Ein Jahr Lübeck

TL;DR: Ich lebe noch & mir geht es gut. Eigentlich sogar ziemlich gut.

Und schon bin ich ein Jahr am Studieren. Dafür, dass ich mich früher zu blöd zum Studieren hielt, läuft es eigentlich ganz gut. Ich bekomme BAföG und kann mich deshalb voll um mein Studium kümmern. Da ein Studium weniger Zeitintensiv als eine Ausbildung ist, habe ich sogar einiges mehr an Freizeit.

Rotes Kalb

Das Rote Kalb – Symbolbild für alles gerade.

Der Campus ist hübsch und nicht weit von der WG. 20 Minuten zu Fuß. Meine tägliche Dosis frische Luft. Die Mensa bietet ab und an ein veganes Gericht an. Die Räume der FH sind chronisch überbelegt. Trotzdem schaffe ich es, mir den Stundenplan einigermaßen zurechtzulegen. Seit einer Weile habe ich sogar einen Nebenjob, nicht des Geldes wegen, sondern weil ich gefragt wurde. Eine weitere Anekdote die sich gut im Lebenslauf macht. Weiterlesen

MPS Öjendorf 2014

Dieses Jahr hat sich für mich kurzfristig die Gelegenheit ergeben, wieder mal beim MPS in Öjendorf vorbei zu schauen.
Ich habe erst meinem Kumpel „B“ besucht und anschließend sind wir um die Mittagszeit auf dem Gelände angekommen. Erst irrten wir etwas auf dem Platz herum auf der Suche nach ein paar Bekannten. Es dauerte nicht all zu lang, da waren wir schon zu fünft. MPS Oejendorf 14
Ich habe unter anderem meine Festivalbekanntschaft Svenja (Wir haben uns im letzen Jahr auf jedem Festival + MPS, auf dem ich war, getroffen) wiedergesehen. Allerdings trennten sich unsere Wege relativ schnell wieder und ich war weiter mit B unterwegs. Wir guckten uns das Ritterturnier und anschließend das Bruchenball Turnier (Ein Bewegungs- / Kampfspiel, sehr unterhaltsam) an. Ein wenig später fing es an zu regnen. Wir flüchteten uns unter ein paar Bäume und blieben einigermaßen trocken. Der Regen klang relativ schnell wieder ab und wir trafen beim Schlendern über den Mittelaltermarkt wieder sehr viele Bekannte von B. Zwischenzeitlich waren wir dann 15 Leute und mehr, u. a. Auch meine Schwester und mein Bruder. Die Gruppe verlor sich aber relativ schnell, weil wir unterschiedliche Pläne hatten. Trotzdem kamen wir auf dem Markt nicht so richtig voran, weil ständig irgendjemand irgendjemanden traf, den er kannte und anschließend wurde gestanden und geredet.
So hatte ich aber auf jeden Fall die Gelegenheit jede Menge neue Menschen kennenzulernen. Während der ganzen Zeit habe ich fleißig Fotos gemacht. Ich habe bisher nicht so viele Gelegenheiten gehabt mit meiner Kamera Fotos zu machen, weshalb ich es mal riskiert habe, meine Kamera mit zu bringen.

Zum Abend hin kamen wir dann auch langsam zu ein paar Konzerten. Unsere Gruppe bestand zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur noch aus meiner Familie. ( B gehört für mich fast auch dazu), wobei wir später wieder ein paar von den anderen wieder trafen. Bei der Rückfahrt verpassten B und ich leider die letzte S-Bahn. Wir fuhren so weit wir konnten in die Richtung der Wohnung B‘s und nahmen uns für das letzte Stück ein Taxi, was aber trotzdem relativ teuer wurde.

Insgesamt war es ein ziemlich teures Wochenende, welches sich aber trotzdem auf jeden Fall gelohnt hat.
Ich habe allerdings noch nie nur so wenig Bands auf dem MPS gesehen. Gesehen habe ich Omnia und Saor Patrol.

Mera Luna 2014

Vor einer Weile habe ich mit meinem besten Kumpel beschlossen, dass ich mit ihm auf das Mera Luna besuche. Ich bin erst mit dem Bus (und meinem ersten Handy Bahnticket) nach Hamburg gefahren. Mit einer Freundin von ihm haben wir uns mit dem Auto auf nach Hildesheim gemacht. Die Anreise war Freitagabend und der Verkehr war akzeptabel. Das Mera Luna war auch das erste Festival, auf dem wir das Auto nicht mit auf den Campingplatz fahren durften. Relativ weit vorne waren Bekannte von meiMera Luna 2014nem Kumpel, die uns einen Platz freigehalten haben. Das Highlight am Freitag waren definitiv die Mäuse, die sich in Löchern unter unserem Tisch einquartiert hatten. Diesen konnte ich sogar ein Kleeblatt hinhalten, welches die Mäuse dann mir von der Hand fraßen. Wir haben uns in unserem Camp auf jeden Fall eine Weile über die Mäuse amüsiert.

Am  Samstag habe ich mir dann insgesamt 9 Bands angesehen. Von Marilyn Manson war ich etwas enttäuscht. Er hat sich nicht wirklich Mühe bei seinem Auftritt gegeben, randaliert und das Gesungene klang auch nicht besonders gut. Zu dem war sein Hemd 2 Nummern zu klein. Ich habe mir aber sagen lassen, dass die meisten Auftritte von Manson wohl so ablaufen sollen. Dafür waren die restlichen Bands wirklich gut.

Am Sonntag habe ich mir dann 5 Bands angesehen. Generell ist mir aufgefallen, dass das Festival sehr sauber war. Bzw. mit Abstand das sauberste Festival, auf dem ich je war. Dazu gibt es auf so einem Gothic Festival schon sehr viel und sehr interessante aufgetakelte Personen. Es gab also jede Menge zu sehen. Auch das Camp war sehr sympathisch und ich habe einige neue Menschen kennengelernt. Ich bin von Freitag bis Sonntag mit einer Akkuladung meines Handys ausgekommen.
Wenn es sich einrichten lässt, bin ich im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder da.

Samstag: Meinhard,  Ignis Fatuu, Sündenklang, Lacrimas Profundere, Stahlmann, Asps von Zauberbrüdern, Subway  to Sally, Marilyn Manson, Within Temptation
Sonntag: Euzen, Feuerschwanz (halb), Letzte Instanz, Faun, Hocio (halb), In Extremo

With Full Force 2014

with full force bildDieses Jahr bin ich mit einem Kommilitonen, einer Freundin von ihm und einen weiteren Kommilitonen von uns zum Full Force Festival aufgebrochen. Der Termin ist zwar etwas ungünstig gewesen für mich, da ich bald Prüfungen habe, aber das Rockharz Festival liegt noch viel ungünstiger und Wacken ist mir dieses Jahr zu teuer. Deshalb bin ich dann einfach mal mit zum Full Force Festival gekommen.

Den Abend davor war ich bis etwa 3 Uhr nachts wach und habe etwas für das Studium in Assembler programmieren müssen. Am Freitagmorgen um 7 Uhr sollte ich an meiner Haustür abgeholt werden, was sich aber 1,5 h verschob, da die Fahrerin verschlafen hatte. Aufgestanden bin ich trotzdem um 6:30. Als ich dann um halb 9 aus meiner WG stürmte, vergaß ich direkt mein Smartphone in der Fensterbank (ich wollte es bis zur letzten Minute am Ladegerät lassen). Als es mir denn einfiel, waren wir schon zu weit weg, und ich hatte sowieso ein einsatzbereites klassisches Mobiltelefon in der Tasche. Also war das eigentlich kein Beinbruch, nur ärgerlich. Weiterlesen

Organisation

Vor 6 Jahren habe ich eine DVD gekauft. Diese DVD habe ich vor 2 – 3 Jahren weggeschmissen. Die Rechnung dieser DVD habe ich immer noch in einem Aktenordner griffbereit.

AktenordnerIch konnte mich schon immer gut selbst organisieren. Ich bin durchgeplant und denke auch immer an Morgen und halte mir gerne einen Plan B in der Hinterhand. Die Rechnung dieser DVD ist einer meiner ersten Rechnungen, die ich abgeheftet habe. Mir sind danach auch noch mal ein paar Rechnungszettel verschwunden, allerdings ist das seit dem ich ausgezogen bin eigentlich sehr selten geworden. Inzwischen habe ich 2 große volle Aktenordner mit dem Papierkram, der sich seit 2008 so angesammelt hat. Natürlich kategorisiert abgeheftet.

Meine aktuelle Einteilung momentan ist: Weiterlesen

Kuhjunge rettet die Welt

Heute möchte ich euch etwas dazu erzählen, wie ich versuche, mit wenig Aufwand, ein paar Menschenleben zu retten.

Blutspende:

Blut ist bis zum heutigen Tage noch nicht synthetisch herstellbar, weshalb man bei Blutkonserven auf Blutspenden angewiesen ist. Meine Eltern gehen gelegentlich BluPortemonnaiet spenden. Ich fand diese Idee als Kind cool und wollte damals unbedingt meine Blutgruppe wissen (Ich habe B Pos.). Deshalb habe ich, kurz nach dem ich 18 Jahre alt geworden bin, meine Mutter zum Blut spenden begleitet. Seit dem bin ich regelmäßig Blut spenden. Insgesamt habe ich bereits 13 mal Blut gespendet. Die Nadel ist zwar immer noch unangenehm, aber trotzdem ist es ein einfacher Weg etwas Gutes zu tun.

DKMS (Deutsche Knochenmarkspendedatei):

Ich bin bei der DKMS seit ein paar Jahren registriert. Deshalb kann es passieren, dass ich irgendwann von der DKMS Bescheid bekomme und Knochenmark spenden gehe, um ein Leben zu retten. Sollte es tatsächlich mal passieren, dass ich mit einer Knochenmarkspende ein Leben retten kann, würde mich das sehr freuen. Die Strapazen, die ich für eine Knochenmarkspende auf mich nehmen müsste, sind für mich in dem Moment, wo ich ein Leben retten kann, auch völlig egal. Laut Website sind diese auch eigentlich halb so wild.
So ein Eintrag beim DKMS ist übrigens keine Kunst, man kann sich kostenlos ein Kit bestellen. In diesem Kit ist ein Wattestäbchen, was man einmal richtig schön vollsabbern darf und dann wieder zurückschicken muss und schon ist man eingetragen.
Ich bin zudem einmal etwas genauer typisiert worden, weil es gar nicht so unwahrscheinlich ist, dass ich tatsächlich in meinem Leben einmal Knochenmark spenden darf. Deshalb wurde ich in einer Art Bereitschaftsliste aufgenommen. (Info: http://www.dkms.de/de/spender-werden)

Organspende:

Zu guter Letzt habe ich noch einen Organspenderausweis im Portemonnaie. Sollte ich tatsächlich einmal das Pech haben Hirntod diagnostiziert zu bekommen, möchte ich meinen Verwandten diese schwere Entscheidung abnehmen. Ich vertraue den Ärzten schon so weit, dass sie wissen, was sie tun. So kann ich wenigstens noch ein letztes mal ein paar Menschen das Leben wirklich vereinfachen oder vielleicht sogar retten.

Gerade ein DKMS Eintrag und ein Organspenderausweis sind sehr kleine Maßnahmen, die eines Tages einmal eine große Wirkung haben könnten und eigentlich jeder machen sollte. Einmal im Jahr Blutspenden bringt auch niemanden um.

Warum das Ganze? Vielleicht passiert es ja eines Tages, dass ich nicht so viel Glück im Leben habe und auf einmal eine Blutspende, Knochenmark Spende oder Organspende brauche um weiterleben zu dürfen. Und da ich hoffe, dass ich dann auch Hilfe bekomme, biete ich diese Hilfe jetzt anderen Menschen an.
Achja, wenn einer meiner Leser einen Tipp für mich hat, wie ich noch mit relativ wenig Aufwand viel erreichen kann, dann bin ich dafür offen. Einfach in die Kommentare damit. :)

Tattoo

Ihr lest richtig, ich habe mir ein Tattoo stechen lassen. Lange schon habe ich mit dem Gedanken und immer bin ich am Motiv gescheitert. Ein Motiv, dass ich mein ganzes Leben lang mit mir tragen werde, muss vorsichtig ausgewählt werden. Da ist die Motivwahl mit Abstand das Wichtigste an der ganzen Geschichte. Tattoos bei anderen Menschen finde ich schon eine ganze Weile ziemlich cool. Ich wollte auch einfach gerne die Erfahrung machen, wie es ist, sich ein Tattoo stechen zu lassen und es zu tragen.

Im Februar kam mir ein Gedankenblitz. Auf einmal war mir völlig klar, welches Tattoo ich mir stechen lassen würde. Was sowohl originell, einzigartig und ist und trotzdem schlicht. Etwas was ich mein ganzes Leben lang nicht bereuen könnte. Was sowohl eine persönliche Geschichte trägt, als auch ein Statement für die Welt.

Tattoo

Die Idee war mir den Aufdruck der Ohrmarke meiner Kuh Berta tätowieren zu lassen, auf die Brust, ein Stück über den Herzen. Berta hat mich immerhin fast mein halbes Leben begleitet und hat mich doch ziemlich geprägt. Da bin ich ihr irgendwie ein kleines Denkmal schuldig. Ihre Ohrmarke kann ich ohne Nachdenken zu müssen seit meinem zehnten Lebensjahr auswendig. Eine Nummer die mich so oder so mein ganzes Leben begleiten wird. Die persönliche Geschichte hinter meinem Tattoo. Weiterlesen

Das Ding mit den Zähnen II

Die Vorgeschichte kann man hier nachlesen.

Ich habe durch den Umzugsstress und den Studienbeginn die ganze Zahngeschichte auf die lange Bank geschoben, mit der leisen Hoffnung, dass sich mein Kieferknochen von selbst etwas erholt. Leider tat er das nicht. Die Prothese hingegen hat sich im Alltag bewährt, sie ist pflegeleicht, hält gut und es fällt wirklich niemanden auf, dass man sie trägt. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hatte ich auf jeden Fall keinerlei Probleme mit meiner Prothese.

Röntgenbild Kiefer

Im Januar habe ich dann ein 3D Röntgenaufnahme von meinem Kiefer machen lassen. Dort wurde dann das ganze Ausmaß des Schadens der Zyste sichtbar. Es war in der Front eine dünne Knochenwand erhalten geblieben, die meinen Knochen gar nicht so schlimm auf normalen Röntgenbildern aussehen lies. Dahinter fehlte der Knochen aber völlig, und zwar bis zum Nasenboden. Dort war wirklich gar nichts.
Auch der Kieferchirurg unterschätzte die Lage etwas, als er bei mir die Knochentransplantation machte. Zur Knochentransplantation,

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Magnetimplantat

Es passierte, als ich eine Folge vom Elektrischen Reporter sah. Es wurde das Magnetimplantat von Rin gezeigt. Von diesen Moment an war mir klar, dass ich so etwas auch haben wollte. Ich machte mich über das nächste Studio schlau in welchen man sich so ein Magnetimplantat setzten lassen konnte (Welches Naked Steel in Berlin war) und las mir viele Erfahrungsberichte durch.

Magnet ImplantatAllein der Gedanke, dass ich mir für etwa 200€ einen neuen Sinn einbauen lassen konnte, faszinierte mich sofort. Zudem fand ich es auch einfach total cool, eine Magnetsuperkraft zu haben und kleine Geldstücke und Metallgegenstände einfach mit meinem Finger anheben zu können.
Außerdem ist es ein kleiner Testlauf, in den nächsten Jahrzehnten werden Implantate immer mehr kommen. Dieses Implantat ist noch eine relative harmlose Spielerei, aber trotzdem eine Erfahrung, die in diese Richtung geht. Wer weiß, wie man seinen Körper noch funktional erweitern kann in der Zukunft…

Trotzdem musste ich noch etwas mit dem Implantat warten, da das Studio zu dem Zeitpunkt gerade die Magneten ausgegangen waren und die Nachlieferung auf sich warten lies. Eineinhalb Monate später setzte ich dann meinen Plan mit einem Tagestrip nach Berlin um. Weiterlesen