M’era Luna 2018

Auch dieses Jahr ging es wieder zum M’era Luna. Obwohl wir wieder früh da waren, kamen wir später aufs Gelände als letztes Jahr. Beim Festival wurde ein neues Einlass System eingeführt, was leider nicht besonders fair funktionierte. Wie jedes Jahr war vor der Bändchenausgabe eine lange Schlange mit einer normalen Lane und einer Fast Lane für Leute mit nur einem Gepäckstück. Wie jedes Jahr hatten viele Leute das Prinzip der Fast Lane auch nicht verstanden. Soweit so gut. Dieses Mal war die Bändchenausgabe aber auf einem Feld und nicht am Anfang des Rollfeldes. Das hat zu Schlangen geführt, die bestimmt mehr als 100 Meter am Ende waren. Weil viele sich nicht gerne so weit hinten an einer Schlange anstellen, hatte die Fast Lane auf einmal einige Zweige bekommen wo sich einige dazwischen drängelten. An diese Zweige stellten sich immer mehr an. Am Ende bestand die Fast Lane aus 5 Schlangen, die ineinander liefen. Das hatte den Effekt, dass ein Freund von mir, der sich nach mir in einer seitlichen Schlange angestellt hatte, deutlich vor mir drin war. Die Ordner sagten nichts gegen die neuen Schlangen. Danach konnte man mit Bändchen zum Eingang gehen. Dieser war wieder am Eingang des Rollfeldes. Dort gab es keine Fast Lane (da es bisher direkt hinter der Bändchenausgabe nicht nötig war) und das Gepäck musste kontrolliert werden. Hier war die Schlange auf einmal größer als vorher. Dazu kam es, dass man seitlich vorbei gehen konnte und dadurch wieder schneller hineinkam. Die Ordner waren von dem großen Andrang überfordert und das Ganze war schlecht organisiert und kommuniziert. All das führte am Ende dazu, dass wir deutlich später als sonst aufs Gelände kamen und unser Platz dieses Jahr deutlich weiter hinten auf dem Gelände war.

Dafür hatten wir dieses Jahr mit dem Wetter Glück. Die Sonne schien und unser Zelt war schnell aufgebaut und es war schön unsere „M’era Luna Clique“ nach so langer Zeit wieder zu sehen.

Da mein Campingstuhl im Campingurlaub direkt vor dem M’era leider den Geist aufgegeben hatte, musste ich mit einem Stuhl, der bei meiner Mutter übrig war, zum Festival. Dieser war leider schon ziemlich alt und stand wohl auch einige Zeit im Kuhstall, dem Aussehen nach zu urteilen. Dementsprechend hatte ich dieses Jahr nicht das Problem, dass jemand anderes auf meinem Stuhl sitzen bleiben wollte.

Bei uns gab es während des Festivals auch einen kleinen Dixie Krieg. Die Ordner hatten die Dixies etwa 50 Meter weiter nach hinten geschoben, da am hinteren Ende des Geländes wohl Dixies fehlten. Leider war eines der Dixies die verschoben wurde noch in Benutzung. Die Dame hat sich dann auch lautstark aufgeregt. Später haben einige Festivalbesucher die Dixies selbstständig wieder zurück auf ihren ursprünglichen Platz verschoben. Was natürlich wieder einer anderen Gruppe von Besuchern nicht gefiel. Am Ende wurden die Dixies dann auf beiden Standorten aufgeteilt. Am nächsten Morgen schoben die Ordner die Dixies wieder auf ihren neuen Platz und stellten kurz darauf weitere Dixies am alten Platz auf. Damit endete dann der Dixie Krieg.

Das Festivalgelände hatte auch einige Neuerungen. Zum Beispiel gab es eine Geisterbahn. Die war uns allen im Camp aber zu teuer. Trotzdem schien sie von vielen Besuchern genutzt worden zu sein.

Ansonsten habe ich natürlich auch jede Menge Bands gesehen. Ich habe mir am Samstag direkt den Newcomer „Cyborg“ angehört, der durchaus Potential hat. Danach hörte ich mir mit meiner Freundin Zeraphine, Tanzwut, The 69 Eyes und In Extremo an. In Extremo war von all den Bands ganz klar mein Favorit. Die Stimmung während ihres Auftrittes war klasse und sie haben viele alte Klassiker gespielt.

Am nächsten Tag schauten wir uns Schattenmann, Die Kammer, Bannkreis, Lacrimas Profundere, Saltatio Mortis und Eisbrecher an. Hier gab es einige Highlights. Zum Beispiel war der Auftritt von Bannkreis trotz technischer Schwierigkeiten spitze, aber auch Eisbrecher hat mal wieder richtig Laune gemacht. Etwas enttäuscht war ich von Saltatio Mortis. Trotz neuer Lieder war es irgendwie wie jeder andere Auftritt von ihnen. Vielleicht habe ich diese Band auch einfach zu oft live gesehen.

Alles in allen war das Festival wieder großartig und die Karten für das nächste M’era Luna sind schon bestellt.

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