bpt12 – Kuhjunge war da!

Mittwoch, Mai 2, 2012 Veröffentlicht von

 Momentan bin ich irgendwie in dieses “Piratending” reingerutscht.  Nachdem ich auf gut Glück einfach mal den Stammtisch der Piraten in Flensburg besucht habe, hat mir deren Einstellung auf Anhieb zugesagt. Also bin ich auch gleich einfach mal beigetreten. Seit dem bin ich so gut ich kann dabei.  Ich habe geholfen die Piraten Plakate aufzuhängen und in der Stadt Flyer verteilt. Ich arbeite mich gerade langsam in die vielen Themen der Partei ein und weil es gerade passte war ich auch auf dem Bundesparteitag der Piraten in Neumünster (bpt12) mit dabei.

Dort bin ich dann aus Versehen “Stellvertretende Wahlleitung” geworden und durfte die Arbeit der Wahlhelfer in meinem Block koordinieren. Der Parteitag an sich wahr sehr Interessant. Es wurde viel diskutiert, abgestimmt und gewählt. Dazu mehr HIER.  Die Atmosphäre war der Wahnsinn! Bei dem Hashtag (#bpt12) auf Twitter kam man bei den vielen Tweets gar nicht mehr hinterher. Übernachtet habe ich dann in einer Turnhalle. Ich habe dort sogar einigermaßen durch geschlafen und war am nächsten Tag wieder fit.
Am zweiten Tag wurde ich dann sogar gefilmt.

Ich habe mich unter so vielen gleichgesinnten (es gab auch einige “My little Pony” Fans  und auch den einen oder anderen Veganer, Computerfreaks gab es sowieso) echt wohl gefühlt.

Mal sehen wie sich die Piratenpartei entwickelt. Bis auf weiteres bin ich aber auf jeden Fall Pirat.

Ein treuer Begleiter

Freitag, April 13, 2012 Veröffentlicht von

Das ist die Notebooktasche die ich täglich mit mir herum trageDamals war es nur ein Nebenbeikauf, meine Notebooktasche – heute ist es mein ältester Begleiter.
Als ich mir mein erstes Notebook kaufte, wollte ich mobil sein aber in meinem alten Schulranzen hätte das Notebook bestimmt nicht gepasst. Deshalb musste eine Notebooktasche her. Umhängetaschen habe ich aber noch nie sonderlich gemocht. Ich bin da eher so der Rucksacktyp.
Allerdings hatte ich nach meinen Notebookkauf keinen großen finanziellen Spielraum, also kaufte ich mir für 20€ eine Tasche – “Dicota Bacpac Easy Polyester” – und sie tat ihren Dienst. An ihr gefällt mir, dass sie wahnsinnig viel Platz hat und ein angenehmes Polster auf der Trageseite.
Sie hat außerdem kein großes Eigengewicht, was mir persöhnlich nicht so wichtig ist. Ein 15,4 Zoll Notebook passt ohne weiteres hinein.
Das schwarz weiße, etwas sportliche Design ist schlicht und elegant.

Die Tasche löste meine alte Schultasche von da an ab, eigentlich war es nicht so geplant, aber es ergab sich so – aus Bequemlichkeit. Von da an hatte ich die Tasche eigentlich immer mit wenn ich außer Haus ging. Wenn ich eine Tasche dabei habe, bin ich ruhiger, ich habe das Gefühl alles dabei zu haben, auf alles vorbereitet zu sein. Ich habe die Tasche auch leer mitgenommen, nur mit einer Packung Taschentücher darin. Auf dem Fahrrad bei schlimmsten Wetter habe ich die Tasche komplett durchnässt nach Hause gebracht, bei sängender Hitze (und der unerträglichen Hitze die das Polster dann entwickeln kann) habe ich sie durch die Gegend geschleppt. Im Winter hat das Polster mich auf den vielen Wartestunden am Bahnhof warm gehalten. Auch London haben wir gemeinsam unsicher gemacht. Als ich dann in die Ausbildung ging, brauchte ich mein Notebook seltener mit, die Tasche war trotzdem mein täglicher Begleiter. Nach der Arbeit habe ich auch Einkäufe in die Tasche gepresst bekommen, die eigentlich niemals hineinpassen hätten sollen. Aber irgendwie passte es. Dann wechselte ich das Notebook, aber die Tasche blieb. Im nächsten Sommer war sie dann mit nach Wacken – und überlebte auch das. Selbst heute steht die Tasche noch neben mir.

Inzwischen sieht man ihr aber ihre 3 Jahre an (bei mir wurden Taschen noch nie so viel älter). Die Polster sind dreckig und fusselig, einige Kanten sind ausgefranst, die Reisverschlüsse mürbe und entwickeln ihre ersten macken. Im Inneren blättert das Plastik hier und da ab. (btw. ich glaube ich bade meine Tasche demnächst mal – ich glaube ich habe Sie bis jetzt noch nie gewaschen… – Andererseits darf man so eine Tasche waschen? So wäscht man doch den ganzen Zauber herraus – so wie bei einem Schnuffeltuch).
Ich habe deshalb auch mal ausschau nach einer neuen Tasche gehalten, aber nichts gefunden was meinen Wünschen ensprach.
Das Modell gibt es nur noch selten und überteuert. Alternativen habe ich auch nicht finden können. Ich würde mit dieser Tasche gerne noch studieren gehen, allerdings bin ich mir noch nicht sicher ob sie das schafft. Hoffen wir das Beste. So einen treuen Begleiter gibt man einfach nicht so gerne auf, also wird sie benutzt, bis das Notebook irgendwann unten heraus fällt.

Veganer Kuchen für Anfänger

Sonntag, März 25, 2012 Veröffentlicht von

Gestern habe ich meinen ersten Kuchen gebacken.  Nagut es war eine Fertigmischung, die man auch Vegan backen konnte.

Zutaten:

- enerBIO Kuchenmischung
- Soja Reisdrink
- Margarine
- Ei Ersatz

Aber ich als  Koch Änfänger bin trotzdem stolz auf meine Leistung: 

Kuchen

ps: Beim zurecht schneiden habe ich den Kuchen dann wieder zerstört… Schmecken tut er trotzdem.

Vorbilder

Mittwoch, März 14, 2012 Veröffentlicht von

Auf den Blog von Sibel las ich etwas über Vorbilder.

Wie war das bei mir?

So sah ich im November aus, aktuelleres Bild habe ich nicht.

Ich denke Vorbilder und “Einflüsse” sind für mich ziemlich ähnlich. Es gibt Menschen, die waren für mich Vorbilder, hatten eine gewisse Distanz und ich habe sie bewundert.
Andere waren direkt um mich herum, haben mich täglich beeinflusst, waren aber keine bewussten Vorbilder.
Ich denke ohne Vorbilder zu sein ist genauso wahrscheinlich wie in einer Plastikkugel aufwachsen. Vorbilder sind auch einfach wichtig für die eigene Entwicklung.

Mein erstes nicht elterliches Vorbild war vermutlich ein Onkel von mir. Ich benannte eine Legofigur nach ihm. “Supermanni”.  Warum ich das tat weiß ich heute nicht mehr, ich muss so 4 – 5 Jahre alt gewesen sein (Vielleicht weil ich damals einen Teddybären von ihm bekam den ich sehr mochte). Danach hatte ich vermutlich die üblichen Helden aus den damals üblichen Kinderserien. Sehr prägend war da die Serie Stargate, genauer gesagt der Sarkasmus von Jack O’Neill – den habe ich geliebt und  mir lange Zeit versuch den anzueignen. Allerdings waren meine Vorbilder nicht nur in der Flimmerkiste, nein auch meinen Mathe- + Physik- + Chemielehrer habe ich bewundert. Nicht für seinen Unterricht – in dem war ich allerhöchstens durchschnittlich – Nein, es war seine unverwüstliche Art, seinen Humor der auch eher sarkastisch war und sein Wissen – er wusste alles, hatte alles gemacht und überhaupt. Nebenbei war er wohl der Begründer meines Atheismus – der erste Mensch der über die Kirche schimpfte (nicht über die Religion!) und so habe ich wohl mehr oder weniger selber angefangen das vorgegebene anzuzweifeln und selber drüber nach zu denken. Die nächsten Einflüsse kamen dann aus dem Internet, ich hatte während meiner extensiven WOW Phase (in der ich zeitgleich das erste Mal völlig überfordert auf dem Arbeitsmarkt trieb) ziemlich viele Internetbekanntschaften gesammelt von denen ich auch einige ziemlich bewunderte, zeitgleich übte mein damals bester Freund ziemlichen Metaleinfluss auf mich aus.

Nachdem ich mich in eine schulische Ausbildung gerettet hatte, die sich als Volltreffer erwies kamen zwei Personen in mein Leben, die mich ziemlich beeinflussten. Die eine kannte ich nur aus dem Internet, genannt habe ich sie Gruselmädchen, sie war ein Mensch der mehr als genug mit ihrem eigenen Leben zu kämpfen hatte –  und ich habe trotzdem von ihr geschwärmt, vielleicht gerade deswegen.  Vielleicht weil meine eigenen Probleme gar nicht mehr so schlimm erschienen, vielleicht weil ihr Leben soo viel spannender war als meins, vielleicht auch weil wir einfach wahnsinnig gut über Dinge schreiben konnten. Dinge bei den jeder normale Mensch nur den Kopf geschüttelt hatten. Für sie waren Tiere so etwas wie Menschen und so redeten wir auch über sie, über meine Kuh Berta. Berta ist für mich auch so etwas wie ein Mensch gewesen (so etwas, nicht gleich – aber das Thema sprengt den Rahmen). Alle anderen Tiere jedoch nicht.  Durch Sie wurde ich aber mit dem Thema konfrontiert, nicht beabsichtigt. Ich fing an mich über die Haltung von Tieren zu informieren… den Rest könnt ihr euch denken. Sie verschwand wieder in den Weiten des Internets, die Einstellung blieb.

Das zweite große Vorbild in der Zeit war wohl mein Informatik Lehrer. Ich habe ihn für seine Disziplin, seinen politischen Sachverstand und weil er mir in Informatik so viel wichtige Grundlagen beibringen konnte.  Das wichtigste aber, ich bekam von ihn Anerkennung, ich bekam von ihm öfter mal ein “gut gemacht”. Meinen Vater erzählte er im Vertrauen, dass ich sein bester Schüler sei (Ich war das erste Mal in meinem Leben in irgendwas der Beste!). Mein Vater wich danach von seiner Meinung ab, dass Computer nur Zeitverschwendung wäre. Und dann war  da die Situation, wo ich und mein Vater meinen Informatiklehrer nach einer Klassenfahrt ein Stück mitnahmen. Er erzählte meinen Vater, während meiner Anwesenheit, dass ich in Informatik wirklich etwas kann und dass ich in diese Richtung unbedingt weiter gehen sollte. Dazu entgegnete mein Vater nur, dass heute ja eigentlich fast jeder von den jungen Menschen “gut in Computer” ist.  Ich weiß nicht mehr wie das Gespräch weiter ging. Nur das dieser Satz von meinem Lehrer mir wahnsinnig gut tat.

Berta muss ich an dieser Stelle auch kurz erwähnen, Berta ist eine Kuh und war kein Vorbild. Sie war für mich eher so etwas wie eine beste Freundin. Einer der ich alles erzählen konnte, mit der ich etwas unternahm und die ich regelmäßig besuchte. Sie hatte immer Zeit für mich und hat mich irgendwie auch sehr beeinflusst und deswegen möchte ich sie an dieser Stelle auch nochmal erwähnt haben.

Das war ein grober Überblick über die Vorbilder vor meinem aktuellen Lebensabschnitt.  Über das Hier und Jetzt schreibe ich jetzt nicht, Betroffene könnten mitlesen…

Musik mal anders

Dienstag, Februar 28, 2012 Veröffentlicht von

Wie ihr euch sicher alle denken könnt, bin ich kein großer Chart-Hörer. Normalerweise höre ich ja eher Rock/Metal – irgendwas. Nun bin ich ja seit geraumer Zeit ein Bronie. Die Fangemeinde hier ist mindestens genauso interessant wie die Serie an sich. Es ist ziemlich unglaublich was dort alles geschaffen wird. Videos, Spiele, Bilder und eben auch Musik. Musik in allen Ausprägungen von Pop über 8bit bis Heavy Metal. Es ist alles vertreten.

Viele der  Lieder gibt es gratis zu downloaden oder man kann dafür einen freiwilligen Betrag zu geben. Das finde ich persönlich ziemlich genial, bzw. kenne ich sonst von keiner Band.

Meine persönlichen Lieblinge will ich euch heute mal vorstellen:

Das erste Lied, was ich in diese Richtung gehört habe war von Not A Clever Pony – For the new Lunar Republic. Ich finde es sehr rhythmisch und entspannend. Ich kann bei dem Lied einfach wahnsinnig gut loslassen.
Dann wäre da noch Ken Ashcorp – 20 Percent Cooler- das Lied hat einfach was, auch wenn es so gar nicht in das passt, was ich normalerweise so höre – Hier ist es einfach gut.
Genauso Nightmare Night von WoodenToaster und Mic The Microphone (2 ganz große im Bronie Musikbusiness). Rap höre ich eigentlich gar nicht, auch nicht bei guten Texten.  Dieses Lied ist da die einzige Ausnahme - warum auch immer, ich finde es toll.
Von “Want it, need it” höre ich 2 Remixe, einmal den von MIU ( ihre Stimme geht einfach unter die Haut ) und dann noch das Orchestral Rock Cover (Ich habe einen kleinen Faible für Instrumentale Musik).
Es gibt auch, wie soll man es nennen? PonyCore – Mein Favorit hier ist  Gildas Fight Theme.
Das nur mal als kleine Auswahl.

In den PMV’s (Ich habe gelernt: PMV steht für Pony Music Video) entdecke ich auch immer wieder einige “Perlen”.  Ein bisschen weiter unter diesem Artikel könnt ihr auch eins entdecken. =P Allerdings gibt es da öfters Ausfälle weil sich die GEMA und Youtube immer noch nicht vertragen haben.

Wer braucht den schon Chart Musik, wenn es hier soo viel gute unbekannte  Musik gibt?

Stöckchen

Freitag, Februar 3, 2012 Veröffentlicht von

Heute  habe ich mein erstes Stöckchen an den Kopf geworfen bekommen und zwar von Jason. Normalerweise bin ich ja “Kettenbrief Abbrecher”, allerdings drücke ich bei diesen gesonderten Umständen mal ein Auge zu.

Die Regeln:

1. Verlinke die Person, die dich getaggt hat.
2. Beantworte die Fragen, die dir gestellt wurden.
3. Tagge anschließend 5 weitere Leute.
4. Gib den Personen Bescheid, die getaggt wurden.
5. Stelle anschließend 5 Fragen an die, die getaggt wurden.

1. Wenn du einen taglang ein Superheld sein könntest aber ohne dessen Superkräfte, welcher wäre es und begründe dies in einem stichhaltigen Argument!

Das ist einfach. Iron Man natürlich. Warum? Schaut euch den ersten The Avenger Trailer an. “Ein großer Mann in einer Rüstung. Nimm sie weg. Was bist du dann? – Ein Genie, Milliardär, Playboy, Wohltäter.”
Bleiben genug coole Eigenschaften übrig damit der eine Tag richtig Spaß macht.

2. In welche Comic-, Cartoon-, Anime-, oder Filmfigur warst oder bist du immer noch verliebt?

River Tam.

River Tam, mein absoluter Lieblingscharakter.

3. Wenn du eine Zeimaschine hättest und ein Ereignis in Weltgeschichte ändern könntest (ausser Hitler zu töten) welches wäre das?

Verhindert das Firefly bereits nach einer Staffel abgesetzt wird. Das ist meiner Meinung nach der größte Fehler der Filmgeschichte gewesen und wenn ich die Chance hätte würde ich es mit allen Mitteln verhindern (Dann hätte ich auch noch viel mehr von River sehen können).

4. Papier oder Plastik? Begründe wieso!

Papier – ist schneller biologisch abbaubar.

5. Nenne je ein Land dass, wenn Länder Menschen wären du unbedingt und eins dass du unter keinen Umständen sein möchtest! Erläutere dies in ein paar kurzen Sätzen!

Unbedingt: Neuseeland, dann wäre auf mir “Der Herr der Ringe” gedreht worden. Damit könnte ich dann ganz schön angeben vor den anderen Ländern.
Auf keinen Fall:  Nord Korea  - ist einfach alles andere als schön was da passiert.

Und jetzt zu meinen Fragen:

1)  Welchen Schauspieler würdest du gerne treffen? Und warum?

2)  Wenn du eine Paprika wärst, welche Farbe wärst du?

3)  Wenn du total genervt/gestresst nach Hause kommst, was machst du um dich zu beruhigen?

4) Wo ist der beste Platz im Internet für eine Kuh und warum?

5) Wann hast du das letzte Mal bei dir so richtig aufgeräumt?

Ich zähl mal einfach auf: Meine Schwester, Puttee, Cyrez und Kuh Elsa bekommen das Stöckchen zugeworfen. Eine Nummer 5 habe ich leider nicht.

Ich bin gespannt. :D

PonyKart

Dienstag, Januar 31, 2012 Veröffentlicht von

Momentan bin ich etwas schreibfaul. Deshalb wieder nur ein Video, dieses mal zu einem My little Pony Spiel.

Genial oder?
Momentan ist das einer der 3 Pony Spiele auf die ich sehnsüchtig warte.

Mehr Informationen: http://ponykart.net/

PMV – My Little Diamond Eyes

Mittwoch, Dezember 28, 2011 Veröffentlicht von

Ich finde das Video einfach nur genial!

(Gutes Musik & Ponys, was will man mehr?)

2 Jahre Vegetarier – 4 Monate Vegan

Mittwoch, Dezember 14, 2011 Veröffentlicht von

Ungefähr um diese Zeit vor zwei Jahren beschloss ich Vegetarier zu werden.
Vor 4 Monaten ging ich dann einen Schritt weiter und wurde vegan.
Ich gehe seit dem ich Vegetarier bin regelmäßig zum Blut spenden. Vor ein paar Tagen war ich das vierte mal in diesem Jahr hin. Man bekommt den Eisenwert beim Blutspenden sofort gesagt, dieser ist für mich einer der Werte, die ich im Auge behalten sollte. Aber in diesen zwei Jahren ist dieser Wert immer zwischen 15,5 und 17g/dl gewesen (was gut ist). Zudem sagte der Arzt das letzte mal zu mir (mit russischem Akzent): “Sie haben Blutdruck, wie Kosmonaut”. Mein Blutdruck war 120 / 80. :D
Auch die letzte Blutuntersuchung vom DRK war in Ordnung.
Vitamin B12 supplementiere ich seit dem ich Veganer bin. Sicher ist Sicher.
Da wäre dann noch Eiweiß, aber ich esse gerne Nüsse & trinke relativ oft Sojamilch (Sojabananenmilchshake ftw!). Gelegentlich gibt es dann auch Tofu. Da sollte ich also auch genug Eiweiß bekommen.
Vitamin D ist eigentlich kein typischer Veganer Problemwert da man diesen durch die Sonne selbst produzieren kann. Gerade im Winter ist dies aber schwierig. Das könnte bei mir ein Problem geben.
Momentan geht es mir körperlich also echt gut.

Nachdem ich 2 Monate Vegan war, ist es Alltag geworden. Ich habe jetzt einen “Einkaufsstandard” und kenne genug vegane Lebensmittel.
Sobald man außer Haus ist, wird es aber kompliziert. Vegan ist zurzeit noch alles andere als Gesellschaftsfähig.
Deshalb muss man bei sowas immer einen Plan B in der Hand haben (Voressen, Salat, Obst in der Tasche). Das Thema Fastfood hat sich für mich eigentlich erledigt.

Die Reaktionen auf meine Ernährung sind gemischt.
So ganz verstehen kann meine Mutter es nicht, sie unterstützt mich aber trotzdem dabei und backt / kocht vegan für mich.
Mein Vater glaubt nicht das sowas gesund ist, aber es ist meine Entscheidung, also sagt er nicht mehr dazu.
Oma & Opa finden es gar nicht gut, meinen Opa hat es schon nicht gepasst das ich Vegetarier geworden bin (dieser berühmte Generationskonflikt).
In der Regel werden ich von anderen deswegen belächelt, oder höre Aussagen wie “Was du bist Veganer? Dann kannst du ja gar nichts mehr essen!” + Kopfschütteln.
Gelegentlich gibt es aber auch Menschen die sich dafür interessieren und nachfragen wie dies und jenes ist. Solche Gespräche machen mir dann auch Spaß.

Ich habe aufgehört bei jeder Gelegenheit zu erwähnen, dass ich Veganer bin. Ich will mich damit nicht aufdrängen.
Meiner Meinung nach sollte jeder Vegetarier werden, aber Veganer sollten nur die werden, die es wirklich wollen.
So versuche ich es auch nach außen zu tragen, wobei ich nicht zu den “Predigern” gehöre.

Alles im Allen läuft es momentan echt gut.

Ach, das wird bestimmt halb so wild.

Mittwoch, November 16, 2011 Veröffentlicht von

Es ging darum, wer unser Projekt vorträgt – auf der Betriebsversammlung – vor den ganzen Leuten.
“Nääh, ich ganz bestimmt nicht!”
- “Ich kann das auch nicht…” - “Hm, dann stellt halt niemand von uns dreien das Projekt vor, aber das ist auch doof.” – Wieder einer dieser Momente, mit denen ich mit mir selber kämpfe. Opfere ich mich jetzt für das Projekt, oder lasse ich es bleiben. Auf einer Betriebsversammlung mit ~250 Besuchern vorzusprechen ist so gar nicht mein Ding. Aber wer macht so etwas schon gerne?
Andererseits kann die Erfahrung nicht schaden. Ach, das wird bestimmt halb so wild. -> Jetzt folgt dieser kurze Moment in dem ich innerlich so viel Mut gesammelt habe, dass ich mich für diese Aktion zur Verfügung stelle. Nachdem ich realisiere wozu ich mich da eigentlich gemeldet habe, ist es schon zu spät.

Die nächsten Tage weiche ich dem Gedanken an die Präsentation aus. Irgendwie weiß ich auch gar nicht was ich da erzählen will. Wenigstens habe ich eine akzeptable PowerPoint-Präsentation auf die Reihe bekommen.

Am Tag vorher schreibe ich mir panisch noch einen Text zusammen, aus diesem Text schreibe ich mir Stichpunkte heraus und diese schreibe ich mir auf die Hand. Sicher ist sicher. Irgendwie ist es den Ausbildern und mir noch gelungen, meine beiden Teampartnerinnen zu überreden, mich mit auf die Bühne zu begleiten. Beide versichern mir aber mehr als einmal, dass sie kein Wort sagen, nicht mal ihren Namen.

Wir betreten den Kinosaal, ich habe inzwischen aufgehört mitzuzählen wie oft mir Personen gesagt haben, dass ich das schon schaffe und dass es halb so schlimm ist. So ziemlich jeder hat einen guten Rat für mich. Ich habe bereits Schwierigkeiten meine Stichpunkte im Kopf zu behalten, wie soll es da denn mit den ganzen Ratschlägen funktionieren. Ich bin ein wahrer Profi darin mich selbst unnötig unter Druck zu setzten.Es beginnt, meine Folie kommt irgendwann in der Mitte. Also muss ich solange nur ruhig auf dem Stuhl sitzen bleiben und warten – mal kurz umdrehen wie viele im Raum sind – Viele. 362 verschiedene Sitzpositionen später werde ich dann aufgerufen.
Mein ganzer Körper vibriert. Tunnelblick. Ich stelle mich ans Rednerpult, für die Notizhand ist es zu dunkel. Glücklicherweise habe ich auch einen Zettel mit Stichpunkten dabei. Das zittern wird immer wilder. Dann geht alles ziemlich schnell. All die tollen Worte die ich mir vorher ausgedacht habe sind weg, jedes einzelne. Ich kann mich nicht konzentrieren, so viele beobachten mich, aber ich habe gar keine Zeit sie anzuschauen. Alles was ich weiß sind die Stichpunkte auf meinen Zettel. Meine Schrift kann ich so schnell nicht ganz entziffern. In meinem Kopf geht es kreuz und quer. Ich beginne mit dem Erzählen. Nach einer etwas hakenden Einleitung werde ich dann auch noch vom PowerPoint-Wächter verwirrt (Er wollte mir sagen, dass ich die PPT Folie auf dem Notebook sehen kann und nicht auf die Leinwand schauen brauche, diese Information überfordert mich in diesem Moment total.)
Was ich dann gesagt habe weiß ich nicht mehr, irgendwie hangle ich mich gerade von Punkt zu Punkt, sortiert nach Lesbarkeit. Zwischendurch werfe ich ein, dass ich etwas nervös bin um Zeit zu gewinnen.
„Die gut aussehenden Mädels an meiner Seite und Ich“beginne ich den nächsten Satz – der ganze Raum jubelt, neben mir werden zwei Personen gerade sehr rot und ich kann einige Sekunden Luft holen.Ein paar Sätze später ist es dann auch schon vorbei, ich lasse mir von ein paar Ausbildern und anderen Personen ein “gut gemacht” zuwerfen und eile zu meinen Platz, den Rest um mich herum nehme ich schon gar nicht mehr wahr.
Ich sinke in meinen Sitz.