Schweden 2016 (Teil 2)

Am Montag, den neunte Tag unseres Urlaubes (Teil Eins) machten wir uns auf die Suche nach einer Glashütte. Das Wetter war sonnig mit kurzen Schauern. Nachdem wir erst vor verschlossenen Türen standen, fanden wir eine Glashütte. In der „Pukeberg Glasbruk“ sahen wir diverse handgefertigte Kunststücke aus Glas und konnten live bei der Herstellung von den Glasstücken zusehen. Allerdings wurde in dieser Glashütte kein Glas geblasen. Danach fuhren wir nach Kalmar und schauten uns erst das Schloss von außen an. Anschließend gingen wir am Strand spazieren und bewunderten eine Sandskulpturen Ausstellung, die dort gerade zu sehen war. Zum Schluss machten wir einen längeren Spaziergang durch die Stadtmitte von Kalmar, wo es einige Häuser aus dem 17. Jahrhundert zu sehen gab. Besonders die „Tripp Trapp Trull“ – Häuser sind schon einen Blick wert.Tripp Trapp Trull Häuser

Den nächsten Tag starteten wir mit einer Kanufahrt über die Seen, die um den Campingplatz lagen. Insgesamt waren wir 4 Stunden mit dem Kanu unterwegs. Dabei hatten wir Glück mit dem Wetter, denn die Sonne schien durchgehend. Meine Freundin holte sich sogar einen Sonnenbrand. Die Badestellen am See um dem Campingplatz herum waren an diesem Tag auch sehr gut besucht. Auch ein Kanu hätten wir etwas später vermutlich nicht mehr bekommen.

GlasbläsereiAm 12. Tag unseres Urlaubes suchten wir dann noch einmal nach einer Glasbläserei. Bei der „Skrufs Glasbruk“ wurden wir dann fündig und sahen live wie die Glasbläser einige Glasflaschen geblasen haben. Anschließend besichtigten wir noch Växjo und schauten uns dort einen Park, die Kirche und die Innenstadt etwas genauer an. Da das Wetter sehr heiß war, habe ich mich von meiner Freundin überreden lassen und bin mit ihr sogar zusammen kurz in dem See beim Campingplatz schwimmen gegangen.

Die nächsten Tage war unser Urlaub eher ruhig, da wir beide erst einmal genug gesehen hatten und wir haben die Zeit auf dem Campingplatz verbracht und dort entspannt.

Während des gesamten Urlaubes war meine Freundin ein paar mal alleine schwimmen, da ich Wasser nicht besonders mag und kein guter Schwimmer bin. Wir haben auch noch einige Male Blaubeeren gesammelt, da meine Freundin diese so gerne isst. Zudem haben wir zwischendurch immer mal wieder Uno gespielt. Aber auch Kniffel, Siedler von Catan – das Kartenspiel und Kubb (Wikingerschach) gespielt. Wir hatten auch beide etwas zu lesen mit und oft haben wir auch mal die eine oder andere Stunde einfach nur die Ruhe genossen und etwas gelesen oder einen Spaziergang gemacht.

Das war das erste Mal, dass ich einen Urlaub gemacht habe, der länger als eine Woche dauerte. Normalerweise hetze ich gerne im Urlaub von einer Sehenswürdigkeit zur anderen und das ist dann für mich entspannend. Nicht so in diesem Urlaub. Gerade am Anfang waren wir mehr unterwegs, aber später im Urlaub hatte ich dann genug gesehen und musste nicht mehr so unbedingt aktiv die Gegend entdecken gehen. Daher war die zweite Woche doch einiges ruhiger. In der zweiten Woche unseres Urlaubes war das Wetter außerdem deutlich schöner und fast durchgängig sonnig. Das führte dazu, dass der Campingplatz die letzten drei Tage sogar keine neuen Gäste mehr aufnehmen konnte da er einfach „voll“ war. Laut meiner Freundin, war dieser Campingplatz früher mehr ein Geheimtipp und war damals nie so voll wie bei uns. Da jeder aber seinen eigenen Platz hat und wir dazu noch etwas abgelegener lagen, war es nie überfüllt. In den letzten Tagen wurde offiziell das Feuer auf dem Platz verboten, da es zu trocken geworden war und die Waldbrandgefahr zu groß war.

Der Campingplatz war auch ein Erlebnis für sich. Neben diversen Grillstellen, Plumpsklos hat der Campingplatz auch eine Dusche in der man mit Wassersäcken duschen kann und eine Küche mit Gaskochern. Dazu stehen dort zwei Wasserpumpen, an denen man sich sein eigenes Wasser pumpen kann. Auch für die Dusche und die Küche kann man Wasser in einen Wassertank über das jeweilige Gebäude pumpen. Das ganze wird freiwillig geregelt und es ist trotzdem eigentlich immer genug Wasser im Tank, weil immer irgendjemand freiwillig gepumpt hat.

Insgesamt war das ein aufregender Urlaub, in dem ich viel gesehen habe. Diesen Campingplatz habe ich nicht das Letzte mal besucht. Das Nächste mal werden wir uns aber wohl sicherheitshalber einen Platz reservieren um dort auch wieder zwei Wochen bleiben zu können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.