Mera Luna 2014

Vor einer Weile habe ich mit meinem besten Kumpel beschlossen, dass ich mit ihm auf das Mera Luna besuche. Ich bin erst mit dem Bus (und meinem ersten Handy Bahnticket) nach Hamburg gefahren. Mit einer Freundin von ihm haben wir uns mit dem Auto auf nach Hildesheim gemacht. Die Anreise war Freitagabend und der Verkehr war akzeptabel. Das Mera Luna war auch das erste Festival, auf dem wir das Auto nicht mit auf den Campingplatz fahren durften. Relativ weit vorne waren Bekannte von meiMera Luna 2014nem Kumpel, die uns einen Platz freigehalten haben. Das Highlight am Freitag waren definitiv die Mäuse, die sich in Löchern unter unserem Tisch einquartiert hatten. Diesen konnte ich sogar ein Kleeblatt hinhalten, welches die Mäuse dann mir von der Hand fraßen. Wir haben uns in unserem Camp auf jeden Fall eine Weile über die Mäuse amüsiert.

Am  Samstag habe ich mir dann insgesamt 9 Bands angesehen. Von Marilyn Manson war ich etwas enttäuscht. Er hat sich nicht wirklich Mühe bei seinem Auftritt gegeben, randaliert und das Gesungene klang auch nicht besonders gut. Zu dem war sein Hemd 2 Nummern zu klein. Ich habe mir aber sagen lassen, dass die meisten Auftritte von Manson wohl so ablaufen sollen. Dafür waren die restlichen Bands wirklich gut.

Am Sonntag habe ich mir dann 5 Bands angesehen. Generell ist mir aufgefallen, dass das Festival sehr sauber war. Bzw. mit Abstand das sauberste Festival, auf dem ich je war. Dazu gibt es auf so einem Gothic Festival schon sehr viel und sehr interessante aufgetakelte Personen. Es gab also jede Menge zu sehen. Auch das Camp war sehr sympathisch und ich habe einige neue Menschen kennengelernt. Ich bin von Freitag bis Sonntag mit einer Akkuladung meines Handys ausgekommen.
Wenn es sich einrichten lässt, bin ich im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder da.

Samstag: Meinhard,  Ignis Fatuu, Sündenklang, Lacrimas Profundere, Stahlmann, Asps von Zauberbrüdern, Subway  to Sally, Marilyn Manson, Within Temptation
Sonntag: Euzen, Feuerschwanz (halb), Letzte Instanz, Faun, Hocio (halb), In Extremo

With Full Force 2014

with full force bildDieses Jahr bin ich mit einem Kommilitonen, einer Freundin von ihm und einen weiteren Kommilitonen von uns zum Full Force Festival aufgebrochen. Der Termin ist zwar etwas ungünstig gewesen für mich, da ich bald Prüfungen habe, aber das Rockharz Festival liegt noch viel ungünstiger und Wacken ist mir dieses Jahr zu teuer. Deshalb bin ich dann einfach mal mit zum Full Force Festival gekommen.

Den Abend davor war ich bis etwa 3 Uhr nachts wach und habe etwas für das Studium in Assembler programmieren müssen. Am Freitagmorgen um 7 Uhr sollte ich an meiner Haustür abgeholt werden, was sich aber 1,5 h verschob, da die Fahrerin verschlafen hatte. Aufgestanden bin ich trotzdem um 6:30. Als ich dann um halb 9 aus meiner WG stürmte, vergaß ich direkt mein Smartphone in der Fensterbank (ich wollte es bis zur letzten Minute am Ladegerät lassen). Als es mir denn einfiel, waren wir schon zu weit weg, und ich hatte sowieso ein einsatzbereites klassisches Mobiltelefon in der Tasche. Also war das eigentlich kein Beinbruch, nur ärgerlich. Weiterlesen

Wacken 2013

 

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Dieses Jahr ging es für mich zum dritten Mal in Folge nach Wacken. Unsere Position auf dem Campingplatz war leider lange nicht so ideal wie letztes Jahr und ich hatte deutlich mehr Laufwege.  Trotzdem habe ich wieder viele Bands gesehen. Unter anderem:

Coppelius, Fejd, Russkaja, Santiano, Feuerschwanz, Skyline & Special Guest, Annilathor, Deep Purple, Rammstein, Mandowar, Neara, Eisbrecher, Powerwolf, Sabaton, Motörhead, ASP, Alestorm, Die Apokalyptischen Reiter, DevilDriver

Extrem anstrengend war dieses Jahr wieder einmal das Wetter. Dieses Jahr war allerdings der krasse Gegensatz zum letzten Jahr. Sonne und Hitze (okay, meistens…)

Dieses Jahr war für mich bis auf Weiteres das letzte Wacken. Hauptgrund war die kleine Preissteigerung in den Tickets, die über meine Schmerzgrenze ging.

Rockharz 2013

Rockharz 2013
Auch dieses Jahr ging es für mich wieder zum Rockharz. Das Lineup war dieses Jahr wieder der Hammer, sodass ich mich mal wieder halb totgelaufen habe beim Bands gucken.
Ich könnte hier natürlich noch einen langen Text schreiben, wie toll das Festival und das ganze drumherum war, allerdings ist momentan so eine Phase, in der ich lange Texte nur schwer aus mir heraus bekommen kann.
Trotzdem möchte ich für mich dieses Festival noch kurz auf meinen Blog festhalten. Das wäre ja irgendwie blöd, wenn hier ein Festival fehlen würde …
Auf dem Foto ist übrigens die Band “Subway to Sally” zu erahnen. Schöne Grüße an meinen Kumpel Malte an dieser Stelle.

Gesehene Bands: Megaherz, Grailknights , Vader, Subway to Sally,  Kreator, Excrementory Grindfuckers, Arkona, Delain, Alestorm, Dragonforce, Eluveitie, Accept, Soulfly, Feuerschwanz, Akrea, Van Canto, Ensiferum, J.B.O, Eisbrecher, Avantasia
Halb gesehen: Unearth, Mono Inc, Dr. Living Dead.

Die Ärzte – Das Comeback ist noch nicht vorbei

Die Ärzte in Flensburg

Das erste Konzert der neuen Tour fand in Flensburg statt. Eine Gelegenheit, die ich mir nicht entgehen lassen konnte. Es gab keine Vorgruppe und die Ärzte fingen mit ihrem Auftritt um ca. 20.15 an. Die Ärzte haben mal wieder eine super coole Show gemacht und es hat richtig Spaß gebracht, den Jungs zu zuschauen.  Ich stand etwas seitlich relativ weit vorne und hatte einen super Blick auf die Bühne. Um etwas nach 23 Uhr war es leider auch schon vorbei. Da es das erste Konzert der neuen Tour ist, gab es vorher keine Setlist. Deshalb habe ich die Songs einfach mal mit geschrieben.

Setlist:

  • Wie es geht
  • 2000 Mädchen
  • Bettmagnet
  • Hip Hip Hurra
  • Tamagotchi
  • Lasse reden
  • ist das noch Punkrock?
  • Geld
  • Buddy Holly’s Brille
  • Dos Corazones (nicht sicher) 
  • Bella die geile Sau (live erfunden)
  • Deine Schuld
  • Scheint die Sonne auch für Nazis?
  • Perfekt
  • Waldspaziergang mit Folgen
  • Westerland
  • Lied vom Scheitern
  • Heulerei
  • Friedenspanzer
  • Sohn der Leere
  • 1/2 Lovesong
  • zeiDverschwÄndung
  • Nie wieder Krieg, nie wieder Las Vegas!
  • Fiasko
  • Ignorama
  • Schrei nach Liebe
  • Unrockbar

Erste Zugabe:

  • Mach die Augen Zu
  • ist das alles?
  • TCR

Zweite Zugabe:

  • Der Graf
  • Rebell
  • Junge

Dritte Zugabe

  • Himmelblau
  • zu Spät

Das Konzert hat den Auftritt von letztem Jahr in Kiel eindeutig getoppt.

Spectaculum 2013

Das Spectaculum in Hohenweststedt

Und wieder ein Jahr ging es auf das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum in Hohenweststedt. Dieses Mal war ich gemeinsam mit meinem Bruder direkt am ersten Besuchstag dort und habe nicht wie sonst immer gezeltet. Der Grund dafür war das bescheidene Wetter, welches überraschenderweise fast trocken blieb, als wir auf dem Gelände waren. Trotzdem aber sehr kalt war und meine etwas angeschlagene Gesundheit wollte ich auch nicht überstrapazieren.

Nachdem wir den Mittelaltermarkt umrundet hatten, schauten wir uns unter anderem Saor Patrol, Faun und Cobblestone an und saßen noch mit Freunden von mir zusammen, die auch auf dem MPS waren.

Swedish Empire Tour 2012

Am Samstag war ich mit Freunden in in der Großen Freiheit in Hamburg zu einem Konzert von der aktuellen Tour von Sabaton.

Es spielten an diesem Abend Eluveitie und Wisdom als Vorbands. Da das Konzert sehr pünktlich begann und wir spät dran waren, bekamen wir nur das letzte Lied von Wisdom mit, was aber auch nicht weiter schlimm war.
Unser Fahrer hatte ein paar Probleme mit dem Verkehr und den Straßen in Hamburg. Das führte dazu, dass wir einige Male nicht die Straße nahmen, die wir hätten nehmen sollen. Schließlich fanden wir dann doch einen Parkplatz. Wir mussten dann allerdings 20 Minuten zur Großen Freiheit laufen. Was zu einer leicht verspäteten Ankunft führte.

Wir kamen dann während Wisdom an, und hörten die letzten beiden Lieder der Band, deswegen kann ich zu dieser Band nicht viel sagen.
Dann begann Eluveitie mit ihrem Konzert. Es ging etwa eine Dreiviertelstunde und war ziemlich cool. Es wurde hauptsächlich vom neuen Album gespielt. Ich war eigentlich hauptsächlich wegen Eluveitie da, da ich diese Band lieber höre als Sabaton. Deswegen dachte ich, dass Sabaton den Auftritt von Eluveitie gar nicht toppen konnte. Ein Irrtum.

Kurz nach 8 begannen Sabaton dann mit ihrem Konzert. Sie spielten dieses mal ohne einen Keyboarder. Warum sie keinen hatten, haben sie nicht erwähnt, vermutlich noch ein paar Nachwirkungen davon, dass Sabaton sich vor einer Weile komplett neu formiert hat oder der Keyboarder war einfach krank. Aber das tat dem Konzert keinen Abbruch, der Frontsänger hat gleich von Anfang an eine sehr gute Show auf der Bühne gemacht und es ordentlich krachen lassen (an dieser Stelle war ich sehr froh, dass ich Ohrstöpsel dabei hatte, alles andere hätte mich wieder viel Hörleistung gekostet).
Statt “Sabaton, Sabaton” wurde dann “Noch ein Bier, noch ein Bier” vom Publikum gebrüllt. Der Frontsänger machte da natürlich mit, trank das Bier aber nicht selbst, sondern gab es dem Publikum und stoppte die Zeit, die gebraucht wurde, um das Bier auszutrinken. Wir haben es leider nicht geschafft Stuttgart zu schlagen. Trotzdem haben diese und einige andere Aktionen kombiniert mit guten Gags zwischen den Liedern verdammt gute Laune gemacht.

Irgendwann nach 22 Uhr war das Konzert schließlich zu Ende. Nachdem ich mich mit meinen Freunden im üblichen Gedränge nach draußen gekämpft hatte, begannen wir den Heimweg.
Alles in allem also ein sehr gelungender Abend. Das Ticket war sein Geld also absolut wert. Deshalb werde ich mir Sabaton vermutlich auch in Wacken 2013 wieder ansehen.

Tomahawk Player

Vor einer Weile stieß ich im Internet auf einen ganz neuartigen Player.
Er nennt sich Tomahawk und legt sehr viel Wert auf die “soziale Komponente” beim Musikhören.

Dass er Open Source und Plattformunabhängig ist, ist natürlich gleich ein Pluspunkt. Die besondere Gabe des Players ist, dass er Musik aus dem Internet, von den verschiedensten Quellen, wiedergeben kann. Soundcloud und Youtube z.B. oder aus der Musiksammlung eines Kumpels. Man kann auch Erweiterungen für eigene Quellen wie z.B.: der Musikdienst vom Sozialen Netzwerk  vkontakte selber ergänzen. Wenn man sich über GoogleTalk oder Jabber mit Freunden verbindet, kann man sehen, was diese geraden hören oder ihre Musiksammlung durchblättern (vorausgesetzt diese sind online).
Der Player kann nach Last.fm scrobbeln, zeigt Informationen zu jedem Künstler an und setzt auch sonst voll auf eine gut getaggte Musiksammlung. Schlecht ist allerdings, dass er ungetaggte Lieder gar nicht erst in die Mediathek aufnimmt, geschweige dann abspielt. Ich habe es außerdem noch nicht geschafft, den Player mit einer *.mp3 Datei zu verknüpfen. Auch Drag & Drop von außerhalb des Players funktioniert nicht. Musik muss ich immer über die Mediathek des Players öffnen.

Bei Playlisten setzt der Player auf ein Open Source Format. Normale Playlisten kann man zum Beispiel mit dem VLC Media Player umspeichern und so auch bei Tomahawk nutzen. Der Player läd aus den Playlisten nur die Songinformationen und sucht sie sich dann selber aus seiner Mediathek. Da er keinen Speicherplatz für den Song voraussetzt, hat das natürlich die Folge, dass man Playlisten nur von Tomahawk zu Tomahawk exportieren kann, dafür reicht dann aber auch nur die Playlist, bzw. ein Klick zum Kopieren der Playlist aus der Mediathek des Kumpels.

Zurzeit verwende ich den Windows Media Player von Windows 7. Dieser ist mit der Größe meiner Musiksammlung überfordert. Dieses Problem hat Tomahawk nicht. Mit ca. 17.000 Songs läuft das Suchen und durchscrollen einwandfrei.

Auch die Mediahotkeys meiner Tastatur werden von Tomahawk erkannt. Der Player minimiert sich beim schließen in den Tray und spielt weiter und es kann etwas umständlich über Rechtsklick das Lied weiter geschaltet werden o.ä.
Weitere Komfortfunktionen wie das Öffnen des Speicherpfades oder das Syncronisieren mit einem mobilen Gerät, oder das Kopieren der Musik von einem Kumpel oder der Quelle unterstützt Tomahawk nicht.
Alles in allen finde ich die Usabillity gelegentlich etwas frickelig und gewöhnungsbedürftig. Dafür ist das Optionsmenü sehr übersichtlich.

Dieser Player hat viel Potential, allerdings fehlen ihm auch ein paar Basics. Aktuell habe ich auch noch nicht herausgefunden, wie man diese nachrüstet. Hin und wieder zickt er auch aus mir unerklärlichen Gründen.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob er in der Lage ist meinen bisherigen Player im Alltag zu ersetzen, dafür muss ich ihn einfach noch etwas testen. Aber ich werde die Entwicklung dieses Players weiterhin gespannt verfolgen.

Wer es ausprobieren möchte: http://www.tomahawk-player.org/

Wacken 2012

Auch dieses Jahr ging es wieder nach Wacken…

Dienstag

Früh am Morgen begann das Abenteuer. Nach ca. 2 Stunden Autofahrt kamen wir in dem kleinen Dörfchen Wacken an und fuhren auf das Festival Gelände. Dort wartete dann schon eine lange Schlange. Wir rollten langsam auf das Festivalgelände und wurden dann auf das Campingfeld P geleitet.

P ist direkt am Festival Gelände und wir waren ganz vorne, keine Bühne ist weiter als 5 Minuten entfernt gewesen. Natürlich laufen dort auch am meisten Menschen vorbei, allerdings lag unser Zeltplatz genau zwischen den Straßen, sodass bei uns auch niemand durch das Camp stolperte. Eine extrem coole Lage.

Wir machten uns an den Zeltaufbau. Inzwischen bin ich routiniert beim Aufbau meines Zeltes, es ging also relativ schnell. Anschließend bauten wir noch 2 Pavillons auf. Dann war das Camp aufgebaut. Nachher folgten noch einige Freunde, sodass wir letztendlich etwa 15 Personen im Camp waren.

Während des ganzen Tages war es trocken und die Sonne ließ sich auch ab und zu blicken, es war weder zu heiß noch zu nass (Der Boden war schon aufgeweicht, viel Wasser hätte er nicht mehr abgekonnt).

In Wacken ist es bei unserem Camp Tradition, dass man sich am ersten Tag viel trinkt. Es gab also Bier in rohen Mengen. Abgeschossen habe ich mich mal wieder nicht. Angetrunken beschreibt meinen Zustand wohl am Besten. Ich besuchte an diesen Abend auch kurz meine Festival Bekanntschaften vom Rockharz.
Anschließend ließ ich den Tag in meinem Camp ausklingen.

Mittwoch

Ich traf mich hauptsächlich mit Bekannten. Unter anderem eine Internetbekanntschaft, Eine Freundin meiner Schwester, die ich Jahre nicht mehr gesehen habe und einen Schulkollegen.
Außerdem trug ich mein “My little Pony” Fan T-Shirt und wurde auch einige Male darauf angesprochen.

Das Wetter war relativ Sonnenlastig und bisher einwandfrei.
Am Abend habe ich dann noch die Bands, die an der Wackinger Bühne spielten gesehen.

Gesehen: Russkaja, Saor Patrol, Vogelfrey, Santiano

Donnerstag

Am Donnerstag wurde ich von der Hauptbühne geweckt. Der Bass vom Soundcheck war so laut, dass die meisten aus unserem Camp davon wach wurden (teilweise trotz Ohrstöpsel).

Der Tag verging relativ schnell und mein erstes Handyakku gab den Geist auf (das Netz war sowieso fast immer überlastet). Ich sah hier und da mal Bands, habe aber die Zeit hauptsächlich im Camp verbracht. Das Wetter war an diesem Tag auch noch sehr freundlich.

Bei Vollbeat bin ich irgendwie von der Mitte aus in die wilde Menschenmenge geraten und bis zur dritten Reihe durchgerutscht. Das Gedränge dort war aber ziemlich heftig. Ich wich recht bald an die Seite aus, war aber auch noch sehr weit vorne. Dort war weniger Gedränge und man konnte an einer Stelle stehen bleiben. Nach dem Konzert war ich dann auch am Ende.

Gesehen: Dead By April, Sepultura, Vogelfrey, Vollbeat

Freitag

Am Vormittag besuchte ich einen Arbeitskollegen und lud mein Handyakku wieder etwas auf.  Später, als ich gerade bei der Vorstellung von Kamelot war, fing es an zu regnen.  Erst ein wenig, dann immer mehr. Ab der Mitte des Konzertes musste ich dann abbrechen, da der Regen zu hart wurde. Ich rannte zum Zeltplatz und als ich ankam war ich durch und durch nass. Ich wartete das Unwetter im Zelt ab. Anschließend war das gesamte Festivalgelände eine einziges Schlammloch. Unser Camp ist zum Glück nicht abgesoffen, nur zwei Zelte hatten kleine Sturmschäden.
Allerdings war ohne gutes Schuhwerk kein durchkommen mehr auf dem Festival Gelände, da überall Pfützen und riesige Mengen losgetretener Schlamm waren. Die Bands die spielten interessierte das natürlich wenig und sie motivierten die Fans weiterhin zum mitspringen, dass der Schlamm nur so flog.

Gesehen: Oomph, Kamelot (halb), Broilers, Boss Hoss, Hammerfall, Leaves Eyes (halb), In Flames, In Extremo (halb)

Samstag

Die Schlammschlacht ging weiter. Mein körperlicher Verschleiß erreichte seinen Höhepunkt. Nicht nur, dass die Körperhygiene im Keller war (da ich zu wenig T-Shirts dabei hatte, musste ich getragenes wiederverwenden) und der Schlamm bis zu den Kien ging, nein auch meine Füße wollten nicht mehr stehen. Sich Konzerte angucken war allein schon wegen den Schlamm ein Kraftakt und ich war eigentlich Donnerstag schon total geschafft. Die kurzen Nächte im Zelt taten ihr übriges. Zwischenzeitlich war ich sogar zum jammern zu schwach. Kraftlos in den Stuhl versunken wartete ich eigentlich nur auf das nächste Konzert zu dem ich mich schleppen wollte. Hatte ich doch den Plan am 23. Wacken genau 23 Bands zu sehen. Irgendwie zog ich das auch durch. Baute nebenbei noch mein Zelt ab (wie die meisten) und schaute den anderen zu wie sie die Reste auf dem Campingplatz fledderten. Meine Fahrgelegenheit hatte den Plan direkt nach Amon Amarth aufzubrechen, da es auch nicht ganz einfach war heile wieder vom Platz herunter zu kommen und bevor alles um Wacken total verstopft, wollten wir mit die ersten sein.

Der Plan ging auf. Zum Teil. Wir fuhren uns relativ schnell fest, da wir beide keine Ahnung hatten, wie man sich auf schlammigen Boden mit einem Auto verhält. Nachdem uns ein großer genervter Trecker aus dem Dreck zog und wir den Schock überwunden hatten ging es dann Richtung Heimat. Pünktlich beim Verlassen des Zeltplatzes brach dann der nächste Sturm los.

Gesehen: Santiano, Paradise Lost, Weto, Six Feed Under, Megaherz, Ingrimm, Amon Amarth

Zusammengefasst: Es war extrem dreckig und verdammt cool. Allein wegen den ganzen Menschen, die ich dort treffe, lohnt es sich nach Wacken zu fahren.  Sonntagnacht habe ich auch auf der völlig überlasteten Metaltix.de Seite verbracht und das XMas Ticket für nächstes Jahr bestellt.

Rockharz 2012

 Mittwoch. Wir saßen im Auto, hatten eine stundenlange Fahrt hinter uns, wir starteten bei bewölktem Wetter, fuhren durch ziemlich harte Schauer und kamen im strahlenden Sonnenschein in die Schlange vor dem Campingplatz. Laut Wetterbericht war die Gefahr, dass dieses Festival ins Wasser fällt, ziemlich groß. Egal. Als wir dann in der dreispurigen Schlange vor dem Campingplatz langsam nach vorne rollten, war ich daher ganz froh, dass die Sonne schien. So froh, dass ich mich direkt mit viel zu viel Sonnencreme gegen Sonnenbrand abgesichert habe.
Ich telefonierte, um die anderen, die in unser Camp sollten, zu finden. Ich ging davon aus, dass sie vor uns in der Schlange waren, letztendlich fand ich sie ein Stück hinter uns.  Als wir endlich auf dem Campingplatz auf einer größeren freien Fläche standen und uns alle gefunden hatten, wurde sich kurz vorgestellt (ich kannte eigentlich nur 2 Personen) und dann zusammen aufgebaut.
Inzwischen waren Wolken aufgezogen und es wurde wieder frischer und dann Regen.
Das Meiste in unserem Camp stand immerhin schon als es anfing. Nach einigen Schauern war das Wetter dann wieder trocken. Ich holte mir noch mein Bändchen und hörte bei einigen kleinen Vorbands rein, allerdings sagte mir davon keine zu. Danach gab es einen gemütlichen Abend.

Am Donnerstag besichtigten wir die “Teufelsmauer” – gerade als wir von der Mauer wieder herunter kamen, fing es an zu gießen. Glücklicherweise konnten wir uns aber bei dieser “Mauer” (Fels wäre hier viel treffender) unterstellen und blieben trocken. Da die Meisten, die hier unterstanden, gut angetrunken waren und auch immer fleißig weiter tranken, war die Stimmung unter dieser Mauer ziemlich lustig – richtige Festival Atmosphäre.
Der Nachmittag gestaltete sich stürmisch, zwischendurch gab es kurz ziemlich harte Böen und eine Unwetterwarnung.
Der Pavillon war dem Wind nicht gewachsen und gab nach. Mein Zelt sicherte ich danach zusätzlich. (Als ich sah wie sehr sich mein Zelt im Wind verbog, wurde ich irgendwie leicht panisch).
Pünktlich zum Abend, als ich die ersten Bands sehen wollte, riss der Himmel dann auf und die Sonne sorgte für einen schönen Abend. Jede Band schrieb es dann natürlich ihrer guten Musik zu, dass die Sonne jetzt da war.
Spät Abends gab es dann noch eine Überraschung, als kurz beide Stromgeneratoren ausfielen und die beiden großen Bühnen im Dunkeln standen.
Gesehen habe ich am Donnerstag: Tanzwut, Pain (zur Hälfte), Oomph! (aus Nostalgiegründen), Sepultra, Hatebreed (bis zum Stromausfall) & zum Schluss Rage.

Am Freitag besuchten wir dann kurz das Dorf um uns ein paar Lebensmittel zu besorgen und  bauten danach einen alternativ Pavillon zwischen den Autos auf mithilfe einer Plane und genug Heringen und Bändern. Der alte Pavillon wurde dazu noch mithilfe von Panzertape wieder aufgebaut. Da hier und da eine Stange fehlte, war er alledings etwa ein Meter tiefer und man konnte gerade drunter sitzen,  deswegen saßen wir meistens zwischen den Autos. Obwohl es bewölkt war und ab und zu regnete blieb ich bei allen Bands, die ich guckte trocken.  Besonders Asp & Blind Guardian waren an diesem Abend die Highlights.
Gesehen habe ich am Freitag: Coppelius, Epica, Asp, Blind Guardian & Deathstars (zur Hälfte).

Irgendwann am Samstag verselbständigte sich dann auch die Plane zwischen die Autos. Das war jetzt aber eh ziemlich egal. Ich war an diesem Tag sowieso mit den Bands beschäftigt und verbrachte nicht viel Zeit im Camp.  Ich wurde dieses mal auch bei 2 Bands etwas nass, was aber nicht weiter schlimm war. Das Wetter lies sich aber aushalten. Allerdings war der Platz  inzwischen ziemlich unbegehbar. Wie gut das meine Festivalschuhe ziemlich guten Halt haben.
Das Highlight war an diesem Abend eindeutig Amon Amarth!
Ich wurde sogar von jemanden, den ich in Hamburg bei einer Schulung kennengelernt habe wiedererkannt, allerdings war ich beim letzten Konzert so müde, dass ich ziemlich perplex bei dem kurzen Gespräch war.

Gesehen habe ich am Samstag: Gernotshagen, Betontod, Deadlock, Tyr (zur Hälfte), Freedom Call, Lacuna Coil, Arch Enemy, Knorkator (schräg von der Seite), Amon Amarth und schließlich Moonsorrow (zur Hälfte) .

Noch zum Festival anzumerken ist, dass ich es mit dem Alkohol wieder nicht hinbekommen habe, und fast durchgehend nüchtern war, außerdem klappt das mit der veganen Ernährung auf Festivals erschreckend gut. :D
In 2 Wochen ist dann auch schon wieder Wacken…