Das Ding mit der nicht veganen Freundin

Meine Freundin lebt nicht vegan. Sie ist nicht einmal vegetarisch. Ich werde von einigen dafür schräg angeguckt. Zum Beispiel meine (vegetarischen) Geschwister verstehen das nicht so richtig. Wie kann ich mit einem Fleischfresser zusammen sein?

Man muss fairerweise sagen, dass meine Freundin nicht die totale Fleisch Fanatikerin ist. Sie gehört eher in die Kategorie „Ich esse eh‘ nicht viel Fleisch“. Sie sagt mir aber ganz klar, dass sie da im Moment nicht drauf verzichten möchte und ich möchte sie zu nichts zwingen. Generell schreibe ich niemand anderen außer mir selbst vor wie er zu leben hat. Wie man sein Leben leben will, muss jeder selbst wissen. Und niemand mag es, vorgeschrieben zu bekommen, wie er zu leben hat. Immerhin akzeptiert sie auch all die kleinen Macken, die ich habe. Da kann ich auch akzeptieren, dass sie beim Essen nicht die selben Ansichten vertritt wie ich. Mal abgesehen davon, ist der Gedanke vegan zu werden bei mir auch sehr langsam gewachsen. Wer weiß also, was die Zukunft bringt. Wenn wir zusammen kochen, kochen wir vegan. Weiterlesen

Tattoo

Ihr lest richtig, ich habe mir ein Tattoo stechen lassen. Lange schon habe ich mit dem Gedanken und immer bin ich am Motiv gescheitert. Ein Motiv, dass ich mein ganzes Leben lang mit mir tragen werde, muss vorsichtig ausgewählt werden. Da ist die Motivwahl mit Abstand das Wichtigste an der ganzen Geschichte. Tattoos bei anderen Menschen finde ich schon eine ganze Weile ziemlich cool. Ich wollte auch einfach gerne die Erfahrung machen, wie es ist, sich ein Tattoo stechen zu lassen und es zu tragen.

Im Februar kam mir ein Gedankenblitz. Auf einmal war mir völlig klar, welches Tattoo ich mir stechen lassen würde. Was sowohl originell, einzigartig und ist und trotzdem schlicht. Etwas was ich mein ganzes Leben lang nicht bereuen könnte. Was sowohl eine persönliche Geschichte trägt, als auch ein Statement für die Welt.

Tattoo

Die Idee war mir den Aufdruck der Ohrmarke meiner Kuh Berta tätowieren zu lassen, auf die Brust, ein Stück über den Herzen. Berta hat mich immerhin fast mein halbes Leben begleitet und hat mich doch ziemlich geprägt. Da bin ich ihr irgendwie ein kleines Denkmal schuldig. Ihre Ohrmarke kann ich ohne Nachdenken zu müssen seit meinem zehnten Lebensjahr auswendig. Eine Nummer die mich so oder so mein ganzes Leben begleiten wird. Die persönliche Geschichte hinter meinem Tattoo. Weiterlesen

Quarks & Kuh

Heute gibt es von mir einen kleinen Programmtipp:
Quarks & Co : Die Kuh – das unbekannte Wesen
„Warum Rinder Namen statt Nummern haben sollten“
läuft am Dienstag den 18. Februar 2014 um 21.00 – 21.45 Uhr auf dem WDR

Das hört sich vom Titel her schon mal sehr vielversprechend an. Vielleicht kann ich auch noch ein wenig über mein Lieblingstier dazu lernen. Ich bin auf jeden Fall gespannt und vielleicht schreibe ich danach noch ein paar Zeilen dazu.

Natürlich ist die Folge anschließend ein paar Monate über diesen Link zu erreichen:

Der Tatortreiniger – Fleischfresser

Fleischfresser war der Titel der aktuellen Folge von „Der Tatortreiniger“. Das ganze ist zwar eine Comedy Serie, aber in den 2 Folgen, die ich bisher gesehen habe, gab es immer ein Thema, was gar nicht so ganz ohne war. Dieses mal ist Scotty der Tatortreiniger auf einer im Rollstuhl sitzenden, frisch getrennten Veganerin getroffen.

Die Folge https://www.ndr.de/unterhaltung/comedy/tatortreiniger/tatortreiniger543.html oder

Die Zusammenfassung:
Drehte sich die Thematik in den ersten Moment eher um die über Vorsichtigkeit seitens Scotty gegenüber der Behinderung Kims (der Veganerin), kamen die beiden relativ schnell auf das Thema vegan. Der Auslöser für die Diskussion war die Trennung von Kims Freund, welcher Kim belogen und hinter ihrem Rücken Fleisch gegessen hat. Kim konfrontiert Scotty mit dem Thema, dieser weiß erst gar nichts damit anzufangen. Kim erklärt ihm was vegan bedeutet und Scotty begreift so langsam was vegan bedeutet. Danach folgt ein Ausflug in die Tierethik und etwas Antispeziesismus. Nachdem keine richtigen Argumente von Scotty kommen und er Kim sowieso schon als Spinnerin abgestempelt hat, flieht er aus der Wohnung und isst demonstrativ vor ihrer Wohnungstür erst einmal ein Wurstbrot. So hätte die Geschichte dann geendet, wäre da nicht der intolerante Nachbar, der sich über die „Verrückte“ auslässt und sowohl über ihren Tieraktivismus als auch über ihre körperlichen Behinderungen herzieht. Weiterlesen

Der unangenehme Teil

vegan

Ich bin vegan. Die meiste Zeit bin ich es gerne. Ich finde es nicht, dass es besonders schwer ist, sich zu Hause vegan zu ernähren. Auch, dass ich nicht in der Kantine auf der Arbeit essen kann, ist für mich kein Problem.

Theoretisch wäre nicht mal Restaurants ein Problem. Ich kann inzwischen ganz gut damit leben, einfach mal auf das Essen zu verzichten, um weniger Umstände zu erzeugen. Leider ist es meistens nicht so einfach und ich muss meine extra Wünsche äußern. Erklären, warum ich dieses und jenes nicht essen. Spätestens bei Honig fehlt mir eine gute Argumentation.

Früher bin ich auf viele mit beiden Armen winkend zugelaufen „Hey guck mal, ich bin vegan“. Inzwischen verstecke ich es immer mehr, um mich nicht immer wieder mit immer den gleichen Fragen zu begegnen und das Unverständnis der anderen spüren zu müssen. Die meisten Menschen, mit denen ich geredet habe sind zwar schon verständnisvoll, trotzdem habe ich oft einen Nachgeschmack nach solchen Diskussionen. Dieser Nachgeschmack wiedermal unangenehm aufgefallen zu sein.

Dann gibt es auch noch diese spezielle Sorte Mensch, die es genau wissen will und mit Gewalt versucht die Schwachstelle im Glauben zu finden. Sie will „gewinnen“ und mich „bluten“ sehen. Es kommt zu den absurdesten Diskussionen. Manchmal sind die Personen, die von vornherein sagen, dass Fleisch eh das Beste auf der Welt ist, die umgänglichsten Menschen. Man lächelt freundlich, sagt nichts weiter dazu und hat seine Ruhe.

Dazu kommt dieser vernichtende Perfektionismus. Das kann will ich nicht essen, weil da ein Hauch von Milch enthalten ist. Das könnte theoretisch nicht vegan sein, aber es steht nichts drauf, also auf gut Glück essen oder sicherheitshalber verzichten? Je genauer man es nimmt, desto anstrengender und unmöglicher wird es, gelegentlich muss man beide Augen zudrücken, um durchzukommen und anschließende Gewissensbisse ignorieren.

„Und wie stehst du zu Tierversuchen für Medikamente?“ – in einer Dokumentation (Penn &Teller Bullshit! – P.E.T.A.) habe ich vor kurzem lernen müssen, dass es ohne Tierversuche viele heute alltägliche Medikamente nicht geben würde. Medikamente die vielen das Leben retten. Ich würde gerne Tieren die gleichen (Grund-) Rechte wie Menschen geben, doch das geht nicht. Man kann wilde (möglicherweise aggressive) Hunde nicht auf den Straßen lassen. Tiere können keine Verantwortung für ihre Taten nehmen, die sie aufgrund ihnen gewährter Rechte begehen. Tiere sollten trotzdem nicht in riesigen Farmen ausgenutzt werden, genauso falsch ist es aber auch sie einfach freizulassen. Trotzdem kann ich das Leben eines Tieres nicht mit dem eines Menschen gleichsetzen.
Es gibt außerdem auch noch einige Menschen, die nicht mal so etwas wie Menschenrechte haben und ich würde lügen, würde ich behaupten, dass ich genau weiß, unter welchen Bedingungen die meisten meiner Klamotten oder Elektrogeräte produziert würden. So oder so aber ein sehr schwieriges Thema für mich, über welches ich auch lange bloggen könnte.

Und da alle Veganer gleich sind und es nur ganz oder gar nicht gibt, muss ich mich für Verhalten und Meinungen anderer rechtfertigen oder bin inkonsequent, was bedeutet, dass es eh total sinnlos ist und ich versuche nur noch irgendwie dem Gespräch auszuweichen.

Zu Recht wird mir das von einigen Personen vorgehalten. Das Problem ist aber hierbei, dass sich diese Personen es oft nicht besser machen oder sich einen Dreck darum scheren. Es geht ihnen nur darum, meinen Glauben anzugreifen.

EDIT: Dumme Sprüche über Veganer im Alltag sind für mich inzwischen so alltäglich, dass ich sie hier gar nicht mehr erwähne. Sowas…

Veggie Regional

vebu logo
Bildquelle: vebu.de

Ein Jahr bin ich nun vegan und ich kannte bisher kaum andere Veganer in der Gegend. Ich habe mich zwar, als ich dem Vebu beitrat, einmal kurz nach Gruppen in der Gegend umgeschaut, allerdings fand ich damals nichts. Auch im Internet habe ich mich nicht weiter in die Richtung vernetzt, hauptsächlich aus Zeitgründen. Da ich auch nur für mich vegan bin, störte mich das auch nicht weiter.

Eines schönen Tages, bekam ich eine E-Mail von einem Vebu Mitglied, welches einen Veggie Stammtisch in Flensburg gründen wollte. Einen Veggie Stammtisch in Flensburg? Hört sich doch nach einer guten Idee an – also bin ich einfach mal zum ersten Stammtisch gegangen, habe mir das ganze angeguckt und einige nette Gespräche mit Meinesgleichen geführt. Der Veggie Stammtisch findet einmal im Monat in Flensburg im Galileo statt. Lässt man ein paar Zutaten weg, haben sie sogar einige vegane Essmöglichkeiten.

Heute war ich zum zweiten Mal da. Insgesamt waren wir mit 5 Personen eine gemütliche Runde von Veganern. Viel mehr kann man bei dem zweiten Treffen von einen neuen Stammtisch nicht erwarten, denke ich. Ein neues Gesicht gab es auch auf dem Stammtisch. Nachdem nach und nach alle eingetrudelt waren und jeder sich ein wenig vorgestellt hatte, wurde bestellt. Das Restaurant ist was Extrawünsche angeht sehr zuvorkommend und hat sogar eine von uns mitgenommene vegane Käsealternative auf die bestellten Pizzen gestreut.

Danach wurde über mögliche Aktionen diskutiert, die wir als neu gegründete Vebu Regionalgruppe  so veranstalten könnten. Eine Flyeraktion oder ein gemeinsamer veganer Brunch waren im Gespräch. Danach wurde dann über alles Mögliche frei diskutiert, u.a. Einstellungen zu Vegetariern, vegane und vegetarische Produkte. Erfahrungen mit den Reaktionen auf Veganer und sogar über nicht vegetarische Partner wurde diskutiert. Rezepttipps gab es natürlich auch.

Auch wenn ich immer noch kein großer Redner bin, hat es Spaß gemacht, sich ein wenig auszutauschen. Mal gucken, wie sich dieser Stammtisch entwickelt. Er findet das nächste Mal am 10. Oktober um 18.00 Uhr im Galileo und danach voraussichtlich jeden zweiten Dienstag im Monat statt, aber das wird nächstes Mal nochmal genauer besprochen. Es waren dieses Mal nur Veganer anwesend, allerdings ist das ein Veggie Stammtisch und damit sind auch genauso Vegetarier erwünscht. Auch Veggie Sympathisanten oder Neugierige sind jederzeit willkommen.

Es gibts auch noch eine Facebook Gruppe über die sich die meisten Veganer aus der Gegend (Flensburg, Schleswig & Norfriesland) vernetzen, sie nennt sich „Veganer zwischen den Meeren“ und hat schon eine ganz ordentliche Mitgliederzahl.

Dicke Veganer (ein paar Gedanken)

Gerade stieß ich via Mausflaus auf einen tollen Offenen Brief.

Er beschreibt sehr gut die Probleme, die dicke Menschen (nicht nur die veganen) in dieser Gesellschaft haben.

Ich hatte das Glück (nichts anderes), dass ich wahrscheinlich genetisch bedingt nicht wirklich zunehme und relativ dünn bin mit etwa 177 cm und 64KG (geschätzt, ich wiege und messe mich nicht oft, habe nicht mal eine eigene Waage). Bei Männern ist der Schlankheitswahn aber nicht ganz so extrem. Hier geht es eher um einen muskulösen (schlanken) Körper. Ich werde deshalb eher als „zu schlank“ angesehen. Natürlich ist daran meine vegane Ernährung schuld (das ich vorher auch so schlank war spielt da keine Rolle).

Ich bin mit meinen Körper so wie er ist zufrieden. Ich weiß nicht ob ich das auch so wäre, wenn ich um die 90KG auf die Waage bringen würde. Ich würde darunter vermutlich seelisch ziemlich leiden, habe ich doch jahrelang das Schönheitsideal schlank eingetrichtert bekommen.

Auch dickeren Menschen bin ich nicht immer nett gegenüber (Ich würde niemanden direkt beschimpfen, aber ich stichele hin und wieder mal ganz gerne). An meiner Einstellung dieser Menschen gegenüber muss ich bestimmt noch etwas arbeiten. Es alles andere als fair ist, über diese Personengruppe in irgendeiner Weise negativ zu denken oder schlimmer noch, sich lustig über sie zu machen.

Deswegen Danke für diesen offenen Brief, er hat meine Horizont schon wieder etwas erweitert und mich für ein neues Thema sensibilisiert. :)

ps: Ja, ich habe gerade eine „Blogphase“.

Veganer Kuchen für Anfänger

Gestern habe ich meinen ersten Kuchen gebacken.  Nagut es war eine Fertigmischung, die man auch Vegan backen konnte.

Zutaten:

– enerBIO Kuchenmischung
– Soja Reisdrink
– Margarine
– Ei Ersatz

Aber ich als  Koch Änfänger bin trotzdem stolz auf meine Leistung: 

pb_kuchen

ps: Beim zurecht schneiden habe ich den Kuchen dann wieder zerstört… Schmecken tut er trotzdem.

2 Jahre Vegetarier – 4 Monate Vegan

Ungefähr um diese Zeit vor zwei Jahren beschloss ich Vegetarier zu werden.
Vor 4 Monaten ging ich dann einen Schritt weiter und wurde vegan.
Ich gehe seit dem ich Vegetarier bin regelmäßig zum Blut spenden. Vor ein paar Tagen war ich das vierte mal in diesem Jahr hin. Man bekommt den Eisenwert beim Blutspenden sofort gesagt, dieser ist für mich einer der Werte, die ich im Auge behalten sollte. Aber in diesen zwei Jahren ist dieser Wert immer zwischen 15,5 und 17g/dl gewesen (was gut ist). Zudem sagte der Arzt das letzte mal zu mir (mit russischem Akzent): „Sie haben Blutdruck, wie Kosmonaut“. Mein Blutdruck war 120 / 80. :D
Auch die letzte Blutuntersuchung vom DRK war in Ordnung.
Vitamin B12 supplementiere ich seit dem ich Veganer bin. Sicher ist Sicher.
Da wäre dann noch Eiweiß, aber ich esse gerne Nüsse & trinke relativ oft Sojamilch (Sojabananenmilchshake ftw!). Gelegentlich gibt es dann auch Tofu. Da sollte ich also auch genug Eiweiß bekommen.
Vitamin D ist eigentlich kein typischer Veganer Problemwert da man diesen durch die Sonne selbst produzieren kann. Gerade im Winter ist dies aber schwierig. Das könnte bei mir ein Problem geben.
Momentan geht es mir körperlich also echt gut.

Nachdem ich 2 Monate Vegan war, ist es Alltag geworden. Ich habe jetzt einen „Einkaufsstandard“ und kenne genug vegane Lebensmittel.
Sobald man außer Haus ist, wird es aber kompliziert. Vegan ist zurzeit noch alles andere als Gesellschaftsfähig.
Deshalb muss man bei sowas immer einen Plan B in der Hand haben (Voressen, Salat, Obst in der Tasche). Das Thema Fastfood hat sich für mich eigentlich erledigt.

Die Reaktionen auf meine Ernährung sind gemischt.
So ganz verstehen kann meine Mutter es nicht, sie unterstützt mich aber trotzdem dabei und backt / kocht vegan für mich.
Mein Vater glaubt nicht das sowas gesund ist, aber es ist meine Entscheidung, also sagt er nicht mehr dazu.
Oma & Opa finden es gar nicht gut, meinen Opa hat es schon nicht gepasst das ich Vegetarier geworden bin (dieser berühmte Generationskonflikt).
In der Regel werden ich von anderen deswegen belächelt, oder höre Aussagen wie „Was du bist Veganer? Dann kannst du ja gar nichts mehr essen!“ + Kopfschütteln.
Gelegentlich gibt es aber auch Menschen die sich dafür interessieren und nachfragen wie dies und jenes ist. Solche Gespräche machen mir dann auch Spaß.

Ich habe aufgehört bei jeder Gelegenheit zu erwähnen, dass ich Veganer bin. Ich will mich damit nicht aufdrängen.
Meiner Meinung nach sollte jeder Vegetarier werden, aber Veganer sollten nur die werden, die es wirklich wollen.
So versuche ich es auch nach außen zu tragen, wobei ich nicht zu den „Predigern“ gehöre.

Alles im Allen läuft es momentan echt gut.

Vegan – der Plan

Ich habe beschlossen mich Vegan zu ernähren. Warum? Eine Vegane Ernährung ist die einzige konsequente Art der Vegetarischen Ernährung. Kühe und ganz besonders Legehennen werden alles andere als Artgerecht gehalten und außerdem geht es um die moralische Vertretbarkeit eine andere Rasse auszunutzen. Für mich ist schon, seit dem ich Vegetarier bin klar, dass ich irgendwann noch einen Schritt weiter gehen muss, irgendwann.

Jetzt (viel früher als ursprünglich angesetzt) ist es soweit. Ich werde spätestens dieses Jahr zu Weihnachten keine tierischen Produkte mehr essen.

Im ersten Schritt werde ich erst einmal Shampoos, Seifen, Schuhe, Kleidung, Medikamente, etc. aufräumen und da alles was irgendetwas Tierisches enthält ersetzen (Natürlich muss ich mir dafür Ersatz ohne irgendetwas Tierisches suchen). Außerdem gucke ich was ich bei meiner alltäglichen Ernährung ersetzen muss (-> Ich brauche einen neuen Frühstücks Aufstrich, selber machen?). Dafür suche ich dann auch noch Alternativprodukte.

Dann kommt die interne Umstellung. Nichts tierisches mehr kaufen, und sobald es möglich ist, zu Hause nur noch Vegan zu essen. Das größte Problem wird es hier selber zu kochen, da ich momentan viel in der Kantine esse. Das geht definitiv nicht mehr wenn ich mich Vegan ernähre.

Im letzten Schritt werde ich dann auch nicht mehr Tierische Produkte essen, wenn ich bei jemanden zu Gast bin.

Bis zum letzten Schritt werde ich nicht an die große Glocke hängen, dass ich mich nur noch Vegan ernähre  (Was ich hier schreibe wird eher weniger von meinem Umfeld gelesen – ist also kein „an die Glocke hängen“) und auch weiter außer Haus Vegetarisch essen. Veganer werden meistens als Spinner abgetan. Diesem „Imageproblem“ werde ich damit solange ich kann einigermaßen ausweichen.

Früher oder später muss ich aber damit leben, dass ich als Spinner betrachtet werde, nur weil ich keine tierischen Produkte esse…

Eine Ausnahme gibt es. Reiten. Ich werde weiterhin reiten, und auch Sattel und Reitausrüstung werden nicht ausgetauscht. Es wäre einfach zu teuer. Sollte ich neue Reitausrüstung kaufen, wird diese aber lederfrei.

Mir ist bewusst, welche Risiken eine Vegane Ernährung hat: Vitamin B12 Mangel ist vorprogrammiert – Wichtig ist daher regelmäßig das Blut untersuchen zu lassen. Ich gehe regelmäßig Blut spenden, da wird mein Blut auch untersucht. Ich denke das reicht fürs Erste.
Natürlich ist klar, dass ich mich weiter ausgewogen ernähren muss, um kein Calcium-, Eisen- oder Eiweißmangel zu bekommen.
Alles in allen denke ich aber es ist möglich sich so zu ernähren und es hilft meinen Gewissen ungemein.

Wer mehr über die Gründe warum ich mich so ernähre erfahren will, sollte mal das Buch „Anständig Essen“ lesen.