Bremerhaven 2022

Am Mittwoch den 25.5 brachen wir spät abends Richtung Seefeld auf. Wir kamen um 2 Uhr nachts auf einem kleinen öffentlichen Parkplatz in der Nähe des Dorfzentrums an und verbrachten dort die Nacht. Am nächsten Morgen schlenderten wir durch das Örtchen und schauten uns eine kleine Mühle an. Danach fuhren wir zum schwimmenden Moor, einem Moor außerhalb des Deiches am Jadebusen, welches bei Sturmfluten immer weiter „wegschwimmt“ und in Zukunft wohl ganz verschwinden wird. Leider war der Bohlenweg durchs Moor gerade gesperrt. Deswegen gingen wir nur an der Küste entlang. Es war allerdings sehr windig und das Wasser war an diesem Tag auch sehr braun und eignete sich nicht für ein Fotoshooting mit den neuen Filtern, die meine Freundin sich gekauft hatte. Insgesamt war diese Sehenswürdigkeit eher etwas enttäuschend. Es ging weiter zum Wanderweg „Naturerlebnispfad Langwarder Groden“. Wir parkten an der St.-Laurentius-Kirche in Langwarder, da die Parkplätze direkt am Wanderpfad alle belegt waren. Von dort aus war es doch schon ein ganzes Stück, welches wir durch den Ort und am Deich entlangliefen, bevor wir am Erlebnispfad ankamen. Dort war es tatsächlich voll, aber dafür gab es tatsächlich zwei Robben zu sehen, die es sich nicht weit vom Wanderpfad bequem gemacht hatten. Einige dutzend Robbenfotos später, machten wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Im Örtchen Fedderwardersiel, welches direkt neben dem Wanderpfad lag, gab es zwar einige Campingplätze, aber die sagten uns nicht zu. Zudem war das Örtchen komplett von Touristen überlaufen, weshalb wir einen Campingplatz in Nordenham ansteuerten. Dieser hatte zwar keine Küche, war aber dafür schön an der Weser gelegen. Wir schauten uns noch die Gegend an, bevor wir den Abend im Camper ausklingen ließen. Abends gab es direkt in der Nachbarschaft des Campingplatzes eine laute Party und es war einiges los. Das Wetter hat den ganzen Tag über mitgespielt und bis auf dem Wind an der Küste war es sehr angenehm. Das Highlight des Tages waren definitiv die Robben.

Am Freitag starteten wir vom Campingplatz aus und fuhren Richtung Bremerhaven. Eigentlich wollten wir direkt ins Klimahaus, aber davor stand eine lange Schlange. Es war sehr windig und es gab gelegentlichen harte Schauern, weshalb ein Stadtspaziergang nicht in Frage kam. Wir retteten uns erstmal in das U-Boot Wilhelm Bauer, welches zu einem Museum ausgebaut war. Anschließend suchten wir ein Restaurant, in dem wir Pizza aßen, bevor wir uns doch noch in die inzwischen deutlich kürzere Schlage vor dem Klimahaus einreihten. Das Klimahaus war sehr voll, bot aber viele interaktive Informationen zu Ländern, die entlang des Längengrades 8° 34′ Ost lagen. „Die Reise“ startete im Isenthal in der Schweiz, welches sich mit dem Thema Gletscher auseinandersetze. Danach ging es nach Seneghe in Sardinien, welches uns die Welt aus dem Blickwinkel eines Insektes zeigte. Anschließend lernten wir in Kanak im Niger viel über die Tuareg. In Ikenge in Kamerun lernten wir anschließend eine ganz andere Kultur kennen, bevor wir im Königin-Maud-Land in der Antarktis tatsächlich froren. Auch in Satitoa in Samoa und anschließend in Gambell in Alaska lernten wir wieder sehr interessante Kulturen kennen. Die letzte Station war Hallig Langeness in Deutschland. Am Ende der Ausstellung wurde nochmal resümiert, wie in Bremerhaven all die verschiedenen Wetterlagen hier in der gemäßigten Klimazone auftreten können. Während der ganzen Reise wurde auch das Klima und der Klimawandel thematisiert. Im World Future Lab wurden gerade die Klimaänderungen in der Zukunft nochmal thematisiert. Allerdings war ich bereits am Ende der Ausstellung so überflutet mit Informationen, dass ich dort nicht mehr allzu viel behalten habe. Die Ausstellung ist sehr umfangreich und sehr interaktiv. Es bietet sich an, sich auf eine Kultur zu spezialisieren. Auch dass jeder Teil sein eigenes Klima hat und man in der Wüste schwitzt und in der Antarktis friert, ist wirklich ein großartiges Konzept. Es lohnt sich auch sich über das Gebäude an sich zu informieren, da es ein interessantes Energiekonzept umsetzt. Allerdings war es auch im Gebäude sehr voll und gerade am Anfang ganz schön eng.

Als wir mit dem Museum durch waren, schauten wir noch kurz an der Bürgermeister Smidt Gedächtniskirche vorbei, bevor wir einen abgelegenen Parkplatz in der Nähe von Franzenburg ansteuerten, um zu übernachten.

Am Samstag füllte sich der Parkplatz mit Feuerwehrleuten. Wir machten einen kleinen Spaziergang durch die Gegend, um festzustellen, dass die Jugendfeuerwehr dort in der Nähe ein Event hatte. Wir fuhren danach weiter zum Wandern zur Küstenheide. Dort war unsere erste Station ein Gehege für die Wisente. Wir hatten auch Glück und konnten einige Tiere beim Grasen beobachten und fotografieren. Da das Wetter gerade trocken schien und wir noch die Koniks (Pferde) sehen wollten, wanderten wir weiter und landeten prompt in einem ziemlich harten Schauer. Mit Regenjacken und Regenhosen waren wir zum Glück aber richtig ausgestattet und danach kam die Sonne auch wieder raus. Trotzdem entdeckten wir die Pferde nur in der Ferne und konnten keine schönen Bilder machen. Die Heide war trotzdem sehenswert und wir sind knapp unter 10 km gelaufen.

Als letzte Station in unserem Kurzurlaub peilten wir Fischerhude an. Dies ist ein kleines Örtchen, in dem sehr viele Künstler ihre Ateliers und Werkstätten hatten. Es gab auch einige schöne alte Gebäude zu sehen, aber das Highlight waren die vielen Tiere, die auf einem kleinen Wanderweg, um das Dorf zu finden waren. Kühe, Pferde mit Fohlen, Esel, Hasen und eine Entenfamilie am Fluss bekamen wir vor die Kameralinse. Auch das Wetter war bei unserem Spaziergang trocken und ein bisschen sonnig. Anschließend aßen wir noch einen Burger in Ottersberg, bevor wir uns auf die Rückreise machten.

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