Tagebuch Lübeck #2


20161109_092022

Studium

Das neue Semester hat diesen Monat nun endlich gestartet und es ist ganz schön nach so langer Zeit (seit Ende Mai bis Anfang Oktober hatte ich Semesterferien) wieder zu studieren. Natürlich besuche ich mehr Vorlesungen als ich eigentlich muss und zusammen mit meinem Nebenjob bin ich auch gut ausgelastet. Das merkt man hier gerade auch im Blog, da ich deutlich weniger blogge als noch im Sommer. Ich besuche die Vorlesungen: Formale Sprachen und Übersetzertechniken, Arbeitssicherheit, Embedded Software Development, Softwareverifikation und den Mittwochstreff (Vorträge zur Selbstständigkeit). Dazu arbeite ich an zwei Tagen die Woche bei der Mach AG. Die Arbeit dort Weiterlesen

Ein kleiner Statusbericht

KuhjungeDas Studium läuft seit etwas mehr als einem Monat. Bisher würde ich sagen auch recht gut. Durch meine Ausbildungen habe ich einen großen Vorsprung im Fach Programmieren und lerne dort hauptsächlich Begrifflichkeiten und einen saubereren Programmierstil. Das Fach Datenbanken kann ich aktuell auch sehr entspannt angehen, denn Datenbanktheorie und praktische MySQL Erfahrungen habe ich auch schon. Ganz anders sieht es bei Mathematik und Informatik aus. Ich muss zugeben, dass ich Informatik und Programmieren fälschlicherweise für das Gleiche hielt. Dem ist aber nicht so. Obwohl Informatik sehr theoretisch ist und viel Mathematik enthält, komme ich damit bisher noch gut klar. Mein Problemfach ist Mathematik. Da ich mich aber neben die richtigen Leute setze, bekomme ich die Aufgaben wenn ich sie nicht gleich verstehe erklärt und konnte so bisher alle Aufgaben recht gut lösen. Allerdings bin ich auch schon an der einen oder anderen Aufgabe verzweifelt. Der trockenen Mathematikvorlesung an einigen Tagen zu folgen fällt auch nicht immer leicht.
Aktuell bemühe ich mich auch um eine Zusatzqualifikation namens “EOQ Quality Manager Junior”. Man muss im Studium mitnehmen, was man kann. Dazu kommt, dass ich mein Studium im Moment nicht mit einem Nebenjob finanzieren muss. Deshalb habe ich genug Zeit um diese Qualifikation neben dem Studium zu erwerben.

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Das Ende einer Ära

versatel

Vor 3 Jahren startete meine Ausbildung bei der Versatel und mit dieser Ausbildung begann für mich ein völlig neues Leben in einer völlig neuen Stadt. Ich zog damals  mit der Ausbildung aus, voller Erwartungen, voller Tatendrang.

Ich kann nicht alles was in diesen Lebensabschnitt passiert ist in einen Text pressen, dafür war es einfach zu viel.  Aber so viel ist sicher, ich bin jetzt ein anderer Mensch geworden. Wahrscheinlich immer noch naiv und jung, aber Ich habe mich ausprobiert, habe Erfolge gehabt und bin gescheitert, habe dazu gelernt und neue Ansichten entdeckt, habe Freunde verloren und neue gefunden. Mein Charakter hat einen Feinschliff bekommen und ich habe einen neuen Schatz an Erinnerungen gewonnen, Gute sowie Schlechte.

Ich denke ich habe mit meiner Ausbildung bei der Versatel viel Glück gehabt. Die Ausbilder haben sich stets um uns bemüht, haben Feedback von uns jederzeit begrüßt. Die Ausbildung hat erst einen Gesamtüberblick vermittelt bevor es dann in die Fachliche Tiefe ging. Natürlich gab es auch Punkte die man verbessern könnte. Durch den Aufbau ist es schwierig die selbe Tiefe die einzelne Azubis in anderen Firmen sich durch tägliches Arbeiten  in einem Fachbereich aneignen zu erreichen. Trotzdem wurde uns eine sehr gute Grundlage geboten sehr viel aus unserer Ausbildung zu machen die ich, denke ich, auch sehr gut nutzen konnte. Insgesamt war das Umfeld bei der Versatel sehr persönlich und freundlich.

Würde ich die Ausbildung bei der Versatel wieder machen? Auf jeden Fall!

Trotzdem möchte ich nun weiterziehen. Ich will noch einmal die Chance nutzen neu anzufangen. Versuchen Dinge besser zu machen und neue Perspektiven zu entdecken in einem neuen Umfeld. Es fällt mir dabei nicht ganz leicht Flensburg zurück zu lassen, denn es bleibt eine Menge von Mir zurück.

Ich möchte mich nochmal bei allen Bedanken, die mir diese tolle Zeit in Flensburg ermöglicht haben!  ;)

 

Februar – ein Statusbericht

neue schuhe

Und dann ist der Monat auf einmal zu Ende, dabei hatte ich mir doch vorgenommen, jeden Monat mindestens einen Blogeintrag zu veröffentlichen. Aber was gibt es über diesen Monat zu schreiben?

Nachdem ich im Januar feststellen musste, dass ich mich übernommen habe, habe ich alle Freizeitaktivitäten drastisch zurückgefahren. Momentan komme ich deshalb nicht viel aus dem Haus. Das ist aber nicht weiter schlimm, da ich immer noch genervt bin von dem Lärm, der sich um mich abgespielt habe und ganz gut mit dem “alleine sein” klarkomme. Zeit mit anderen Menschen zu verbringen kostet mich viel Kraft und die brauche ich im Moment für andere Dinge. Zum Beispiel meine Ausbildung, in der mich mein Abschlussprojekt momentan voll auslastet.
Die große Abschlussprüfung, die unaufhaltsam immer näher rückt, drückt mir auch auf das Gemüt.
Zudem fordert die Berufsschule momentan auch viel Aufmerksamkeit.
Dazu kommt, dass ich momentan zu entscheiden habe, was nach der Ausbildung mit meinem Leben passieren soll. Momentan reizt mich ein internationaler Studiengang am meisten. Aber weil meine Englischkenntnisse bescheiden sind und ich dafür meinen Freundeskreis und die Nähe zu meiner Familie aufgeben muss, ist das keine Entscheidung, die ich über Nacht fällen kann.

Ich nehme mir momentan auch Zeit für einige Dinge, die im letzten halben Jahr unter das Rad gekommen sind, weil ich so mit meinen Freizeitaktivitäten ausgelastet war, dass ich schlichtweg dazu gar nicht kam. Zum Beispiel neue Serien zu sehen und einfach mal ein Wochenende durch zu programmieren oder nichts zu tun. Vor allem zum “nichts tun” bin ich lange nicht mehr gekommen.
Deswegen hat sich wohl eine innere Unzufriedenheit gebildet, die jetzt erst langsam wieder abheilen muss.

Leider bleiben dabei momentan nicht wenige Freunde auf der Strecke, was mich persönlich schon stört. Allerdings konnte ich auch nicht weiter machen wie bisher.
Ich muss noch mal schauen, was ich mit einigen Hobbys mache, besonders vor dem Hintergrund, dass ich die Region zum Sommer hin wohl eventuell für immer verlassen werde.
Und ehe man sich versieht, ist auf einmal ein ganzer Monat schon wieder vorbei.

ps: Ich habe neue Schuhe!

Ach, das wird bestimmt halb so wild.

Es ging darum, wer unser Projekt vorträgt – auf der Betriebsversammlung – vor den ganzen Leuten.
„Nääh, ich ganz bestimmt nicht!“
„Ich kann das auch nicht…“ „Hm, dann stellt halt niemand von uns dreien das Projekt vor, aber das ist auch doof.“ – Wieder einer dieser Momente, mit denen ich mit mir selber kämpfe. Opfere ich mich jetzt für das Projekt, oder lasse ich es bleiben. Auf einer Betriebsversammlung mit ~250 Besuchern vorzusprechen ist so gar nicht mein Ding. Aber wer macht so etwas schon gerne?handnotiz2011

Andererseits kann die Erfahrung nicht schaden. Ach, das wird bestimmt halb so wild. -> Jetzt folgt dieser kurze Moment in dem ich innerlich so viel Mut gesammelt habe, dass ich mich für diese Aktion zur Verfügung stelle. Nachdem ich realisiere wozu ich mich da eigentlich gemeldet habe, ist es schon zu spät.

Die nächsten Tage weiche ich dem Gedanken an die Präsentation aus. Irgendwie weiß ich auch gar nicht was ich da erzählen will. Wenigstens habe ich eine akzeptable PowerPoint-Präsentation auf die Reihe bekommen.

Am Tag vorher schreibe ich mir panisch noch einen Text zusammen, aus diesem Text schreibe ich mir Stichpunkte heraus und diese schreibe ich mir auf die Hand. Sicher ist sicher. Irgendwie ist es den Ausbildern und mir noch gelungen, meine beiden Teampartnerinnen zu überreden, mich mit auf die Bühne zu begleiten. Beide versichern mir aber mehr als einmal, dass sie kein Wort sagen, nicht mal ihren Namen.

Wir betreten den Kinosaal, ich habe inzwischen aufgehört mitzuzählen wie oft mir Personen gesagt haben, dass ich das schon schaffe und dass es halb so schlimm ist. So ziemlich jeder hat einen guten Rat für mich. Ich habe bereits Schwierigkeiten meine Stichpunkte im Kopf zu behalten, wie soll es da denn mit den ganzen Ratschlägen funktionieren. Ich bin ein wahrer Profi darin mich selbst unnötig unter Druck zu setzten.Es beginnt, meine Folie kommt irgendwann in der Mitte. Also muss ich solange nur ruhig auf dem Stuhl sitzen bleiben und warten – mal kurz umdrehen wie viele im Raum sind – Viele. 362 verschiedene Sitzpositionen später werde ich dann aufgerufen.
Mein ganzer Körper vibriert. Tunnelblick. Ich stelle mich ans Rednerpult, für die Notizhand ist es zu dunkel. Glücklicherweise habe ich auch einen Zettel mit Stichpunkten dabei. Das zittern wird immer wilder. Dann geht alles ziemlich schnell. All die tollen Worte die ich mir vorher ausgedacht habe sind weg, jedes einzelne. Ich kann mich nicht konzentrieren, so viele beobachten mich, aber ich habe gar keine Zeit sie anzuschauen. Alles was ich weiß sind die Stichpunkte auf meinen Zettel. Meine Schrift kann ich so schnell nicht ganz entziffern. In meinem Kopf geht es kreuz und quer. Ich beginne mit dem Erzählen. Nach einer etwas hakenden Einleitung werde ich dann auch noch vom PowerPoint-Wächter verwirrt (Er wollte mir sagen, dass ich die PPT Folie auf dem Notebook sehen kann und nicht auf die Leinwand schauen brauche, diese Information überfordert mich in diesem Moment total.)
Was ich dann gesagt habe weiß ich nicht mehr, irgendwie hangle ich mich gerade von Punkt zu Punkt, sortiert nach Lesbarkeit. Zwischendurch werfe ich ein, dass ich etwas nervös bin um Zeit zu gewinnen.
„Die gut aussehenden Mädels an meiner Seite und Ich“beginne ich den nächsten Satz – der ganze Raum jubelt, neben mir werden zwei Personen gerade sehr rot und ich kann einige Sekunden Luft holen.Ein paar Sätze später ist es dann auch schon vorbei, ich lasse mir von ein paar Ausbildern und anderen Personen ein „gut gemacht“ zuwerfen und eile zu meinen Platz, den Rest um mich herum nehme ich schon gar nicht mehr wahr.
Ich sinke in meinen Sitz.

2010 (Ein kurzer Rückblick)

2010

2010 war ein Jahr in dem sich viel für mich verändert hat. Ich habe meinen Abschluss als Kaufmännischer Assistent erworben, eine Ausbildung als Fachinformatiker angefangen, bin von zu Hause ausgezogen, habe angefangen richtig zu bloggen und  das erste Jahr durchgehend als Vegetarier gelebt um nur die wesentlichen Punkte zu nennen.

Weihnachten und Neujahr habe ich ganz ruhig bei meiner Familie gefeiert. Was es bei mir zu Weihnachten gab könnt ihr rechts sehen. ;-)

Das Bild von Emilie Autumn hat meine Schwester gezeichnet. Das war wohl das ausgefallenste Weihnachtsgeschenk dieses Jahr.

Hier noch ein kleiner Musik Rückblick für dieses Jahr.

Ich wünsche all meinen Lesern zum Schluss noch ein frohes neues Jahr!

Versatel

Ich habe die letzte Zeit schon gespannt auf den Beginn meiner Ausbildung gewartet, und Montag war es dann soweit.

versatel

Als ich dann in der Firma ankam, kam ich in den Warteraum in dem ich auch vor meinem Vorstellungsgespräch saß. Dort traf ich dann auch die anderen neuen Auszubildenden. Dann kamen wir in einen Besprechungsraum mit den Ausbildern. Dort haben sich dann alle zu Anfang vorgestellt. Danach bekamen wir „Auszubildenden“ einen kurzen Überblick was uns die erste Woche  und die darauffolgenden Jahre so erwartet. Dann wurden wir durch die Firma geführt (Montag & Dienstag) und wir bekamen die eine oder andere Präsentation vorgeführt und so nebenbei noch eine Schultüte (siehe Foto). Mittwoch –  Freitag kamen dann Schulungen in diversen Dingen an die Reihe. Mittwoch Nachmittag machten wir zusätzlich einen kleinen Ausflug mit den anderen Auszubildenden der durch ganz Flensburg führte und mit einem Eis essen endete. Heute gab es zum Schluss nochmal eine Sicherheitsunterweisung.

Danach werde ich die einzelnen Abteilungen nach und nach durchlaufen. Die Aufgaben die ich zu erledigen habe sind immer der Abteilung entsprechend. Also wird es wahrscheinlich sehr abwechslungsreich.  Berufsschule habe ich im ersten Lehrjahr 2x die Woche. Alle Kollegen, die ich bis jetzt getroffen habe, waren auch nett und freundlich und das Kantinenessen ist auch gut.

Der Start in die Ausbildung war super, auch wenn ich wahrscheinlich nicht mal die Hälfte von dem was ich in der ersten Woche gelernt habe behalten werde. Aber mir wurde gesagt, dass das normal sei.

Mal sehen wie es weiter geht…

Ein Neustart

Für mich ist jetzt der Lebensabschnitt „Kaufmännischer Assistent“ offiziell zu Ende. Es war ein schönes Kapitel. Allerdings vermutlich das Letzte was im idyllischen Nordfriesland spielte. Jetzt bin ich nach Flensburg gezogen. In eine Stadt. Bis jetzt konnte ich das Fenster aufmachen und ins Grüne sehen. Nur eines der vielen Dinge die ich vermissen werde.

Jetzt sehe ich nur noch eine viel befahrene Straße. Nicht unbedingt negativ, nur anders. Ich habe hier die Chance als ein unbeschriebenes Blatt noch einmal neu anzufangen. Ich bin jetzt „auf mich gestellt“ und muss meinen Haushalt selber regeln. Ich habe zu Hause nicht viel geholfen und hatte öfter mal an der einen oder anderen Sache was auszusetzen. Jetzt habe ich die Chance meinen eigenen Haushalt zu führen und kann alles „besser“ zu machen. Darauf hab ich mich auch schon gefreut. Ich habe zwar keine Ahnung davon, aber ich denke sowas lernt man am besten wenn man einfach „ins kalte Wasser geschubst“ wird. Viel wichtiger dabei ist, dass ich jetzt für mich selber sorgen darf und endlich „frei“ bin. Sonntag haben wir die Möbel alle in mein neues Zimmer gebracht und ich hab zum ersten Mal meine neue Freiheit genießen können. Ich wohne hier mit meinen (Stief?) Cousin in einer WG. Ihn habe ich momentan noch gar nicht viel gesehen. Dafür aber seine beiden Dauergäste. – Ihr macht bis jetzt einen super Eindruck, weiter so! – Mein Zimmer ist zwar noch nicht ganz eingerichtet weil hier noch eine Ecke voll mit Kram vom Hausbesitzer steht, aber das kommt bald noch. Trotzdem habe ich schon mal ein paar Fotos von meinen Zimmer gemacht die ich euch hier zeige. (Leider hab ich jetzt keine Megazoom Kamera zur Verfügung, deshalb musste eine handelsübliche Digitalkamera herhalten.)

wg_bett wg_pc wg_sofa

So nebenbei der Bildschirm ist neu. :)

Nächsten Monat beginnt hier meine Ausbildung zum Fachinformatiker. Ich freue mich schon sehr auf die Ausbildung, auf die Firma, auf die neuen Leute die ich kennen lernen werde. Auf neue Freunde. Hach, wenn ich doch schon Morgen anfangen könnte. Naja, so lange genieße ich jetzt meine Ferien und gewöhne mich schon mal an Flensburg und das WG Leben.
Die ersten Schritte in einem neuen Lebensabschnitt, der dieses Mal ein kompletter Neustart für mich ist.