Seacon 2015

logo-sub-title-2015Die Seacon ist eine Konferenz / Messe für für ITler in
Unternehmen deren  Kernthemen: Software-Engineering und -Architektur sind. Sie fand am  ƒ 7. – 8. Mai im Radisson Blu in Hamburg statt. Sie ist in mehrere „Tracks“ unterteilt (Softwarearchitektur / Technologie, Prozesse/Anforderungen, Management /Führung) und hat Fachvorträge und interaktive Formate, wie OpenSpaces & Pecha Kuchas.

Nachdem ich eine Mail über die FH bekam, in der Karten für die Seacon verlost wurden, nahm ich einfach mal auf gut Glück teil. Ein paar Tage später kam eine Mail, dass ich ausgelost wurde und auf die Seacon gehen durfte (Normalerweise kostet eine Karte wohl ~1600€). 

Nachdem ich mit Verspätung bei der Keynote der Seacon ankam, bekam ich noch einen großen Teil von dem Vortrag von Meeno Schrader mit. Er verglich in seinen Vortrag das Routing beim Seegeln mit den Aufgaben eines Softwareentwicklers.
Danach wurden die Open Space Themen festgelegt (im Prinzip sind das einfach Wahlslots in denen ein Thema diskutiert wird. Dabei ist das Ziel, wo diese Diskussion hinführen soll, nicht festgelegt. Nach der Keynote dauerte es nicht lange bis zu den ersten Vorträgen.

Zuerst hörte mich mir den Vortrag „continuous secure delivery – Schwachstellen schneller entdecken“ an. Dort wurde an Beispiel von Cross Site Scripting erklärt, was für potenzielle Sicherheitslücken es bei schlecht abgesicherten Webshops so gibt und wie man diese ausnutzen konnte. Anschließend wurden mehrere Maßnahmen gezeigt, mit welchen man Sicherheitslücken finden kann. Das ging über externe Sicherheitsberater über automatische Testframeworks (bspw. ZAP) bis hin zum Bewusstsein schaffen bei den Entwicklern.

Dann gab es etwas zu essen. Ich habe mich als Veganer da einfach mal an der Salatbar bedient und genug gefunden, um satt zu werden. Eventuell wäre da sogar mehr vegan gewesen, aber es war nicht ausgeschildert und ich hatte kein besonderes Interesse danach nachzufragen. Anschließend hörte ich mir den Industry Talk an: „BDD als Ansatz zum automatischen Testen von GUI’s“. Hier habe ich dann anhand einer Vorführung gelernt, wie eine GUI getestet werden kann. Er stellte dabei eine Beschreibungssprache im Detail vor.

Da ich ja eine Spezialisierung in die Richtung Qualitätsmanagement entwickle, konnte ich mir natürlich auch nicht den Vortrag „vom Wiegen wird die Sau nicht fett: von Qualitätsanalyse zu wirksamer Qualitätsverbesserung“ entgehen lassen. Im Wesentlichen ging es hier um duplizierten Quellcode und seine Folgen. Zudem wurde auch erklärt, mit welchen Metriken man seine Software verbessern kann und welche man lieber weglassen sollte. Die Open Space Arbeitsgruppe ließ ich dann aus. Es gab zwischendurch eine Kaffeepause bei der ich auch ein bisschen leckeres Obst ergattern konnte. Anschließend ging es ausgeruht in den Vortrag „Mit gewaltfreier Kommunikation eine agile Kultur fördern“. Neben der Erklärung wie man gewaltfrei kommuniziert haben wir auch ein paar Übungen dazu in diesem Vortrag gemacht.

Zum Schluss habe ich mir noch die „Pecha Kucha“ Vorträge angesehen. Das waren 5 kleine ca. 6 Minuten und 40 Sekunden lange Vorträge. Jeder Vortrag hat genau 20 Folien die jeweils 20 Sekunden lang angezeigt werden. Und so wurden diese Vorträge immer sehr kompakt und hektisch vorgetragen.
1. Auf der Suche nach der Generation Y
2. Crowdsourced Softwaretesting: Die Zukunft der Qualitätssicherung?
3. BPM in der Softwareentwicklung
4. Bullshit Management – oder: Wie viel Management braucht’s wirklich?
5. Kein Lippenbekenntnis – erfolgreiche Anwendungsarchitekturen nach dem KISS-Prinzip
Diese Vorträge waren zum größten Teil sehr interessant. Der erste hat sich allerdings mehr wie ein Verkaufswerbefilm angefühlt und enthielt nicht wirklich interessante Informationen für mich.Damit ging dann der erste Tag der Seacon für mich zu Ende.

Am zweiten Tag kam ich pünktlich zur Seacon und schaute mir als erstes den Vortrag „Agil, verteilt, interkulturell – Praxisbericht aus dem 1. Jahr der Neuentwicklung eines Transport Management Systems“. Hier ging es um die Erfahrung eines Unternehmens mit der Einführung eines agilen Software Projektes, was über mehrere Standorte entwickelt werden sollte.

In dem Vortrag „Planlos mit Plan“ ging es darum, wie man die Verlässlichkeit in Unternehmen erhöht. Es wurde erklärt warum die agile Entwicklung einen großen Verwaltungsoverhead vermeidet und letztendlich besser ist für Unternehmen. Im Industry Talk „The Case Management Case“ wurde eine Satire vorgespielt. Es ging um ein Unternehmen, welches seine Probleme mit BPM verschlimmerte und anschließend mit ACM wieder in den Griff bekam. Es wurde dabei anschaulich erklärt, wie ACM funktioniert und wo die Unterschiede zwischen den beiden Vorgehensweisen sind. Ich habe mir dann zwischendurch noch die Ergebnisse der Open Space Arbeitsgruppen angesehen.
Anschließend habe ich mir einen Vortrag mit dem Thema Änderungsbasiertes Anforderungsmanagement. Dieser war allerdings sehr auf eine Softwarelösung gemünzt und war nicht für mich interessant. Deshalb wechselte ich in den Vortrag “ Micro Services – wenn alles klein ist, ist alles gut?“. Dieser gab mir dann einen kleinen Einblick in die Welt der Micro Services (von denen ich bisher noch keine richtige Vorstellung hatte).

Anschließend schaute ich mir „Selbstorganisation braucht Führung – wie Management agil wird“ an. Dabei ging es dann um Führungsmethoden. Betont wurde in dem Vortrag wie wichtig es einfach ist, einfach mal zuzuhören und als Vorbild zu fungieren.
Zum Schluss schaute ich mir dann wieder die Pecha Kucha Vorträge an.
1. 10 Mal Kopfschütteln für Nerds
2. Agil-alles so schön neu, oder was?!
3. Datenzentrische Prozesse mit CMMN/ACM
4. Schönheit hat ihren Preis. Die Investition lohnt sich!
5. BPM in der Softwareentwicklung
Und damit endete die Seacon für mich.

Insgesamt muss ich sagen, dass hier sehr viele Unternehmen auf agile Softwareentwicklung setzten und das sehr beworben wurde. Mir ist dieses Konzept erst seit kurzen aus meinem Studium bekannt und ich habe nicht gedacht, dass es so ein großes Thema ist.
Ich durfte bisher aber noch nicht agil arbeiten, weshalb ich jetzt schon Lust dazu habe, mich mehr mit dieser Art der Entwicklung auseinander zu setzten und auszuprobieren.

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