Wacken 2012

wacken 2012

Auch dieses Jahr ging es wieder nach Wacken…

Dienstag

Früh am Morgen begann das Abenteuer. Nach ca. 2 Stunden Autofahrt kamen wir in dem kleinen Dörfchen Wacken an und fuhren auf das Festival Gelände. Dort wartete dann schon eine lange Schlange. Wir rollten langsam auf das Festivalgelände und wurden dann auf das Campingfeld P geleitet.

P ist direkt am Festival Gelände und wir waren ganz vorne, keine Bühne ist weiter als 5 Minuten entfernt gewesen. Natürlich laufen dort auch am meisten Menschen vorbei, allerdings lag unser Zeltplatz genau zwischen den Straßen, sodass bei uns auch niemand durch das Camp stolperte. Eine extrem coole Lage.

Wir machten uns an den Zeltaufbau. Inzwischen bin ich routiniert beim Aufbau meines Zeltes, es ging also relativ schnell. Anschließend bauten wir noch 2 Pavillons auf. Dann war das Camp aufgebaut. Nachher folgten noch einige Freunde, sodass wir letztendlich etwa 15 Personen im Camp waren.

Während des ganzen Tages war es trocken und die Sonne ließ sich auch ab und zu blicken, es war weder zu heiß noch zu nass (Der Boden war schon aufgeweicht, viel Wasser hätte er nicht mehr abgekonnt).

In Wacken ist es bei unserem Camp Tradition, dass man sich am ersten Tag viel trinkt. Es gab also Bier in rohen Mengen. Abgeschossen habe ich mich mal wieder nicht. Angetrunken beschreibt meinen Zustand wohl am Besten. Ich besuchte an diesen Abend auch kurz meine Festival Bekanntschaften vom Rockharz.
Anschließend ließ ich den Tag in meinem Camp ausklingen.

Mittwoch

Ich traf mich hauptsächlich mit Bekannten. Unter anderem eine Internetbekanntschaft, Eine Freundin meiner Schwester, die ich Jahre nicht mehr gesehen habe und einen Schulkollegen.
Außerdem trug ich mein „My little Pony“ Fan T-Shirt und wurde auch einige Male darauf angesprochen.

Das Wetter war relativ Sonnenlastig und bisher einwandfrei.
Am Abend habe ich dann noch die Bands, die an der Wackinger Bühne spielten gesehen.

Gesehen: Russkaja, Saor Patrol, Vogelfrey, Santiano

Donnerstag

Am Donnerstag wurde ich von der Hauptbühne geweckt. Der Bass vom Soundcheck war so laut, dass die meisten aus unserem Camp davon wach wurden (teilweise trotz Ohrstöpsel).

Der Tag verging relativ schnell und mein erstes Handyakku gab den Geist auf (das Netz war sowieso fast immer überlastet). Ich sah hier und da mal Bands, habe aber die Zeit hauptsächlich im Camp verbracht. Das Wetter war an diesem Tag auch noch sehr freundlich.

Bei Vollbeat bin ich irgendwie von der Mitte aus in die wilde Menschenmenge geraten und bis zur dritten Reihe durchgerutscht. Das Gedränge dort war aber ziemlich heftig. Ich wich recht bald an die Seite aus, war aber auch noch sehr weit vorne. Dort war weniger Gedränge und man konnte an einer Stelle stehen bleiben. Nach dem Konzert war ich dann auch am Ende.

Gesehen: Dead By April, Sepultura, Vogelfrey, Vollbeat

Freitag

Am Vormittag besuchte ich einen Arbeitskollegen und lud mein Handyakku wieder etwas auf.  Später, als ich gerade bei der Vorstellung von Kamelot war, fing es an zu regnen.  Erst ein wenig, dann immer mehr. Ab der Mitte des Konzertes musste ich dann abbrechen, da der Regen zu hart wurde. Ich rannte zum Zeltplatz und als ich ankam war ich durch und durch nass. Ich wartete das Unwetter im Zelt ab. Anschließend war das gesamte Festivalgelände eine einziges Schlammloch. Unser Camp ist zum Glück nicht abgesoffen, nur zwei Zelte hatten kleine Sturmschäden.
Allerdings war ohne gutes Schuhwerk kein durchkommen mehr auf dem Festival Gelände, da überall Pfützen und riesige Mengen losgetretener Schlamm waren. Die Bands die spielten interessierte das natürlich wenig und sie motivierten die Fans weiterhin zum mitspringen, dass der Schlamm nur so flog.

Gesehen: Oomph, Kamelot (halb), Broilers, Boss Hoss, Hammerfall, Leaves Eyes (halb), In Flames, In Extremo (halb)

Samstag

Die Schlammschlacht ging weiter. Mein körperlicher Verschleiß erreichte seinen Höhepunkt. Nicht nur, dass die Körperhygiene im Keller war (da ich zu wenig T-Shirts dabei hatte, musste ich getragenes wiederverwenden) und der Schlamm bis zu den Kien ging, nein auch meine Füße wollten nicht mehr stehen. Sich Konzerte angucken war allein schon wegen den Schlamm ein Kraftakt und ich war eigentlich Donnerstag schon total geschafft. Die kurzen Nächte im Zelt taten ihr übriges. Zwischenzeitlich war ich sogar zum jammern zu schwach. Kraftlos in den Stuhl versunken wartete ich eigentlich nur auf das nächste Konzert zu dem ich mich schleppen wollte. Hatte ich doch den Plan am 23. Wacken genau 23 Bands zu sehen. Irgendwie zog ich das auch durch. Baute nebenbei noch mein Zelt ab (wie die meisten) und schaute den anderen zu wie sie die Reste auf dem Campingplatz fledderten. Meine Fahrgelegenheit hatte den Plan direkt nach Amon Amarth aufzubrechen, da es auch nicht ganz einfach war heile wieder vom Platz herunter zu kommen und bevor alles um Wacken total verstopft, wollten wir mit die ersten sein.

Der Plan ging auf. Zum Teil. Wir fuhren uns relativ schnell fest, da wir beide keine Ahnung hatten, wie man sich auf schlammigen Boden mit einem Auto verhält. Nachdem uns ein großer genervter Trecker aus dem Dreck zog und wir den Schock überwunden hatten ging es dann Richtung Heimat. Pünktlich beim Verlassen des Zeltplatzes brach dann der nächste Sturm los.

Gesehen: Santiano, Paradise Lost, Weto, Six Feed Under, Megaherz, Ingrimm, Amon Amarth

Zusammengefasst: Es war extrem dreckig und verdammt cool. Allein wegen den ganzen Menschen, die ich dort treffe, lohnt es sich nach Wacken zu fahren.  Sonntagnacht habe ich auch auf der völlig überlasteten Metaltix.de Seite verbracht und das XMas Ticket für nächstes Jahr bestellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.