es soweit. Ich werde spätestens dieses Jahr zu Weihnachten keine tierischen Produkte mehr essen.

Im ersten Schritt werde ich erst einmal Shampoos, Seifen, Schuhe, Kleidung, Medikamente, etc. aufräumen und da alles was irgendetwas Tierisches enthält ersetzen (Natürlich muss ich mir dafür Ersatz ohne irgendetwas Tierisches suchen). Außerdem gucke ich was ich bei meiner alltäglichen Ernährung ersetzen muss (-> Ich brauche einen neuen Frühstücks Aufstrich, selber machen?). Dafür suche ich dann auch noch Alternativprodukte.

Dann kommt die interne Umstellung. Nichts tierisches mehr kaufen, und sobald es möglich ist, zu Hause nur noch Vegan zu essen. Das größte Problem wird es hier selber zu kochen, da ich momentan viel in der Kantine esse. Das geht definitiv nicht mehr wenn ich mich Vegan ernähre.

Im letzten Schritt werde ich dann auch nicht mehr Tierische Produkte essen, wenn ich bei jemanden zu Gast bin.

Bis zum letzten Schritt werde ich nicht an die große Glocke hängen, dass ich mich nur noch Vegan ernähre  (Was ich hier schreibe wird eher weniger von meinem Umfeld gelesen – ist also kein “an die Glocke hängen”) und auch weiter außer Haus Vegetarisch essen. Veganer werden meistens als Spinner abgetan. Diesem “Imageproblem” werde ich damit solange ich kann einigermaßen ausweichen.

Früher oder später muss ich aber damit leben, dass ich als Spinner betrachtet werde, nur weil ich keine tierischen Produkte esse…

Eine Ausnahme gibt es. Reiten. Ich werde weiterhin reiten, und auch Sattel und Reitausrüstung werden nicht ausgetauscht. Es wäre einfach zu teuer. Sollte ich neue Reitausrüstung kaufen, wird diese aber lederfrei.

Mir ist bewusst, welche Risiken eine Vegane Ernährung hat: Vitamin B12 Mangel ist vorprogrammiert – Wichtig ist daher regelmäßig das Blut untersuchen zu lassen. Ich gehe regelmäßig Blut spenden, da wird mein Blut auch untersucht. Ich denke das reicht fürs Erste.
Natürlich ist klar, dass ich mich weiter ausgewogen ernähren muss, um kein Calcium-, Eisen- oder Eiweißmangel zu bekommen.
Alles in allen denke ich aber es ist möglich sich so zu ernähren und es hilft meinen Gewissen ungemein.

Wer mehr über die Gründe warum ich mich so ernähre erfahren will, sollte mal das Buch “Anständig Essen” lesen.

Alte Freunde

Veröffentlicht von um Montag, 27 Juni, 2011

Vor einem Jahr in etwa brach den Kontakt zu einen meiner ältesten Freunde ab. Das “Warum” spielt schon lange keine Rolle mehr. Damals habe ich mir aber gesagt, dass ich mindestens ein Jahr den Kontaktabbruch “durchhalte” (ja, so bin ich halt).
Vor einer Woche dann hielt ich den Telefonhörer in der Hand und tippte seine Nr. ein.
Aufregung. Ich habe den Kontakt von den einen auf den anderen Tag total abgebrochen. Einfach so.
Wie würde er reagieren? Ich malte mir die üblichen “Worst Case” Szenarien in meinen Kopf aus.
Dann nahm er ab. “Hallo?” – “Hallo, ich bin es Chris – kennst du mich noch?”
Nachdem das Überraschungsmoment abklang brach das Gespräch los. Er war zwar überrascht über meinen Anruf, kümmerte sich aber nicht darum, dass ich mich mal eben ein Jahr lang nicht von mir hören lassen habe. Wir tauschten die wesentlichsten Veränderungen in unseren Leben aus, fachsimpelten etwas und verabredeten uns dann für den nächsten Tag.

Als er mir entgegen kam fiel ihm als erstes auf, dass ich inzwischen komplett in Schwarz rumlief (nicht immer, aber immer öfter).
Er hingegen, der damals nur in Schwarz gekleidet war lief inzwischen in Farbe herum.
Nicht nur sein Kleidungsstil hat sich geändert, nein, inzwischen nimmt er am normalen Partyleben Teil, und auch sonst fällt er nicht mehr aus der Reihe als alle anderen. Sein Musikgeschmack, einst Wegweisend für meinen eigenen, ist nun Mainstreamkompatibel. Er hat sich angepasst. (…ist erwachsen geworden?)

Ich hingegen tendiere immer mehr zu Schwarz. Die Bands die ich höre werden immer lauter (Naja, einige – aber es ist immer noch dieser Rock/Metal/Gothic/Eletro/Folk Bereich da). Ich fange jetzt an auch auf Festivals zu gehen (Wird auch mal Zeit! – Bald Amphi!).

Aber auch wenn wir uns optisch verändert haben, so sind die Charakterzüge immer noch die selben. Er erzählt immer noch über das “mega krasse” Auto das er sich kaufen will. Den voll ausgerüsteten PC der zu Hause auf ihn wartet und natürlich über die “Frauen”. Lediglich die Saufgeschichten sind neu. Aber sie werden mit den selben Leuchten in den Augen erzählt.
Ich befürchte, bei mir hat sich da auch nicht viel getan (Keine Chance – meine ganzen schlechten Charaktereigenschaften zähle ich jetzt nicht auf).

Im Prinzip sind wir also dieselben, wie vor einen Jahr. Nur anders gekleidet, anders wohnend und etwas klüger vielleicht.
Als ich ihn noch zum Parkplatz begleitete und er gerade von seiner neusten Investition prahlte, sagte er “Die Kacke geht ab wie nichts” (oderso) – Ein Spruch den er auch in einen Film sagte den wir vor ca. 5 Jahren mal gedreht haben. So viel dazu.

Ich bin mal gespannt wie es weiter geht.