Kuckucksoma – so wurde unsere Uroma von uns Kindern genannt. Sie hieß so, weil sie eine Kuckucksuhr besaß. Für uns kleine Kinder war der Kuckuck bei dieser Uhr immer das größte Event wenn meine Eltern zum Kaffee und Kuchen essen bei ihr waren. Und weil wir den Kuckuck in der Uhr so toll fanden, wurde sogar extra für uns die Uhr etwas vorgestellt, damit wir den Kuckuck gleich nochmal sehen konnten.
Aber nicht nur das verbinde ich mit meiner Uroma, auch an ihre riesige Legokiste erinnere ich mich noch. Zuhause besaßen wir so etwas nicht, vermutlich wären bei uns die ganzen kleinen Legoteile auch sehr schnell abhanden gekommen und im ganzen Haus verstreut gewesen. Aber bei Kuckucksoma, da waren sie immer schön ordentlich in einer Kiste. Am liebsten habe ich damals Trecker gebaut und meinen Geschwistern die Reifen geklaut.
Jedes Jahr beim Rummelpottlaufen war ihr Haus ein Pflichtbesuch, da spielte es überhaupt keine Rolle, dass sie ziemlich weit außerhalb des Dorfes lebte. Wir Kinder sangen dann immer extra laut, weil Oma Kuckuck mit ihrem Hörgerät ja nicht mehr ganz so gut hören konnte.
Bei meiner Uroma habe ich auch als ich älter war Rommé spielen gelernt. Nicht mit den Karten, sondern mit Spielsteinen. Erst hatte ich die Taktik mir die Spielsteine vorher anzusehen, bevor ich sie auf mein Brett nahm, was aber leider nicht ganz Regelkonform war.
Später, als ich älter war, liebte ich es, dass ganze Spielfeld umzugraben und so viele Steine so umzusetzen, bis ich meinen letzten Stein in einem letzten riesigen Spielzug loswerden konnte.
Kuckucksoma hatte so ihre Schwierigkeiten immer nachzuvollziehen, welchen Stein nun wo hingesetzt hatte. Nicht selten, musste ich aber auch alles wieder zurück basteln, nur weil ich den letzten fehlenden Stein nirgendswo fand.
Mit ihr zu spielen, hat mir damals auf jeden Fall richtig Spaß gemacht.
Dann kam der Schlaganfall. Das ist jetzt etwas mehr als 3,5 Jahre her.
Ich habe sie seit dem Schlaganfall nur ein mal direkt nach dem Unfall besucht. Das was ich da im Krankenhaus sah, war nicht mehr Kuckucksoma, so wie ich sie kannte. Es waren Bruchstücke von ihrem Geist und ein mitgenommen aussehender Körper. Sie erkannte mich nicht beim ersten Versuch, ein richtiges Gespräch mit ihr war nicht mehr möglich. Es war eine schrecklich bedrückende Atmosphäre.
Vielleicht habe ich mich deshalb nicht mehr zu ihr getraut…
In Erinnerung wird mir aber die Uroma bleiben, die ich nur mit Ach und Krach im Rommé schlagen konnte, die immer mit ihrem leicht plattdeutschen Akzent munter erzählte und für uns sogar ihre Kuckucksuhr vorstellte und mit uns in ihrem kleinen Gartenhäuschen Kuchen aß.
Als ich jetzt von ihrem Tod mitbekam, war das eher eine Zurkenntnisnahme als Trauer bei mir. Gefühlt ist Kuckucksoma vor 2,5 Jahren aus meinem Leben verschwunden, damals habe ich getrauert, heute trauere ich nicht mehr. Trotzdem werde ich mich morgen bei der Bestattung noch ein letztes mal von ihr verabschieden.
Das war es nun. Meine Kuh Berta ist heute mit 10 Jahren gestorben.
Sie ist nicht plötzlich gestorben, es ging ihr schon seit Monaten nicht mehr gut. Das letzte Kalb was sie bekommen hat, war zu viel. Ich habe mich die letzten Drei Wochenenden von meiner Kuh jedes Wochenende verabschiedet. Gestern wusste ich sehr sicher, dass ich sie das letzte mal streichle.
Sie konnte seit 2 Wochen nicht mehr richtig alleine aufstehen, seit einer Woche nicht einmal mehr mit Unterstützung, Samstag hat sie dann angefangen schlecht zu fressen und als ich Sonntag bei ihr war hob sie kaum noch ihren Kopf. Bevor sie anfängt vor sich her zu vegetieren und unnötig zu leiden wurde sie dann heute eingeschläfert.
Als ich dann die Bestätigung bekam, dass es das jetzt war, war es wie ein dumpfer Schlag in den Magen. Es tut weh, nicht so schlimm, dass ich ihn nicht ertragen könnte, aber dieser Tag ist trotzdem gelaufen.
Wäre der Tot plötzlich gekommen, hätte es mich vermutlich mehr mitgenommen. Allerdings habe ich auf diesen Tag die letzten beiden Wochen gewartet, es hat also auch etwas erlösendes. Mein Haustier muss jetzt nicht mehr leiden.
“Was guckst du den für Serien auf englisch?”
“My little Pony, Gravity Falls …” entgegne ich.
Kurze Stille.
Meine beiden Arbeitskollegen gucken sich kurz verdutzt an. Sie wollen nicht so recht begreifen was sie da gerade gehört haben.
“My little Pony? Das ist doch eine Serie für kleine Mädchen.”
“Nicht nur…” entgegne ich etwas hilflos.
Danach begann das Gelächter.
We live in a society where saying that something is for girls is the equivalent to saying that something is stupid, or saying that something isn’t worthwhile. I think that’s awful and I think that kind of attitude needs to be changed. – Lauren Faust
Am Samstag war ich mit Freunden in in der Großen Freiheit in Hamburg zu einem Konzert von der aktuellen Tour von Sabaton.
Es spielten an diesem Abend Eluveitie und Wisdom als Vorbands. Da das Konzert sehr pünktlich begann und wir spät dran waren, bekamen wir nur das letzte Lied von Wisdom mit, was aber auch nicht weiter schlimm war.
Unser Fahrer hatte ein paar Probleme mit dem Verkehr und den Straßen in Hamburg. Das führte dazu, dass wir einige Male nicht die Straße nahmen, die wir hätten nehmen sollen. Schließlich fanden wir dann doch einen Parkplatz. Wir mussten dann allerdings 20 Minuten zur Großen Freiheit laufen. Was zu einer leicht verspäteten Ankunft führte.
Wir kamen dann während Wisdom an, und hörten die letzten beiden Lieder der Band, deswegen kann ich zu dieser Band nicht viel sagen.
Dann begann Eluveitie mit ihrem Konzert. Es ging etwa eine Dreiviertelstunde und war ziemlich cool. Es wurde hauptsächlich vom neuen Album gespielt. Ich war eigentlich hauptsächlich wegen Eluveitie da, da ich diese Band lieber höre als Sabaton. Deswegen dachte ich, dass Sabaton den Auftritt von Eluveitie gar nicht toppen konnte. Ein Irrtum.
Kurz nach 8 begannen Sabaton dann mit ihrem Konzert. Sie spielten dieses mal ohne einen Keyboarder. Warum sie keinen hatten, haben sie nicht erwähnt, vermutlich noch ein paar Nachwirkungen davon, dass Sabaton sich vor einer Weile komplett neu formiert hat oder der Keyboarder war einfach krank. Aber das tat dem Konzert keinen Abbruch, der Frontsänger hat gleich von Anfang an eine sehr gute Show auf der Bühne gemacht und es ordentlich krachen lassen (an dieser Stelle war ich sehr froh, dass ich Ohrstöpsel dabei hatte, alles andere hätte mich wieder viel Hörleistung gekostet).
Statt “Sabaton, Sabaton” wurde dann “Noch ein Bier, noch ein Bier” vom Publikum gebrüllt. Der Frontsänger machte da natürlich mit, trank das Bier aber nicht selbst, sondern gab es dem Publikum und stoppte die Zeit, die gebraucht wurde, um das Bier auszutrinken. Wir haben es leider nicht geschafft Stuttgart zu schlagen. Trotzdem haben diese und einige andere Aktionen kombiniert mit guten Gags zwischen den Liedern verdammt gute Laune gemacht.
Irgendwann nach 22 Uhr war das Konzert schließlich zu Ende. Nachdem ich mich mit meinen Freunden im üblichen Gedränge nach draußen gekämpft hatte, begannen wir den Heimweg.
Alles in allem also ein sehr gelungender Abend. Das Ticket war sein Geld also absolut wert. Deshalb werde ich mir Sabaton vermutlich auch in Wacken 2013 wieder ansehen.

Am Samstag war ich auf dem dritten Landesparteitag der Piraten in diesem Jahr.
Er fand in Hendstedt Ulzburg (nicht weit von Hamburg) statt.
Es wurden unter anderem das Schiedsgericht und die Beisitzer gewählt und eine Menge Anträge abgestimmt. Der Parteitag ging über 2 Tage. Da ich aber am Samstagabend zu einem Konzert sollte und es keine Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort gab, war ich nur am Samstag anwesend.
Auf dem Parteitag, habe ich wieder viele neue Piraten kennen gelernt. Meine Followerzahlen bei Twitter leicht erhöht und politisch konnte ich auch hier und da etwas dazu lernen.
Ich hoffe, dass ich das nächste mal den Parteitag in voller Länge genießen kann.
Mehr Infos zum Parteitag, kann man hier nachlesen.
Ich bin auf einer Mittelalter Party, irgendwo in Hamburg. Es ist laut, viele fremde Menschen, man kann sich nicht in normaler Lautstärke unterhalten, irgendwo in irgendeinem großen halbhellen Raum ohne Fenster. Vermutlich läuft das so in jeder Disco ab.
Wenigstens sollte ich da kaum „aus Versehen“ Personen aus meinem Umfeld treffen, abgesehen von meinen Freunden, von denen ich eingeladen wurde. Ich tanze nicht – vielleicht könnte ich es ja, vielleicht würde mich dabei niemand beachten – die Angst, dass es einer der größten Katastrophen in meinem Leben werden könnte ist aber größer, aber ich kann hier niemanden erzählen, dass ich bestimmt ein paar Therapiestunden brauche um mich auch eine Tanzfläche zu trauen, zu groß ist das Trauma aus dem Sportunterricht in Zeiten, als mein Freundeskreis an einer Hand abzuzählen war.
Das ich an diesen Ort verkehrt bin muss doch offensichtlich sein, oder?
Im Laufe des Abends, ich bin zu geizig, um mir mehr als ein Bier zu kaufen und deshalb relativ verklemmt, kriege ich dann doch noch ein paar Gespräche auf die Reihe. Die laute Musik macht es einen nicht einfach und ich empfinde es alles andere als gemütlich, aber so schlafe ich wenigstens nicht ein. Bei einem hübschen Mädchen, bei dem ich mich selbst als absolut chancenlos sehe, spreche ich das Thema Ponys an, diese war Informatikerin und deshalb mit dem Thema vertraut, außerdem war sie eine Person, die so gar nicht auf „süßen Kram“ wie Ponys usw. steht. Das Gespräch endete relativ schnell nach dieser Thematik.
Ein Freund hat mitgehört, zog mich danach an sich heran und sagte zu mir „Keine Ponys – Miezen!“
Er mag auch keine Ponys, vielleicht hasst er sie durch mich auch ein wenig. egal. Ich hatte mich eine Weile davor bei ihm darüber ausgeweint, dass ich noch Single bin. Über das „Warum bist du Single“ könnte ich einen 20.000 Wörter Blogeintrag schreiben, in dem ich mich selbst bemitleide. Der Grund ist offensichtlich, kein Selbstbewusstsein gegenüber des anderen Geschlechtes, nicht Massenkompatibel und kein Glück gehabt.
Mein Kumpel wollte mir mit dieser Aussage vermutlich nur sagen, dass meine Chancen bei den Frauen steigen würden, wenn ich mich nicht mehr mit dem Ponys beschäftigen würde. Vermutlich würde ich dadurch ein wenig weniger seltsam erscheinen. Möglich wäre das bestimmt.
Aber wer wäre ich, wenn ich es täte?
Wenn ich die Serie „My little Pony“ nicht gucken würde, weil 90% meines Umfeldes meinen, diese Serie wäre für Mädchen
Wenn ich kein Veganer geworden wäre, nur weil es 90% meines Umfeldes es Unsinnig finden auf Fleisch zu verzichten?
Wenn ich keine Kuh groß gezogen hätte, weil irgendwer meint, dass man mit Kühen nicht spazieren gehen kann?
Wenn ich keinen Metal gehört hätte, weil meine Mutter es nur für lautes böses Geschreie gehalten hat?
Wenn ich auf irgendwas verzichten würde, was mir Spaß macht, nur weil es die Mehrheit in meinem Umfeld für Unsinnig hält?
Ich denke, dann wäre ich nicht ich.
Lieber bin ich bis an mein Lebensende Single, als nicht ich selbst zu sein. Deswegen werde ich auch weiter „Miezen“ von Ponys erzählen. „My little Pony“ ist inzwischen ein Teil von mir geworden und würde ich es verheimlichen nur um bessere Aussicht bei Frauen zu haben, dann würde ich mich nur selbst damit belügen und das möchte ich nicht.
Man kann jetzt über „Ponys = Keine Freundin = viel Freizeit = Langeweile = Ponys“ diskutieren und ich habe mir mit diesem Artikel wahrscheinlich deutlich mehr Zeit für dieses Thema genommen als die Person, die das zu mir sagte (Ich bin mir nicht einmal sicher, ob sie sich überhaupt noch daran erinnert) aber ich musste das jetzt einfach los werden.
(Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel veröffentlichen soll, da er viel private Informationen über mich enthält. Letztendlich habe ich mich doch dafür entschieden. Es gibt aber keine Garantie, dass ich es mir noch einmal anders überlege und den Artikel wieder privat schalte.)
Ein Jahr bin ich nun vegan und ich kannte bisher kaum andere Veganer in der Gegend. Ich habe mich zwar, als ich dem Vebu beitrat, einmal kurz nach Gruppen in der Gegend umgeschaut, allerdings fand ich damals nichts. Auch im Internet habe ich mich nicht weiter in die Richtung vernetzt, hauptsächlich aus Zeitgründen. Da ich auch nur für mich vegan bin, störte mich das auch nicht weiter.
Eines schönen Tages, bekam ich eine E-Mail von einem Vebu Mitglied, welches einen Veggie Stammtisch in Flensburg gründen wollte. Einen Veggie Stammtisch in Flensburg? Hört sich doch nach einer guten Idee an – also bin ich einfach mal zum ersten Stammtisch gegangen, habe mir das ganze angeguckt und einige nette Gespräche mit Meinesgleichen geführt. Der Veggie Stammtisch findet einmal im Monat in Flensburg im Galileo statt. Lässt man ein paar Zutaten weg, haben sie sogar einige vegane Essmöglichkeiten.
Heute war ich zum zweiten Mal da. Insgesamt waren wir mit 5 Personen eine gemütliche Runde von Veganern. Viel mehr kann man bei dem zweiten Treffen von einen neuen Stammtisch nicht erwarten, denke ich. Ein neues Gesicht gab es auch auf dem Stammtisch. Nachdem nach und nach alle eingetrudelt waren und jeder sich ein wenig vorgestellt hatte, wurde bestellt. Das Restaurant ist was Extrawünsche angeht sehr zuvorkommend und hat sogar eine von uns mitgenommene vegane Käsealternative auf die bestellten Pizzen gestreut.
Danach wurde über mögliche Aktionen diskutiert, die wir als neu gegründete Vebu Regionalgruppe so veranstalten könnten. Eine Flyeraktion oder ein gemeinsamer veganer Brunch waren im Gespräch. Danach wurde dann über alles Mögliche frei diskutiert, u.a. Einstellungen zu Vegetariern, vegane und vegetarische Produkte. Erfahrungen mit den Reaktionen auf Veganer und sogar über nicht vegetarische Partner wurde diskutiert. Rezepttipps gab es natürlich auch.
Auch wenn ich immer noch kein großer Redner bin, hat es Spaß gemacht, sich ein wenig auszutauschen. Mal gucken, wie sich dieser Stammtisch entwickelt. Er findet das nächste Mal am 10. Oktober um 18.00 Uhr im Galileo und danach voraussichtlich jeden zweiten Dienstag im Monat statt, aber das wird nächstes Mal nochmal genauer besprochen. Es waren dieses Mal nur Veganer anwesend, allerdings ist das ein Veggie Stammtisch und damit sind auch genauso Vegetarier erwünscht. Auch Veggie Sympathisanten oder Neugierige sind jederzeit willkommen.
Es gibts auch noch eine Facebook Gruppe über die sich die meisten Veganer aus der Gegend (Flensburg, Schleswig & Norfriesland) vernetzen, sie nennt sich “Veganer zwischen den Meeren” und hat schon eine ganz ordentliche Mitgliederzahl.
Vor einer Weile stieß ich im Internet auf einen ganz neuartigen Player.
Er nennt sich Tomahawk und legt sehr viel Wert auf die “soziale Komponente” beim Musikhören.
Dass er Open Source und Plattformunabhängig ist, ist natürlich gleich ein Pluspunkt. Die besondere Gabe des Players ist, dass er Musik aus dem Internet, von den verschiedensten Quellen, wiedergeben kann. Soundcloud und Youtube z.B. oder aus der Musiksammlung eines Kumpels. Man kann auch Erweiterungen für eigene Quellen wie z.B.: der Musikdienst vom Sozialen Netzwerk vkontakte selber ergänzen. Wenn man sich über GoogleTalk oder Jabber mit Freunden verbindet, kann man sehen, was diese geraden hören oder ihre Musiksammlung durchblättern (vorausgesetzt diese sind online).
Der Player kann nach Last.fm scrobbeln, zeigt Informationen zu jedem Künstler an und setzt auch sonst voll auf eine gut getaggte Musiksammlung. Schlecht ist allerdings, dass er ungetaggte Lieder gar nicht erst in die Mediathek aufnimmt, geschweige dann abspielt. Ich habe es außerdem noch nicht geschafft, den Player mit einer *.mp3 Datei zu verknüpfen. Auch Drag & Drop von außerhalb des Players funktioniert nicht. Musik muss ich immer über die Mediathek des Players öffnen.
Bei Playlisten setzt der Player auf ein Open Source Format. Normale Playlisten kann man zum Beispiel mit dem VLC Media Player umspeichern und so auch bei Tomahawk nutzen. Der Player läd aus den Playlisten nur die Songinformationen und sucht sie sich dann selber aus seiner Mediathek. Da er keinen Speicherplatz für den Song voraussetzt, hat das natürlich die Folge, dass man Playlisten nur von Tomahawk zu Tomahawk exportieren kann, dafür reicht dann aber auch nur die Playlist, bzw. ein Klick zum Kopieren der Playlist aus der Mediathek des Kumpels.
Zurzeit verwende ich den Windows Media Player von Windows 7. Dieser ist mit der Größe meiner Musiksammlung überfordert. Dieses Problem hat Tomahawk nicht. Mit ca. 17.000 Songs läuft das Suchen und durchscrollen einwandfrei.
Auch die Mediahotkeys meiner Tastatur werden von Tomahawk erkannt. Der Player minimiert sich beim schließen in den Tray und spielt weiter und es kann etwas umständlich über Rechtsklick das Lied weiter geschaltet werden o.ä.
Weitere Komfortfunktionen wie das Öffnen des Speicherpfades oder das Syncronisieren mit einem mobilen Gerät, oder das Kopieren der Musik von einem Kumpel oder der Quelle unterstützt Tomahawk nicht.
Alles in allen finde ich die Usabillity gelegentlich etwas frickelig und gewöhnungsbedürftig. Dafür ist das Optionsmenü sehr übersichtlich.
Dieser Player hat viel Potential, allerdings fehlen ihm auch ein paar Basics. Aktuell habe ich auch noch nicht herausgefunden, wie man diese nachrüstet. Hin und wieder zickt er auch aus mir unerklärlichen Gründen.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob er in der Lage ist meinen bisherigen Player im Alltag zu ersetzen, dafür muss ich ihn einfach noch etwas testen. Aber ich werde die Entwicklung dieses Players weiterhin gespannt verfolgen.
Wer es ausprobieren möchte: http://www.tomahawk-player.org/
Auch dieses Jahr ging es wieder nach Wacken…
Dienstag
Früh am Morgen begann das Abenteuer. Nach ca. 2 Stunden Autofahrt kamen wir in dem kleinen Dörfchen Wacken an und fuhren auf das Festival Gelände. Dort wartete dann schon eine lange Schlange. Wir rollten langsam auf das Festivalgelände und wurden dann auf das Campingfeld P geleitet.
P ist direkt am Festival Gelände und wir waren ganz vorne, keine Bühne ist weiter als 5 Minuten entfernt gewesen. Natürlich laufen dort auch am meisten Menschen vorbei, allerdings lag unser Zeltplatz genau zwischen den Straßen, sodass bei uns auch niemand durch das Camp stolperte. Eine extrem coole Lage.
Wir machten uns an den Zeltaufbau. Inzwischen bin ich routiniert beim Aufbau meines Zeltes, es ging also relativ schnell. Anschließend bauten wir noch 2 Pavillons auf. Dann war das Camp aufgebaut. Nachher folgten noch einige Freunde, sodass wir letztendlich etwa 15 Personen im Camp waren.
Während des ganzen Tages war es trocken und die Sonne ließ sich auch ab und zu blicken, es war weder zu heiß noch zu nass (Der Boden war schon aufgeweicht, viel Wasser hätte er nicht mehr abgekonnt).
In Wacken ist es bei unserem Camp Tradition, dass man sich am ersten Tag viel trinkt. Es gab also Bier in rohen Mengen. Abgeschossen habe ich mich mal wieder nicht. Angetrunken beschreibt meinen Zustand wohl am Besten. Ich besuchte an diesen Abend auch kurz meine Festival Bekanntschaften vom Rockharz.
Anschließend ließ ich den Tag in meinem Camp ausklingen.
Mittwoch
Ich traf mich hauptsächlich mit Bekannten. Unter anderem eine Internetbekanntschaft, Eine Freundin meiner Schwester, die ich Jahre nicht mehr gesehen habe und einen Schulkollegen.
Außerdem trug ich mein “My little Pony” Fan T-Shirt und wurde auch einige Male darauf angesprochen.
Das Wetter war relativ Sonnenlastig und bisher einwandfrei.
Am Abend habe ich dann noch die Bands, die an der Wackinger Bühne spielten gesehen.
Gesehen: Russkaja, Saor Patrol, Vogelfrey, Santiano
Donnerstag
Am Donnerstag wurde ich von der Hauptbühne geweckt. Der Bass vom Soundcheck war so laut, dass die meisten aus unserem Camp davon wach wurden (teilweise trotz Ohrstöpsel).
Der Tag verging relativ schnell und mein erstes Handyakku gab den Geist auf (das Netz war sowieso fast immer überlastet). Ich sah hier und da mal Bands, habe aber die Zeit hauptsächlich im Camp verbracht. Das Wetter war an diesem Tag auch noch sehr freundlich.
Bei Vollbeat bin ich irgendwie von der Mitte aus in die wilde Menschenmenge geraten und bis zur dritten Reihe durchgerutscht. Das Gedränge dort war aber ziemlich heftig. Ich wich recht bald an die Seite aus, war aber auch noch sehr weit vorne. Dort war weniger Gedränge und man konnte an einer Stelle stehen bleiben. Nach dem Konzert war ich dann auch am Ende.
Gesehen: Dead By April, Sepultura, Vogelfrey, Vollbeat
Freitag
Am Vormittag besuchte ich einen Arbeitskollegen und lud mein Handyakku wieder etwas auf. Später, als ich gerade bei der Vorstellung von Kamelot war, fing es an zu regnen. Erst ein wenig, dann immer mehr. Ab der Mitte des Konzertes musste ich dann abbrechen, da der Regen zu hart wurde. Ich rannte zum Zeltplatz und als ich ankam war ich durch und durch nass. Ich wartete das Unwetter im Zelt ab. Anschließend war das gesamte Festivalgelände eine einziges Schlammloch. Unser Camp ist zum Glück nicht abgesoffen, nur zwei Zelte hatten kleine Sturmschäden.
Allerdings war ohne gutes Schuhwerk kein durchkommen mehr auf dem Festival Gelände, da überall Pfützen und riesige Mengen losgetretener Schlamm waren. Die Bands die spielten interessierte das natürlich wenig und sie motivierten die Fans weiterhin zum mitspringen, dass der Schlamm nur so flog.
Gesehen: Oomph, Kamelot (halb), Broilers, Boss Hoss, Hammerfall, Leaves Eyes (halb), In Flames, In Extremo (halb)
Samstag
Die Schlammschlacht ging weiter. Mein körperlicher Verschleiß erreichte seinen Höhepunkt. Nicht nur, dass die Körperhygiene im Keller war (da ich zu wenig T-Shirts dabei hatte, musste ich getragenes wiederverwenden) und der Schlamm bis zu den Kien ging, nein auch meine Füße wollten nicht mehr stehen. Sich Konzerte angucken war allein schon wegen den Schlamm ein Kraftakt und ich war eigentlich Donnerstag schon total geschafft. Die kurzen Nächte im Zelt taten ihr übriges. Zwischenzeitlich war ich sogar zum jammern zu schwach. Kraftlos in den Stuhl versunken wartete ich eigentlich nur auf das nächste Konzert zu dem ich mich schleppen wollte. Hatte ich doch den Plan am 23. Wacken genau 23 Bands zu sehen. Irgendwie zog ich das auch durch. Baute nebenbei noch mein Zelt ab (wie die meisten) und schaute den anderen zu wie sie die Reste auf dem Campingplatz fledderten. Meine Fahrgelegenheit hatte den Plan direkt nach Amon Amarth aufzubrechen, da es auch nicht ganz einfach war heile wieder vom Platz herunter zu kommen und bevor alles um Wacken total verstopft, wollten wir mit die ersten sein.
Der Plan ging auf. Zum Teil. Wir fuhren uns relativ schnell fest, da wir beide keine Ahnung hatten, wie man sich auf schlammigen Boden mit einem Auto verhält. Nachdem uns ein großer genervter Trecker aus dem Dreck zog und wir den Schock überwunden hatten ging es dann Richtung Heimat. Pünktlich beim Verlassen des Zeltplatzes brach dann der nächste Sturm los.
Gesehen: Santiano, Paradise Lost, Weto, Six Feed Under, Megaherz, Ingrimm, Amon Amarth
Zusammengefasst: Es war extrem dreckig und verdammt cool. Allein wegen den ganzen Menschen, die ich dort treffe, lohnt es sich nach Wacken zu fahren. Sonntagnacht habe ich auch auf der völlig überlasteten Metaltix.de Seite verbracht und das XMas Ticket für nächstes Jahr bestellt.