Kuh Berta

Hier geht es zu meiner schwarz weißen Kuh Berta

Steckbrief Berta
Meine schwarz weiße Kuh Berta frisst Graß
Name Berta
Ohrmarke DE 01 135 55431
Geburtsdatum 09.07.2002
Geschlecht weiblich
Ohrmarke Mutter DE 01 116 13800
Rasse Holstein-Friesian
Färbung Schwarzbunt
Meine Liebste Freizeitbeschäftigung Auf dem Feld grasen, dösen, schlafen

Wie ich zu meiner Kuh Berta kam.

Die Geschichte von meiner Kuh Berta begann im Jahre 2002, wie jeden Juli wurden bei uns zu dieser Zeit gerade die meisten Kälber geboren. Bei uns Kindern war es fast ein Brauch sich jedes Jahr um diese Zeit ein neugeborenes Kälbchen zu suchen und dieses dann so lange zu bemuttern bis es Uninteressant wurde, was meist nach einigen Wochen der Fall war. Meine jüngeren Geschwister hatten sich alle schon ein Kälbchen gesucht. Ich als großer Bruder mit meinen 10 Jahren musste da ja natürlich mithalten. Also ging ich zu meinen Opa und fragte welches neugeborene Kalb denn noch zu haben war (Ich stellte natürlich hohe Ansprüche, es musste ein Mädchen sein weil Jungen (Bullen) wenn sie größer waren „böse“ wurden. Außerdem musste es gerade erst geboren sein). Er zeigte mir ein Kalb was gerade mal einen Tag alt war. Ich stieg zu ihr in der Box, setzte mich neben ihr und fing an sie zu streicheln. Am nächsten Tag nannte ich es Berta.

Das erste Jahr mit Berta

Von da an kam ich jeden Abend in den Stall und gab meiner Berta ihre Portion Milch, zu erst noch mit meinen Geschwistern zusammen, später dann nur noch mit meiner Mutter, welche die anderen Kälber fütterte. Es war für mich immer ganz wichtig, dass ich meine Berta den Eimer gab. Dabei streichelte ich sie immer am Kopf. Außerdem setzte ich mich gerne in die Krippe und ließ Berta an meinen Fingern oder meiner Jacke nuckeln. Für mich war es immer ganz wichtig jeden Tag bei Berta zu sein und nur in absoluten Ausnahmefällen meinem Stalldienst ausfallen zu lassen. Als Berta ihre Ohrmarke bekam war ich gleich damit beschäftigt diese auswendig zu lernen. Die Ohrmarke ist wohl einer der Das Kalb Berta zusammen mit Chris und Joywenigen Dinge die ich ohne nachzudenken mein ganzes Leben lang aufsagen kann. Als Berta einen Kälberpass bekam lies ich mir diesen auch gleich kopieren und hütete ihn wie einen Schatz. Nachdem Berta auch feste Nahrung wie Schrot und Silo bekam brachte ich ihr öfter extra Naschrationen. Ich passte auch immer sehr genau auf das Berta das Schrot für sich alleine hatte und kein anderes Kalb ihr es einfach wegfraß.

Während des ersten Jahres hatten ich und Berta viele kleine Höhen und Tiefen. Alle Kälber müssen die Hornstumpfen die ihnen Wachsen ausgebrannt bekommen damit sie später keine Hörner haben mit dem sie jemanden verletzten können. Dieses Ausbrennen ist ein sehr schmerzhafter Prozess bei dem eine sehr heiße Eisenstange auf das Horn gepresst wird bis dieses bis auf die Wurzel verbrannt ist. Als ich den Abend zu Berta ging wollte Berta nichts von mir wissen. Auch als sie ihren Eimer Milch bekam ließ sie sich nicht von mir anfassen. Dann ließ ich Berta schweren Herzens in Ruhe damit Graß über die Sache wachsen konnte und nach einer Woche hatte Berta dieses schlimme Ereignis auch wieder vergessen.

Als Berta etwas größer wurde gab ich ihr immer noch gerne den Finger zum drauf herum nuckeln. Einmal rutschten meine Finger etwas weit in den Mund von Berta und sie biss mir auf meinen Daumen. Damit sowas nicht nochmal passierte schlug mein Opa vor meiner Berta ein „Vorsicht Bissig“ Schild umzuhängen. Ich war Berta zwar nicht böse deswegen, aber die Idee von meinen Opa fand ich trotzdem nicht schlecht. Allerdings hat Berta nie so ein Schild um den Hals bekommen.  Mein blauer Daumen erinnerte mich danach aber trotzdem ziemlich lange daran vorsichtig zu sein wenn ich Berta wieder die Hand zum Nuckeln gab.

Irgendwann erzählte mir meine Mama, dass sie früher mit ihrem Kälbchen spazieren gegangen ist. Das fand ich so cool das ich bald darauf auch mit Berta spazieren ging. Ich setzte ihr schnell einen Halfter auf und band daran eine Leine. Dann musste mir mein Opa nur noch helfen Berta aus der Box zu bekommen und wir liefen los. Alle 1 – 2 Wochen machte ich dann mit Berta einen kleinen Spaziergang. Wir erkundeten zusammen den ganzen Hof. Wir trafen Katzen und Hunde, Berta probierte im Sommer das Graß und im Winter den Schnee und wir rannten gemeinsam um die Wette. Irgendwann kam aber der Zeitpunkt wo Berta stärker war als ich, es wurde immer schwieriger meine Berta zu halten, bis schließlich der Tag kam an dem Berta sich los riss und mir weg rannte. Sie machte sich gleich auf den Weg ins Nachbarfeld in dem ein böser Bulle stand. Ich lief dann aufgelöst zu meinen Opa und erzählte ihm was los war. Er machte ich dann gleich auf dem Weg meine Berta zu retten. Nachdem er sie wieder zurück gebracht hatte bin ich nur noch sehr selten mit ihr spazieren gegangen.

Im Winter zog Berta in eine neue Box die sie (zuerst) für sich alleine hatte. Weil die Box am ersten Tag noch frisch gestreut, also komplett Sauber war legte ich mich als Berta gerade entspannt im Stroh lag zu ihr. Berta nutzte die Gunst der Stunde und streckte gleich ihren Fuß über mich. Dann dösten wir zusammen etwas in der Box

Berta wird erwachsen

Ich und meine Kuh BertaIm Sommer kam Berta dann auf ein Feld was nahe von Oma Mausi (Die Oma am anderen Ende vom Dorf wohnte) lag. Deswegen konnte ich Berta nur noch gelegentlich dort besuchen. Wenn ich aber am Wochenende mal bei meiner Oma war besuchte ich auch jedes Mal meine Berta auf dem Feld.
Den Winter verbrachte Berta aber wieder bei uns auf dem Hof (was eigentlich ungewöhnlich war, Berta bekam extra eine Box und war nur wegen mir da). Alleine hatte Berta öfter mal lange Weile und tobte immer in ihre Box wenn ich sie streicheln und füttern kam.

In diesem Winter zogen wir dann auch zu dem Hof meiner Oma, ich besuchte Berta dann noch ab und an mit meiner Mutter die noch jeden Tag zum alten Hof fahren musste um dort zu melken.
Im Sommer war Berta dann wieder im Feld bei meiner Oma, was jetzt zufälligerweise hinter unserem neuen Haus lag. Also besuchte Ich Berta regelmäßig wieder auf ihrem Feld. So nebenbei gewöhnte sich der Rest der Herde so an Menschen das es eine unserer ruhigsten Herden wurde. Dann war Berta eine Weile lang auf einem ganz anderen weit entfernten Feld beim Bullen. Ich sah sie erst im Winter wieder als sie mit den anderen in den Stall zum überwintern kam. Im nächsten Sommer war Berta dann „erwachsen“ und bekam ihr erstes Kalb und gab Milch. Sie verbrachte noch ein paar Tage in unserem alten Stall. Dann war der neue Stall bei unserem neuen Haus fertig und der Melkbetrieb zog um.

Ab da wurde Berta in unserem neuem Stall gemolken in dem ich nun auch wegen Berta und etwas Taschengeld jeden Tag beim melken half. Natürlich setzte nur ich, wenn ich da war meine Kuh Berta an und streichelte sich dann anschließend. Meistens bekam Berta dann noch einen Eimer Schrot. Ihren Eimer Schrot bekommt Berta immer noch wenn sie im Stall ganz vorne steht, zwar nicht von mir, aber von meiner Mutter. Wenn man Berta vergisst stellt sie sich nach dem Melken in die Tür und wartet auf ihren Eimer.Berta, Kim und Ich

Abenteuer mit Berta (Im Umbau)

-    Berta Reiten
-    Fotoshooting
-    Schlechte Füße / Schlechte Laune
-    Hänger fahren.
-    Türen öffnen. – > Schrot
-    Winterabenteuer

Berta und ihre Kälber

Das erste Kalb (ein Junge) kam ohne Komplikationen zur Welt.
Das zweite Mal als Berta schwanger war hatte sie Zwillinge, diese kamen aber viel zu früh auf die Welt und haben nie gelebt.
Beim dritten Mal war es dann ein kerngesundes Mädchen – Sie fällt heute im Stall durch die Augen ihrer Mutter auf.Meine schwarzbunte Kuh Berta mit ihrem Kalb.
Beim vierten Mal war das Kalb zu groß und kam mit krummen Füßen und Atemproblemen zur Welt, beides gab sich aber nach ein paar Tagen. Berta wurde allerdings, von der Geburt total erschöpft, auch sehr krank und wollte gar nicht mehr fressen. Irgendwie (obwohl ich schon fast selber nicht mehr daran geglaubt habe) erholte sich Berta dann doch noch, war aber ziemlich lange ziemlich mager.
Bei Ihrem fünften Kalb hatte Berta sich wieder total erholt und brachte einen gesunden Jungen (Donald) zur Welt. Die komplette Geburt von Donald habe ich dokumentiert. Diese Geburt hatte Berta dann wieder gut überstanden.
2010 hat Berta ihr 6tes Kalb bekommen. Das Kalb “Bettina” kam kerngesund auf die Welt. Allerdings war Berta nach der Geburt (wieder) ganz schön mitgenommen, hat sich jetzt allerdings auch weitgehend wieder erholt.
Aktuell wird Berta wieder jeden Tag im Stall gemolken.