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Ach, das wird bestimmt halb so wild.

Veröffentlicht von um Mittwoch, 16 November, 2011

Es ging darum, wer unser Projekt vorträgt – auf der Betriebsversammlung – vor den ganzen Leuten.
“Nääh, ich ganz bestimmt nicht!”
- “Ich kann das auch nicht…” - “Hm, dann stellt halt niemand von uns dreien das Projekt vor, aber das ist auch doof.” – Wieder einer dieser Momente, mit denen ich mit mir selber kämpfe. Opfere ich mich jetzt für das Projekt, oder lasse ich es bleiben. Auf einer Betriebsversammlung mit ~250 Besuchern vorzusprechen ist so gar nicht mein Ding. Aber wer macht so etwas schon gerne?
Andererseits kann die Erfahrung nicht schaden. Ach, das wird bestimmt halb so wild. -> Jetzt folgt dieser kurze Moment in dem ich innerlich so viel Mut gesammelt habe, dass ich mich für diese Aktion zur Verfügung stelle. Nachdem ich realisiere wozu ich mich da eigentlich gemeldet habe, ist es schon zu spät.

Die nächsten Tage weiche ich dem Gedanken an die Präsentation aus. Irgendwie weiß ich auch gar nicht was ich da erzählen will. Wenigstens habe ich eine akzeptable PowerPoint-Präsentation auf die Reihe bekommen.

Am Tag vorher schreibe ich mir panisch noch einen Text zusammen, aus diesem Text schreibe ich mir Stichpunkte heraus und diese schreibe ich mir auf die Hand. Sicher ist sicher. Irgendwie ist es den Ausbildern und mir noch gelungen, meine beiden Teampartnerinnen zu überreden, mich mit auf die Bühne zu begleiten. Beide versichern mir aber mehr als einmal, dass sie kein Wort sagen, nicht mal ihren Namen.

Wir betreten den Kinosaal, ich habe inzwischen aufgehört mitzuzählen wie oft mir Personen gesagt haben, dass ich das schon schaffe und dass es halb so schlimm ist. So ziemlich jeder hat einen guten Rat für mich. Ich habe bereits Schwierigkeiten meine Stichpunkte im Kopf zu behalten, wie soll es da denn mit den ganzen Ratschlägen funktionieren. Ich bin ein wahrer Profi darin mich selbst unnötig unter Druck zu setzten.

Es beginnt, meine Folie kommt irgendwann in der Mitte. Also muss ich solange nur ruhig auf dem Stuhl sitzen bleiben und warten – mal kurz umdrehen wie viele im Raum sind – Viele. 362 verschiedene Sitzpositionen später werde ich dann aufgerufen.
Mein ganzer Körper vibriert. Tunnelblick. Ich stelle mich ans Rednerpult, für die Notizhand ist es zu dunkel. Glücklicherweise habe ich auch einen Zettel mit Stichpunkten dabei. Das zittern wird immer wilder. Dann geht alles ziemlich schnell. All die tollen Worte die ich mir vorher ausgedacht habe sind weg, jedes einzelne. Ich kann mich nicht konzentrieren, so viele beobachten mich, aber ich habe gar keine Zeit sie anzuschauen. Alles was ich weiß sind die Stichpunkte auf meinen Zettel. Meine Schrift kann ich so schnell nicht ganz entziffern. In meinem Kopf geht es kreuz und quer. Ich beginne mit dem Erzählen. Nach einer etwas hakenden Einleitung werde ich dann auch noch vom PowerPoint-Wächter verwirrt (Er wollte mir sagen, dass ich die PPT Folie auf dem Notebook sehen kann und nicht auf die Leinwand schauen brauche, diese Information überfordert mich in diesem Moment total.)
Was ich dann gesagt habe weiß ich nicht mehr, irgendwie hangle ich mich gerade von Punkt zu Punkt, sortiert nach Lesbarkeit. Zwischendurch werfe ich ein, dass ich etwas nervös bin um Zeit zu gewinnen.
„Die gut aussehenden Mädels an meiner Seite und Ich“ beginne ich den nächsten Satz – der ganze Raum jubelt, neben mir werden zwei Personen gerade sehr rot und ich kann einige Sekunden Luft holen.

Ein paar Sätze später ist es dann auch schon vorbei, ich lasse mir von ein paar Ausbildern und anderen Personen ein “gut gemacht” zuwerfen und eile zu meinen Platz, den Rest um mich herum nehme ich schon gar nicht mehr wahr.
Ich sinke in meinen Sitz.

Filme & Serien

Veröffentlicht von um Montag, 24 Oktober, 2011

Da ich gerade für Jemanden meinen Filmgeschmack aufgelistet habe.
Hier sind meine aktuellen Lieblings Filme & Serien:

Filme

  • Oben
  • Underworld (ja ich steh auf die Vampirlady)
  • Iron Man (Robert Downey Jr ist genial)
  • Wer ist Hanna (Ich stehe auf diesen Typ Mädchen)
  • Lord of War
  • Drachenzähmen leicht gemacht
  • Rapunzel neu verföhnt
  • Scott Polgrim vs the World (Ja,die blauen Haare & Veganpower!)
  • Avatar (ist zwar total der Weltgeschmack, aber wer träumt nicht von fremden Welten? )
  • Prince of Persia (Hier finde ich den Prinzen cool)
  • Resident Evil (Milla Jovovich)
  • Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.)
  • Stolz und Vorurteil ( ich wäre auch gern so ein Gentleman)
  • Kate & Leopold ( dito )
  • Das fünfte Element (Jaha, Milla…)
  • V wie Vendetta
  • Ritter aus Leidenschaft
  • Die fabelhafte Welt der Amelie
  • Donnie Darko (der Hase!)
  • Ginger Snaps (Schlechter Horrorfilm, aber ich steh’ drauf)
  • The Butterfly Effect (das ist so der “Psycho” Filmtyp auf dem ich stehe)
  • Die Königin der Verdammten (Vampire! – Interview mit einen Vampir ist aber besser)
  • Memento (wieder einer meiner “Psycho” Filme)
  • The Gift – Die dunkel Gabe (“Psycho”)
  • The Dark Knight (Der Joker ist ja wohl genial)
  • Wall-e ( ich steh auf die Lovestory)
  • Serenity (Firefly Ende!)
  • Sin City (!)
  • Watchmen
  • Persepolis (Mein Weltbild über Iraner)
  • Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen (Nerd)
  • Prestige – Meister der Magie (Geniale Schauspieler!)
  • Gothika (“Psycho”)
  • Ture Grit (das Mädchen!)
  • Tucker and Dale vs Evil (so geil!)
  • The Mechanic (ich wäre auch gerne so cool)
  • Interview mit einem Vampir (!)
  • Push (und wieder das Mädchen!)
  • Thor ( er ist einfach nur ein cooler Typ )

Serien

  • Firefly (!)
  • Stargate
  • Battlestar Galactica
  • (Dr. House – muss ich unbedingt mehr gucken)
  • Big Bang Therorie
  • My Little Pony – Friendship is Magic

Weisheitszähne

Veröffentlicht von um Dienstag, 27 September, 2011

Von meinen Weisheitszähnen ist mir nur dieses Bild geblieben:

Nachdem meine Zahnspange raus kam, bekam ich von meinen Kieferorthopäden gesagt, dass meine Weisheitszähne problematisch stehen und dass ich das mal nachschauen lassen sollte. Ich persönlich bin aber kein Freund von Zahnärzten, deshalb habe ich das etwas verdrängt. Ein halbes Jahr später bin ich dann doch mal zum Zahnarzt gegangen. Ihm war zwar sofort klar, dass die Weisheitszähne unten raus müssen, allerdings hatte er erst mal noch ganz viele andere tolle Sachen in meinen Mund gefunden, die nicht in gut waren.  6 Zahnarztbesuche später waren meine Zähne dann wieder in Ordnung. Der optimale Zeitpunkt um sich als Weisheitszahn bemerkbar zu machen.

Bei dem vorerst letzten Termin bei meinen Zahnarzt bekam ich die Kontaktdaten für einen Kieferchirurgen. Dort meldete ich mich auch gleich und bekam einen Termin für eine Beratung. Nach einer Stunde und 45 Minuten im Wartezimmer, einigten wir uns  in 5 Minuten darauf alle 4 Weisheitszähne unter Vollnarkose zu entfernen (Ich hatte reichlich Zeit – die Zeit die ich da herumsaß musste ich danach auf der Arbeit mit Überstunden ausgleichen… ).  Nicht alle hätten unbedingt raus gemusst, hätten aber wahrscheinlich später Ärger gemacht und ich hatte keine Lust auf mehr Arztbesuche als nötig in der nächsten Zeit.

Auf der Fahrt zum Krankenhaus war ich die Ruhe selbst. Mein Vater, der mich begleitete war dafür für uns beide aufgeregt. Vor dem Krankenhaus waren natürlich keine Parkplätze frei, was unseren sowieso etwas knappen Zeitplan spannend machte. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden hatten und auch den Eingang des Krankenhauses fanden, fragten wir uns direkt zu den Fahrstühlen durch. Leider stiegen wir in unserer Hektik im falschen Stockwerk aus. Eine Krankenschwester klärte uns schließlich auf, dass wir noch ein Stockwerk höher mussten. Unsere kleine Verspätung viel bei der Anmeldung nicht weiter auf. Bei der Narkoseärztin (Mitte 50 – Körperbau einer Nonnenaufseherin) klärten wir, dass ich kerngesund bin. Ich bekam gesagt, dass ich während der OP künstlich beatmet werde (*Schluck*) und das ich nachher vielleicht ein kratzen vom Schlauch im Hals spüren könnte (*ohman*). Mein Vater erwähnte noch kurz vor Ende des Gespräches, dass ich Veganer sei und ob das irgendetwas ausmacht? “Veganer?! – also  auch keine Milch und Fleisch? Das kann doch nicht gesund sein.” – (Danke, Frau NARKOSEÄrztin für diesen sachlich gut argumentierten Rat) – Mein Vater war so nett und übernahm für mich das Nicken. Ich sagte dazu nicht wirklich was. Sie erwähnte noch, dass Betäubung mit Lachgas bei Veganern nicht geht, da das sich irgendwie (bei größeren Mengen) negativ auf den Knochenbau auswirkt oder so. Viel genauer wusste sie es selber nicht. Da ich mit der Spritze narkotisiert werden sollte, spielte dass aber keine Rolle. Zum Schluss merkte sie noch an, dass zu viel Fleisch aber auch nicht Gesund sei und reichte mir eine Schmerztablette. Mein Vater kündigte an, dass er während der OP mal kurz um den Block geht und ich sagte ihm noch er solle mir ein paar Kühlpacken kaufen. So langsam war ich doch ein wenig aufgeregt.
Danach bekam ich diese tolle grüne Kleidung zum Überziehen und wurde zum Operationssaal begleitet. Ich machte es mir auf dem Liegestuhl bequem, bekam eine Nadel in den Arm – da ich regelmäßig Blut spenden gehe habe ich mich daran fast gewöhnt. Erst guckt man zu wie die eine Ader suchen, dann wird die Stelle gereinigt. Man sieht die Nadel kommen, guckt kurz weck. PIEKS und hat das Ding im Arm stecken. Dann merkte ich noch wie mein Kopf  ”drückte” und es kam eine Krankenschwester mit einer Atemmaske. Ich atmete tief ein und…

“Wach”. Der erste Gedanke der mir durch den Kopf ging. An den Ort kann ich mich nicht erinnern, es war nicht der Aufwachraum und es war kein Papa in der Nähe. Handy raus – SMS – Papa – “Wach” – Senden.  Dann habe ich irgendwie noch in meinen total geschwollenen und betäubten Mund mit dem Finger gefühlt ob die Weisheitszähne wirklich weg sind. Mein Finger war danach blutig. Eine Krankenschwester kam wischte mir den Finger ab undsagte mir das ich das nicht machen soll. (…) Das nächste woran ich mich erinnere ist, dass ich halbwach im Aufwachraum lag und neben mir saß mein Vater. Er erzählte irgendwas und ich konnte nur irgendwas schwer verständliches zurück nuscheln. Ich bekam einen Umschlag mit dem ich beide Backen kühlte.  Kurze Zeit später saß ich schon. Ein Arzt beruhigte dann noch etwas meinen Vater, der etwas Panik hatte, weil ich aus dem Mund minimal blutete. Als ich nach meinen Weisheitszähnen fragte, sagte mir der Arzt, dass diese bereits im Müll sind und dass man sowas vorher sagen muss (Mist!). Kurz darauf bekam ich die Erlaubnis zu gehen wenn ich mich gut fühle – also bloß raus hier! Ich fühlte mich noch ziemlich wackelig auf den Beinen, aber irgendwie würde ich das schon raus schaffen. Den Kühlumschlag durfte ich nicht behalten, mein Vater hatte aber welche in der Apotheke gekauft, die jetzt einigermaßen kühl waren.

Im Auto versicherte mein Vater mir nochmal wie froh er ist, dass ich die OP hinter mir habe und dass es mir gut geht und wie sehr es nicht mag, wenn irgendjemand der ihm wichtig ist im Krankenhaus operiert wird.
An meiner Arbeitsstelle angekommen, ließ ich es mir nicht nehmen meine Krankmeldung persönlich (mit Begleitung von meinem Vater) abzugeben. So als Lebenszeichen (So wie ich in diesen Moment fühlen sich bestimmt auch angeschossene Präsidenten, wenn sie nach überstandener OP wieder vor das Folk treten – dieses “Yay, ich habe mich nicht unterkriegen lassen!”).

Die Krankmeldung für meine Krankenkasse wollte mein Vater schnell wegbringen. Er rannte allerdings mit dem Rezept für meine Schmerztabletten los. Kurze Zeit später kam er nochmal und griff sich die Krankmeldung. Danach ging es zu meinen Eltern für den Rest der Woche.

Meine Mutter hat mich danach weiter versorgt. Den ersten Tag wurde ich durchgehend zum kühlen motiviert. Am zweiten Tag ging es nochmal zur Nachuntersuchung zum Kieferchirurgen, dieser war gut mit mir zufrieden. Vor dem Rückweg holte ich mir aus der Wohnung noch schnell etwas Toast mit dem Rest Sojamilch aus der WG.  Auf der Rückfahrt löste ich den Toast mit Sojamilch in meinen Mund auf. So konnte ich das ganze auch einigermaßen essen. Zu Hause gab es die ersten Tage Sojabananenmilchshake und danach Grieß und Haferirgendwasgematsche (mit Sojamilch). Meine Mutter kann zwar nicht ganz nachvollziehen warum ich nun unbedingt Vegan leben will, aber sie unterstützt mich dabei. (Sojamilch kann ich seit dieser Woche pur trinken und finde sie dabei ganz lecker!). Die Schwellung war minimal und ich kam auch ohne Schmerztabletten aus, was für mich aber kein Grund war nicht zu jammern. Am Samstag konnte ich sogar wieder unter Menschen gehen.

Heute, eine Woche danach, wurden mir die Fäden gezogen. Der Mund ist zwar an einigen Stellen noch etwas empfindlich aber ich kann wieder einigermaßen normal essen (eben gab es Nüsse!). Damit kann ich das Kapitel “Weisheitszähne”  jetzt wohl abschließen.

Wacken 2011

Veröffentlicht von um Dienstag, 9 August, 2011

Eigentlich wollte ich diesen Sommer ja auf das Amphi Festival in Köln fahren. Leider hatte ich das Ganze mit einer Internetbekanntschaft geplant, die leider kurz vor Beginn abgesagt hatte.  Auf seiner Geburtstagsfeier erwähnte dann ein Freund von mir, dass er ein Jahr davor sehr kurzfristig seine Wacken Tour organisiert hatte und das er mich dieses Jahr auch mitnehmen würde, wenn sich die Gelegenheit ergeben würde.

Also machte ich mich auf in die Weiten des Internets und fand sogar im Wacken Forum einen Verkäufer der seine Karten kurzfristig zum Originalpreis loswerden wollte, eine Woche bevor das Festival begann. Allerdings wollte er seine zwei Karten nur zusammen verkaufen – Egal, so etwas wird man immer los, also beide gekauft –  Der Brief mit dem Tickets kam tatsächlich an und die Karten waren auch echt. Das zweite Ticket bin ich dann auch gleich losgeworden.

Ein Zelt, (vegane) Stahlkappenschuhe und Schalldämpfer für die Ohren habe ich auch noch innerhalb einer Woche aus dem Internet bekommen.
Bis auf die Ohropax Ohrstöpsel aus Bienenwachs habe ich mich in Wacken auch durchgehend Vegan gelebt.

Das Festival an sich war der Wahnsinn. Die Truppe mit der ich los war, war total nett und super lustig. Die Bands live zu sehen war ein unvergessliches Erlebnis. Die Menschen, die Dixi Klos und das ganze Feeling drum herum muss man auch mal erlebt haben.

Live gesehen habe ich übrigens Russkaja (2x), Blind Guardian, Van Canto, Rabenschrey, Deadlock, Sirenia, Apocalyptica und Knorkator.
Nebenbei immer wieder noch andere Bands am Rande wie z.B.: Airbourne, Avantasia, Reliquiae [...]

Nächstes Jahr ist Wacken also wieder ein Pflichtereignis für mich, ein X-Mas Ticket habe ich sogar schon bestellt.

Alte Freunde

Veröffentlicht von um Montag, 27 Juni, 2011

Vor einem Jahr in etwa brach den Kontakt zu einen meiner ältesten Freunde ab. Das “Warum” spielt schon lange keine Rolle mehr. Damals habe ich mir aber gesagt, dass ich mindestens ein Jahr den Kontaktabbruch “durchhalte” (ja, so bin ich halt).
Vor einer Woche dann hielt ich den Telefonhörer in der Hand und tippte seine Nr. ein.
Aufregung. Ich habe den Kontakt von den einen auf den anderen Tag total abgebrochen. Einfach so.
Wie würde er reagieren? Ich malte mir die üblichen “Worst Case” Szenarien in meinen Kopf aus.
Dann nahm er ab. “Hallo?” – “Hallo, ich bin es Chris – kennst du mich noch?”
Nachdem das Überraschungsmoment abklang brach das Gespräch los. Er war zwar überrascht über meinen Anruf, kümmerte sich aber nicht darum, dass ich mich mal eben ein Jahr lang nicht von mir hören lassen habe. Wir tauschten die wesentlichsten Veränderungen in unseren Leben aus, fachsimpelten etwas und verabredeten uns dann für den nächsten Tag.

Als er mir entgegen kam fiel ihm als erstes auf, dass ich inzwischen komplett in Schwarz rumlief (nicht immer, aber immer öfter).
Er hingegen, der damals nur in Schwarz gekleidet war lief inzwischen in Farbe herum.
Nicht nur sein Kleidungsstil hat sich geändert, nein, inzwischen nimmt er am normalen Partyleben Teil, und auch sonst fällt er nicht mehr aus der Reihe als alle anderen. Sein Musikgeschmack, einst Wegweisend für meinen eigenen, ist nun Mainstreamkompatibel. Er hat sich angepasst. (…ist erwachsen geworden?)

Ich hingegen tendiere immer mehr zu Schwarz. Die Bands die ich höre werden immer lauter (Naja, einige – aber es ist immer noch dieser Rock/Metal/Gothic/Eletro/Folk Bereich da). Ich fange jetzt an auch auf Festivals zu gehen (Wird auch mal Zeit! – Bald Amphi!).

Aber auch wenn wir uns optisch verändert haben, so sind die Charakterzüge immer noch die selben. Er erzählt immer noch über das “mega krasse” Auto das er sich kaufen will. Den voll ausgerüsteten PC der zu Hause auf ihn wartet und natürlich über die “Frauen”. Lediglich die Saufgeschichten sind neu. Aber sie werden mit den selben Leuchten in den Augen erzählt.
Ich befürchte, bei mir hat sich da auch nicht viel getan (Keine Chance – meine ganzen schlechten Charaktereigenschaften zähle ich jetzt nicht auf).

Im Prinzip sind wir also dieselben, wie vor einen Jahr. Nur anders gekleidet, anders wohnend und etwas klüger vielleicht.
Als ich ihn noch zum Parkplatz begleitete und er gerade von seiner neusten Investition prahlte, sagte er “Die Kacke geht ab wie nichts” (oderso) – Ein Spruch den er auch in einen Film sagte den wir vor ca. 5 Jahren mal gedreht haben. So viel dazu.

Ich bin mal gespannt wie es weiter geht.

Ruhe

Veröffentlicht von um Samstag, 30 April, 2011

Ein ruhiges Plätzchen Ich liege im Gras auf einer Lichtung im Wald und die Sonne scheint mir ins Gesicht. Früher habe ich das öfter gemacht. Ich bin einfach raus gelaufen, irgendwo hin, um mich dann ins Gras zu legen um mich ein wenig zu sonnen und zu entspannen.
Normalerweise bin nicht gerne in der Sonne, viel zu warm. Außerdem halte ich nicht viel vom bräunen. Ich bin lieber blass.
Aber hier im Gras ist es was anderes. Die Pflanzen und Bäume um mich haben die verschiedensten grün Töne,  der Himmel ist blau. Ein leichter angenehmer Wind bläst, die Bäume rascheln im Wind, Vögel singen und einige Insekten um mich surren laut. In der Ferne ist eine Straße zu hören, ganz leise. Keine Menschenseele weit und breit zu sehen.

Diese Ruhe. Einfach schön.

Musiksammlung aufräumen

Veröffentlicht von um Sonntag, 13 Februar, 2011

Es gibt Menschen, die sammeln alles Mögliche und können nichts wegschmeißen. Ich gehöre nicht dazu, nicht ganz, seit dem ich einen PC habe sammle ich alles an Musik was ich so in die Finger kriegen kann und lösche da auch nur sehr ungern Musik raus (Man könnte sie ja evtl. später mal mögen – wäre nicht das erste Mal das sich mein Musikgeschmack verändert). So haben sich im Laufe der Zeit 140 GB Musik (+ 10GB Hörbücher und Soundtracks) gesammelt, da ich sie nicht so von heute auf morgen bekommen habe, ist die Sammlung nicht sehr Einheitlich. WMA, MP3, M4A, Flac usw.
Die Ordner Strukturen sind dadurch auch teils sehr unterschiedlich (Ab und zu ist auch ein Lied völlig falsch eingeordnet). Die ID3 Tags sind immerhin fast alle richtig gesetzt.
Allerdings nervte dieses leichte durcheinander schon ein wenig. Besonders da mein Handy, was ich auch viel als MP3 Player nutze, sich mit einigen Formaten (WMA > 1000 kbps) etwas anstellt.
Es ist ja nicht so, dass ich früher schon versucht hab da etwas aufzuräumen, allerdings hat das nur mäßig geklappt. Diese ganzen Ordner und Dateien einzeln umzubenennen und zu verschieben ist einfach zu viel Arbeit.

Deswegen habe ich es dieses Mal mit Hilfe neuester Technologie probiert.
Das ganze sah dann wie folgt aus:

Schritt 1: Ein Backup von der Musiksammlung anlegen (Für den Fall der Fälle).

Schritt 2: Gesamte Musiksammlung auf MP3 umstellen:
Das gestaltete sich gleich etwas Schwieriger. Erst einmal muss man alles finden was nicht MP3 ist. Mit Media Monkey ging das allerdings ganz gut. Nur eine „Ordner öffnen“ Funktion habe ich nicht gefunden. Danach habe ich die Musik mit dem Programm Format Factory ins MP3 Format umgewandelt.
Das klappte allerdings nicht bei den *.wma Dateien die mehr als 1000 kbps hatten.
Für diese habe ich dann Jodix’s Free WMA to MP3 Converter benötigt.
Das Ganze ist sehr Zeitaufwendig, da die ID3 Tags nicht immer übernommen werden.
Deshalb musste ich die einzelnen Alben mit Mp3Tag neu taggen.
Nachdem ich das aber alles erledigt hatte (Ich hatte zum Glück überwiegend MP3 Dateien in meiner Musiksammlung) ging es weiter zu

Schritt 3: Taggen
Ich hatte anscheinend auch noch unterschiedliche ID3 Tag Versionen in den einzelnen MP3 Dateien.
Deshalb habe ich bei allen MP3 Dateien “von Kuhjunge” ins Kommentarfeld eingetragen. Dadurch wurden sie alle ins das gleiche Format umgeschrieben (Mp3Tag ist wirklich ein praktischer Helfer).
Dann hatte ich noch das Problem das viele Cover der Alben nur als Folder.jpg im Musikverzeichnis gespeichert waren. Ich habe mir dafür in Mp3Tag eine Aktion erstellt, die im jeden Verzeichnis die Bilder raus sucht und in die Datei schreibt (Das ganze dauert dann wirklich Stunden aber immerhin automatisiert). Mit MediaMonkey habe ich dann nur noch überprüft ob auch wirklich alle Dateien die wichtigsten Tags besitzen, damit sie auch ja alle bei Last.fm gescrobbelt werden. Viel wichtiger waren die Tags allerdings für die Neustrukturierung meiner Musiksammlung (Minimum: “Interpret” “Albuminterpret” & “Titel”).

Schritt 4: Sortieren
Der nächste Schritt war dann das automatische Sortieren mit Media Monkey.
Einfach die gesamte Musiksammlung markieren und per Rechtsklick mit “Automatisch einordnen” sortieren.
So habe ich gleichzeitig viel doppelte Musik (Gleiches Album) gefunden, da die nicht kopiert werden konnte
(Da konnte ich mich dann tatsächlich von so manchem Album trennen).
Ich habe die Musik dann in einen ganz anderen Ordner kopiert. Media Monkey hat mir dann noch angeboten alle Dateien, die anscheinend zum Album gehören (zb. folder.jpg, Playlisten und was sonst noch im selben Ordner wie das Album war) mit zu kopieren. Daran hatte ich aber kein Interesse. Die verbliebenen Dateien (2 GB nicht Musik!) habe ich dann gelöscht. Zum Schluss habe ich dann noch überprüft ob die Musiksammlung das alles unbeschadet überstanden hat (Anzahl richtig, Alle Tags noch da, “Stich”- Hörproben). Der Windows Media Player hat dann beim neueinlesen der Musiksammlung, erst einmal sämtliche Cover.jpg wiederhergestellt.
Naja, muss ich jetzt mit Leben, solange ich den Windows Media Player noch benutze (Überlege mir da noch aktuell eine Alternative, da 140GB zu viel für die WMP Medienbibliothek ist).
Nach dem Aufräumen waren dann nur noch 127 GB Musik vorhanden. Hat also auch ein bisschen Platz geschaffen.
Das Ganze war sehr Zeitintensiv, da 23000 Dateien nicht innerhalb von 5 Minuten von einem Programm bearbeitet werden können, zu mindestens nicht auf meinem Laptop.
Verwendete Software:

Last.fm

Veröffentlicht von um Dienstag, 8 Februar, 2011

Seit dem 7. Januar 2009 nutze ich schon Last.fm.

Erst habe ich hauptsächlich meine Musik über Last.fm mitgeschnitten (per Lastsharp ).
Seit November 2009 scrobble ich auch von Last.fm. Scrobbeln heißt, das Last.fm sich alles was ich höre merkt. Damit kann Last.fm dann meinen Musikgeschmack sehr genau analysieren und mir ein persönlichen Radiokanal zur Verfügung zu stellen und mir neue Künstler, die mir gefallen könnten, vorzuschlagen. Und natürlich kann man so auch Freunden leichter seinen Musikgeschmack präsentieren.

Seit Oktober 2010 ist das downloaden von Musik über Last.fm schwer geworden. Weshalb ich das auch vernachlässigt habe. Scrobbeln ist dadurch eig. in den Vordergrund getreten. Ich habe es auch mal mit einem Abo probiert, allerdings sah ich dadurch keinen großen Vorteil. Ich habe das Abo deswegen nicht verlängert. Das Web Radio habe ich nie viel beansprucht. Das hat sich erst vor ca. einem Monat geändert. Ich habe zurzeit einige Probleme mit der Größe meiner Musiksammlung auf meinen PC (Medienbibilothek langsam) weshalb ich momentan nur noch mein persönliches “Mix Radio” über den Last.fm Player (eig. ja Ironie – 150GB Musik auf der Festplatte und höre Web Radio). Ich muss sagen es gefällt mir ziemlich gut. Es kommen wirklich fast nur gute Musik in meinem persönlichen Radio. :)
Auf meinem Android Handy habe ich natürlich auch das Last.fm App. Hauptsächlich nur zum scrobbeln. Ich habe einen relativ kleinen Datentarif (300MB), den möchte ich nicht mit Web Radio verbrauchen, weshalb ich die Radiofunktion vom Last.fm App nie nutze.

Nun kam gestern eine Email vom Last.fm Team (In Englisch! – da musste ich erst mal mit meinem bisschen Englisch übersetzten…). Darin geht es darum, dass Musik streamen über das Last.fm App ab sofort kostenpflichtig wird. (Blogeintrag / Heise News). Außerdem stand bei mir noch:

In taking this decision, we have given a lot of thought to how this impacts some of our early adopters and long-time users like you. We truly appreciate what you have meant to our growth and success, and offer you the following as a token of our thanks;

A free 3 month subscription to Last.fm

Hach, das ist doch nett. Damit ich nicht gleich aus Frust meinen Account lösche, bekomme ich ein 3 monatiges kostenloses Abo. Ich kann Last.fm schon verstehen. Das Abo hat sonst echt nicht viel zu bieten. Ich hätte die Funktion aber trotzdem nicht vermisst.

Von Last.fm könnte ich mich inzwischen sowieso nicht mehr trennen.
In diesem Sinne, ein frohes Musik hören. :)

ps: Besucht mich mal auf meinem Last.fm Account: http://www.lastfm.de/user/quh91 .

Du bist Vegetarier?

Veröffentlicht von um Mittwoch, 15 Dezember, 2010

Was?! Du bist Vegetarier?? Wie kannst du ohne Fleisch leben? Ich könnte das nicht, wirst du dabei nicht krank? Du hast bestimmt voll die Mängel? Aber du bist doch kein Veganer, das sind ja nur die total kranken Leute.

Vegetarisch Kochen ist eigentlich ganz leicht

Ja, ich bin Vegetarier, aus Überzeugung. Ich bin es gerne, nicht nur weil ich mich dann beim Essen immer ein bisschen anstellen kann, sondern auch weil ich mich dabei gut fühle.

Ich bin jetzt ein Jahr Vegetarier und lebe immer noch. Viel verändert hat  sich für mich eigentlich nicht. Ich lasse einfach das Fleisch weg und esse dafür mehr Obst & Gemüse.
So einfach ist das.
Ob ich was vermisse?
Wenn ich ehrlich bin, gelegentlich, wenn ich im Kühlschrank einen alten Geruch wahrnehme (z.B.: Lachs), dann denkt man doch für eine Sekunde ans Essen – wenn ich aber dann daran denke wie dieser Fisch gelebt hat, dass er gelebt hat, eventuell mit 10000 Fischen in einen viel zu engen verschmutzten Becken oder [...] Bei diesen ganzen Gedanken die in diesen Moment entsteht, vergeht mir der Appetit schlagartig wieder.

Ich höre auch oft von Leuten, dass sie wenig Fleisch essen, hat für mich aber nicht im Geringsten etwas mit Vegetariern zu tun. Ich esse kein Fleisch und  kein Fisch, für mich sind beides Tiere – Und Tiere esse ich nicht .
Tierische Produkte schon, aber des Öfteren mit einem schlechten Gewissen. Es ist für mich zurzeit nur ein Kompromiss, den ich schließen musste. Irgendwann werde ich deshalb wohl versuchen mich Vegan zu ernähren – allerdings nicht im Moment – Ich bin dafür erst zu kurz Vegetarier. Erst mal muss ich das ein paar Jahre leben. Ich wäre dafür wohl auch zurzeit viel zu inkonsequent. Es ist nicht einfach sich so kompromisslos zu ernähren, besonders wegen der Gefahr auf Mängel (Vitamin B12), deswegen habe ich vor gesunden Veganern großen Respekt.

Ich setzte mich gerne mit meinem Essen auseinander, lese im Laden bevor ich etwas kaufe, immer die Zutaten durch, gucke was ich essen muss um Nährstoff X zu bekommen, habe mich lange in Texte über die gesundheitlichen Folgen der Vegetarischen Ernährung auseinander gesetzt. Wenn man sich richtig Vegetarisch ernährt gibt es meiner Meinung nach keinen Mangel, weder körperlich, geschmacklich, noch von der Vielfalt.

Das Nervigste bei der vegetarischen Ernährung sind die Anderen. Die meisten verstehen mich nicht, bzw. nehmen mich nicht ernst. Reaktionen wie im ersten Satz sind nicht selten. Zuerst habe ich mich gerne erklärt, mit der Zeit wird das allerdings lästig. Mit vielen kann man darüber nicht reden, meistens sind das denn die, die einen  immer wieder Fragen und einen dann Fleisch ins Essen mischen wollen (finde dieses Verhalten einfach nur widerlich). Ich verstehe nicht warum man so intolerant gegenüber anderen sein kann. Ich zwinge anderen ja auch nicht meinen Glauben auf, bzw. klaue denen das Fleisch vom Teller, das ist eine Entscheidung die jeder für sich selber treffen muss. Naja aber es gibt ja immer “ein paar Idioten” in der Welt, sie gehören genauso wie “die paar Spinner” zu den man mich wahrscheinlich zählen kann, dazu. Alles andere wäre ja langweilig…

Ich werde hier über weitere Veränderungen in meiner Ernährung berichten.

PS: Über meine Ausbildung zu bloggen lohnt sich zurzeit noch nicht, da warte ich noch ein bisschen mit – Jetzt ist erst einmal Weihnachten!